• Alles Spekulationen. Man könnte auch meinen, die DFL hat kein Interesse daran, den Antrag abzulehnen, da sie eine Klage fürchten, würde den Antrag aber gerne ablehnen. Da passt es doch ganz gut, wenn der Verein den Antrag zurücknimmt oder ruhend stellt.

    Im NP bzw. Sportbuzzer Artikel ist ja von Akzeptanz des Antrags unter möglichen Auflagen die Rede. Vielleicht ist eine Auflage ja eine Abstimmung im Verein über 50+1.


    Aber wie gesagt, es sind alles Spekulationen. Da die DFL aber auf den Verein wartet, stimmt mich das ganze deutlich optimistischer als noch kurz vor der JHV.

    Ansonsten abwarten und Tee Herri trinken.

  • Da bin ich mir nicht so sicher.

    Es mag sein, dass das Schiedsgericht die Frage nach der "erheblichen Förderung" anders bewertet als die DFL. Letztendlich war die spätere Auslegung der DFL, eine erhebliche Förderung müsse sich an der Höhe der Sponsoren orientieren, auch völlig willkürlich. Zudem ist die Frage, ob man erheblich gefördert hat, auch mit einer subjektiven Komponente verbunden:

    Man könnte ja auch annehmen, eine erhebliche Förderung läge vor, wenn eine (Vereins-)Struktur geschaffen worden wäre, die es dem Verein ermöglicht, zukünftig (finanziell) zu überleben - rein hypothetisch natürlich, H96 e.V. ist ja dank der Stammestr. und den fehlenden 1.400 zahlenden Mitglieder eher Pleite als vermögend.


    So richtig überzeugend fand ich die Auslegung der DFL jedenfalls nicht.


    Andere hatten schon auf ein anderes Problem hingewiesen: Kläger sind e.V., Kind und die KGaA (als Inhaberin der Lizenz).

    Das Schiedsgericht ist aber nur zuständig für die KGaA - was Kind und der Verein dort wollen, erschließt sich mir nicht. Wenn aber nur die KGaA klagen kann, ist wiederum nicht klar, warum ein Schiedsgericht über die Anteile der Management GmbH, die ja dem eV gehört, urteilen soll. Oder anders: Ein Urteil wirkt ja nicht gegen den Verein, der hat die Schiedsordnung ja nie anerkannt. Offensichtlich wurde die Satzung (…. alle drei müssen den Antrag stellen...) und die Schiedsordnung nicht auf einander abgestimmt. Steiner wiederholt auch ständig, dass alle drei Kläger sind. Offensichtlich hält er dieses für wichtig.


    Prof Orth geht davon aus, dass die Klage von Kind und eV nicht zulässig sind. Ob die KGaA klageberechtigt ist über das Vereinseigentum (Gesellschaftsanteile) ist nun auch nicht ohne Weiteres klar.


    Bei Hopp hatte die DFL übrigens die Auflage gemacht, dass die Mitglieder zustimmen müssen. Wenn das die Auflage wäre, von der der Sportbuzzer schreibt, müsste Kind schon einen wahnsinnig hohen Betrag zahlen um die aktiven Sportler zur Wahlurne zu bewegen. Eine neue MV würde auch von dem neuen Vorstand ausgerichtet, da gibt es (bekanntermaßen) Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen.


    Nachtrag: bezog mich auf den Beitrag von sasa

  • Ich glaube, wir sind inhaltlich gar nicht so weit auseinander, ich kann das nur nicht so schlau ausdrücken.

    Was ich meinte: Entweder der e.V. hat eine rechtliche Handhabe gegen den Antrag und kann diese nun ausspielen (wird von dir bezweifelt, ich habe da einfach keine Ahnung von), oder man wird den Ausgang der MV als Indiz dafür nehmen, dass ein Mitgliedervotum zur Bedingung für die Annahme des Antrags gemacht wird.

  • Ist es nicht so, dass der Antrag von den Drei Parteien (KGAA, Kind, e.V.) gestellt werden musste/wurde und sich die Klage nun auf die Ablehnung bezieht. Wenn der e.V. jetzt den Antrag (sein "Drittel") zurückzieht, entzieht er gleichzeitig der nachgefolgten Klage die Grundlage?

  • Der Artikel in der NP stammt von A. Willeke, dem persönlichen Tennisopfer und der grössten Hofschranze des kindischen Kaisers. Gegen den schreibe ich höchst unabhängig. Dazu hat der sich bisher über weniger Investigativwissen ausgezeichnet als das hannoversche Telefonbuch. Und selbst dieser "Premium-Journalist" schreibt am Ende:

    Zitat


    Aufgrund der Verhandlungsführung des Gerichts ist jedoch kaum noch vorstellbar, dass Kind die Übernahme genehmigt bekommt.

    Ich würde jetzt mal gepflegt die Akten anfordern und dann den Opa fragen, für welchen Preis er den Abflug macht.



  • Ist es nicht so, dass der Antrag von den Drei Parteien (KGAA, Kind, e.V.) gestellt werden musste/wurde und sich die Klage nun auf die Ablehnung bezieht. Wenn der e.V. jetzt den Antrag (sein "Drittel") zurückzieht, entzieht er gleichzeitig der nachgefolgten Klage die Grundlage?


    Genau so würde ich Laie das auch verstehen.


    Warum sonst hätte sich Kind seinerzeit dem Risiko ausgesetzt, den e.V. mit ins Boot zu holen? Er musste ja gemusst haben. Oder wie?!


    Und wenn er den Ausnahmeantrag mit dem e.V. zusammenstellen musste, dieser nun die Klage gegen die Ablehnung zurückzieht - dann ist doch der Fisch geputzt. Oder nicht?


    Vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor. Aber nur so ergibt das für mich Sinn.


    Ich weiß, wir sollen nicht ungeduldig sein und so... Bin ich aber ;)

  • Bei Kinds Antrag auf die Ausnahme von der 50+1-Regel bestätigte Kramer, ins Schiedsgerichtsverfahren eingegriffen zu haben. „Der Aufsichtsrat war da aktiv.“ Kramer sagte, dass der Verein „den Antrag nicht zurücknehmen muss, er kann auch auf ruhend gestellt werden“. Ziel sei es, den Antrag einzusehen. Ansonsten „ist ja klar, wo seit der Wahl die Reise hingeht“.


    https://www.sportbuzzer.de/art…n-der-50-1-frage-bremsen/


    :herz:

  • Ich hatte mich auch kurz gefreut. Aber solange das alles nicht passiert ist, bleibe ich da mal verhalten.

  • Laut Sportbild:


    Das Schiedsgericht hat bereits eine Entscheidung gefällt, die Verkündung aber verzögert.


    Der Vorsitzende des Schiedsgerichts, Herr Steiner, berichtet, dass von Klägerseite beabsichtigt sei, das Verfahren für eine gewisse Zeit zur Ruhe zu bringen. Um intern zu klären, wie es weitergeht. Er erwarte in den nächsten Tagen den Antrag auf Ruhen des Verfahrens. Dann werde die DFL entscheiden, ob sie dem Antrag zustimmt. Lt. Sportbild-Informationen wird sich die DFL nicht querstellen.

  • Das Schiedsgericht hat bereits eine Entscheidung gefällt, die Verkündung aber verzögert


    Warum sollte das Schiedsgericht die Entscheidung denn überhaupt verzögern, wenn es den Antrag eh hätte ablehnen wollen ???

    Einmal editiert, zuletzt von N12 ()

  • Tja, eher nicht. Ich würde das auch so verstehen, das sie gewillt waren den Antrag zu genehmigen, aber in Anbetracht der veränderten Vereinsorgane nicht gegen den Willen der neuen Führung handeln wollen.

  • Außerdem geht man natürlich einer theoretischen juristischen Angreifbarkeit der Entscheidung aus dem Weg, wenn man diese Entscheidung nie treffen musste, weil der Antrag eh ruhend gestellt wurde.