SV Heidenheim gegen Hannover 96 4:0 (1:0), oder wie man sich einen Sonntagmittag versaut

  • Irgendwas läuft schief.


    Die Abwehr ist ein Torso, das Mittelfeld kann die Stürmer nicht einsetzen und die Stürmer sind harmlos.


    Ratlosigkeit allerorten.

  • Man sieht (sah) fast nur Alibifußball. Erschütternd.

    Keine Griffigkeit, kein Biß, kein Bemühen nach vorne. Im Gegenteil, der Gegner rückt ein bisschen raus und man tritt den Rückwärtsgang an. Und immer wieder die sofortigen Rückpässe von Bakalorz.


    Ich hatte mich durchaus gefreut, dass man ihn gehalten hat, aber seitdem bleibt er auch eine Rechtfertigung schuldig, ihn aufzustellen. Übel.

  • Unsere runde saß da und war sprachlos.


    Uns fällt nix mehr ein.

    Sorry wir können einfach nicht mithalten in der Liga. Geschweige denn gewinnen oder irgendwie sowas wie Favorit sein.


    Gruß und Ciao

    Ich mache die Steuer, macht mehr Spaß.

  • Da wird dem Elez nach dem Spiel noch die Jacke angezogen. Das kann doch alles nicht mehr wahr sein. :motzen:Für was bitte?

  • Das ist keine Mannschaft. Man hat den Eindruck die mögen sich auch nicht sonderlich. Und das wiederum ist auch ein Stück weit Aufgabe eines Trainers. Eine verschworene Gemeinschaft formen. Auch wenn ein Trainer(Stab) natürlich nur einer von mehreren Faktoren ist.

  • Die spielen so ein langweiligen Fussball...

    Da ist kein Tempo drin, keine überraschende Aktionen, nichts. Hoffe der neue Trainer findet ein passendes System für die Spieler die er zur Verfügung hat.

  • Das ist doch aber angeblich so eine Charakterstarke Truppe die auch gern was in der Freizeit gemeinsam unternimmt. Also daran kann es ja nun wirklich nicht liegen

    Im Ernst... Nach dem ersten Gegentor sah es ja noch einigermaßen ok aus bis zur Halbzeit, das Bemühen war da und der Ball lief ordentlich. Man hat das Gefühl, wenn sie wie beim pfostentreffer das Tor nicht machen rattert sofort der Kopf von wegen wir können machen was wir wollen es läuft einfach nicht. Und dann kommen die dilettantischen Abwehrfehler dazu. Danach ist dann Hopfen und Malz verloren. Da ist von Charakter nichts zu sehen

  • Ich würde die aktuelle Situation weniger auf Charakterschwächen der Spieler denn auf eklatante Fehlplanungen der Verantwortlichen zurückführen.

  • stehplatz


    ch würde die aktuelle Situation weniger auf Charakterschwächen der Spieler denn auf jahrelange eklatante Fehlplanungen DES Verantwortlichen zurückführen.

    Einmal editiert, zuletzt von N12 ()

  • Niemand, wirklich niemand, bestreitet die Verantwortlichkeit von Martin Kind für die aktuelle Situation. Es ist aber vollkommen naiv, blauäugig und schlichtweg dumm, allen anderen ständig den Persilschein zu erteilen, weil Kind fortwährend Fehlentscheidungen trifft.


    Das war erbärmlich von der Mannschaft. Von vorne bis hinten.

  • Die Anfangsphase war ein heilloses Durcheinander, mit Pech hätte es das 0:4 schon nach knapp zwanzig Minuten gegeben. Danach haben sie sich ein bißchen berappelt. Beziehungsweise, Heidenheim hat 96 den Ball überlassen, um schön kontern zu können. Nach dem Seitenwechsel der gleiche schläfrige Auftritt. Prompt das Gegentor nach einem Eckball, prompt der nächste Platzverweis mit Elfmeter. Da war das Ding dann nach 53 Minuten schon durch.


    Völlig verdient, das 0:4, auch in der Höhe. Das war eher ein Rückschritt.


    96 muß jetzt in sich kehren und wieder in die Spur kommen. Wie in den meisten anderen Saisons auch, ist die zweite Liga sehr eng beisammen. Der Tabellenletzte ist nur vier Punkte weg. Der Tabellensechste auch. Der hat sogar momentan eine negative Tordifferenz. Es ist immer ein Trumpf, wenn man im Abstiegslotto nicht drei aus vier spielen muß, sondern drei aus zehn spielen kann. Nur: Man muß die nötigen Punkte schon selbst holen.


    Deswegen sollte 96 auf sich selbst schauen. Wie kann die Standardgegentorschwäche abgestellt werden. Wie können die vielen Platzverweise vermieden werden. Wie kann 96 vermeiden, den Gegner fünf Mal in 15 Anfangsminuten zum Toreschießen einzuladen. Wie bekommen sie mentale Stabilität hin, um Führungen zu verteidigen und Rückstände aufzuholen. Wie bekommt man die PS so auf die Straße, daß der Gegner unter Druck gesetzt wird und nicht durch unsinnige Aktionen man selbst. Die mäßigen Offensivleistungen müßten dann nur beibehalten werden, dann ist Platz zehn am Ende durchaus drin. Es sind keine Wunderdinge nötig für diese kleine Trendwende. Ich verlange ja keine spektakuläre Aufholjagd auf Platz zwei oder fünf. Ich möchte nur, daß nach 3-5-5 (Siege, Remis, Niederlagen) eine 5-5-3-ähnliche Serie folgt. Und ein solch kleiner Aufschwung ist natürlich drin. Der ist für jeden Zweitligisten zwischendurch mal drin.


    Um mittel- und langfristig wieder nach oben zu kommen, müßte man alles vom Kopf zurück auf die Füße stellen. Zuerst müßte Martin Kind mit seinen Strukturen und Befürwortern weg. Dann müßte man den ganzen Unterbau vom Scouting bis zu den Trainingsplätzen personell und materiell aufstocken. Mit Leuten und Maßnahmen, die gemeinsam in eine Richtung zielen. Dann könnte tatsächlich eine Philosophie anfangen Gestalt anzunehmen. Mit dem Hin und Her, bekannter Trainer, junger Trainer, enteierter Altmanager, enteierter Jungmanager, stabiler Fußball, attraktiver Fußball, wird das nichts. Zum Glück sind Dufner, Bader und Heldt endlich weg. Zum Glück sind Korkut, Frontzeck, Schaaf, Stendel, Breitenreiter, Doll und Slomka endlich weg. Zum Glück sind Joselu, Gülselam, Marcelo, Schmiedebach, Walace, Jonathas, Wood und Schwegler endlich weg? Sie sind alle weg, aber die Probleme sind immer noch da.


    Nein, man muß die Ursachen angehen, nicht an den Symptomen herumdoktern. Es sind nicht nicht nur schon genug Trainer, Manager und Spieler weggegangen. Es waren sogar schon zu viele. Wie viele Leute auf dem Platz und hinter den Kulissen vom Linksaußen über den Trainer- und Ärztestab bis zur Presseabteilung sind schon vierfünf Jahre da? Wie viele wurden quasi im Jahrestakt ausgetauscht oder haben hingeschmissen? Hier wächst nichts. Man gräbt eine Pflanze ein, und wenn sie nach drei Tagen kein Baum geworden ist, rupft man sie wieder raus und gräbt eine neue ein. Im Frühling 2019 hat 96 sogar die Pflanze rausgerupft und dann vier Monate einfach nichts gemacht. Trainersuche, Managersuche, Kaderplanung - pppfffhhh. Die Folgen sehen wir jetzt und die werden wir auch in den nächsten Monaten noch zu sehen bekommen. Die Zahl der Trainer, Manager, Zu- und Abgänge der letzten Jahre spricht insgesamt für sich. Nach jahrelangen Aderlässen jagt ein Umbruch den nächsten.


    16 Verträge laufen 2020 oder 2021 aus, entsprechend viele (ablösefreie) Abgänge kann man erwarten. Selbst wenn ~fünf Verträge verlängert werden sollten, wird die Zahl der ablösefreien Abgänge auf absehbare Zeit recht hoch bleiben. Dann braucht es aber neue Spieler. Die zu finden, ist hier ja immer so ein Problem. Der Trainer ist schon wieder entlassen. Die Stellung des Managers ist zum x-ten Mal klar geworden. Es ist weitgehend egal, wie hier der Sportdirektor heißt. Bei der Art der Trainerfindung ist auch nicht so wichtig, wie der Trainer heißt. Der könnte kurzfristig etwas verbessern. Mittel- und langfristig hingegen ist immer noch keine Trendwende in Sicht. Wie 2015, 16, 17 und 18 auch schon nicht. Und sie kam dann ja auch nicht. Nur kurzfristiges Flickwerk. Fünf Spiele Klassenerhaltsaufschwung unter Tenniszuschauer Frontzeck. Ein halbes Jahr Aufschwung unter Breitenreiter. Der Rest der vielen Jahre war ein Bleiben unter den eigenen Möglichkeiten.

  • Bakalorz nach dem Spiel: die Mannschaft hat die zweite Liga noch nicht angenommen.

    Das war das peinlichste Interview von Ihm überhaupt.

    Wieso?

    Weil's stimmt?


    Oder weil nur wir das sagen dürfen?


    Bzw.: Wir sagen doch so gerne, dass die Mannschaft das nicht rafft, weshalb sie nicht nur unfähig, sondern auch echt dumm und eitel ist!


    Aber nun rafft sie das sogar selber, ist also nur noch unfähig ... und wen - bitteschön - nennen wir denn dann eitel und dumm?

    Das ist keine Mannschaft.

    Genau das ist meiner Meinung nach nach wie vor der entscheidende Punkt. Die Leute, denen man am ehesten Teambuilding auch während der entscheidenden 90+ Minuten zutraut (Prib, Bakalorz, Weydant, Anton, Zieler), sind aufgrund ihrer eigenen Leistungen eben dieser Fähigkeit beraubt. Korb, Elez, Albonorz können das eh nicht. Und der Rest ist entweder viel zu jung (klar, wer gemeint ist) oder zu wenig Teamplayer (Ducksch, Teuchert, Haraguchi).


    Das ist jeweils von außen reingeheimnist, ganz klar. Dennoch: Das kommt halt dabei heraus, wenn Du Sparkurs-Restrampe spielen und wen auch immer nehmen musst und nicht als Zusatzkriterium nach dringend benötigten Charakteren casten kannst.

    Einmal editiert, zuletzt von Zackzack ()

  • Niemand, wirklich niemand, bestreitet die Verantwortlichkeit von Martin Kind für die aktuelle Situation. Es ist aber vollkommen naiv, blauäugig und schlichtweg dumm, allen anderen ständig den Persilschein zu erteilen, weil Kind fortwährend Fehlentscheidungen trifft.


    Das war erbärmlich von der Mannschaft. Von vorne bis hinten.

    So siehts aus. Die Mannschaft wurde oft genug, unter anderem auch von Slomka, in Schutz genommen. Bakalorz hat selbst im Interview zugegeben dass der Trainer nicht das Problem war. Es liegt an der "Mannschaft" selbst, zumindest im Wesentlichen. Die haben scheinbar keinen Bock auf 2.liga und sind sich wohl zu fein für die Tugenden die dort gefragt sind.

  • Es liegt an der "Mannschaft" selbst, zumindest im Wesentlichen. Die haben scheinbar keinen Bock auf 2.liga und sind sich wohl zu fein für die Tugenden die dort gefragt sind.

    D'accord beim ersten Satz. Sehr viel weniger beim zweiten, der eine Interpretation bezüglich Charakterschwäche beinhaltet, die mir so nicht schlüssig erscheint. "Zu fein für ..." meint nämlich wohl, dass die genau das alles besser könnten, nur nicht wollen. Würde ich anders sehen. Es gibt leider genug Spieler, die das nicht anders "können", nur stellst Du Dir ohne Not bitteschön keine Mannschaft aus solchen zusammen. Haben sie dennoch gemacht und zwar weil - meine Mutmaßung - ausgehend von der Bockigkeit und Inkompetenz des einen Wahren/wahren Einen es gar nicht anders ging. Demnach also gewiss nicht "ohne Not".

    Einmal editiert, zuletzt von Zackzack ()

  • Ich war Live dabei. Beim 1: 0 hat man sich den Ball in der eigenen Hältfe an der Aussenlinie klauen lassen. Das war aber auch Pech. Danach hätte es durchaus 1:1 stehen können, nach schnellem Angriff war nur der Pfosten im Weg! Alles weitere hat sich angefühlt, wie Resignation und kein Bock mehr das Dung zu drehen! Sorry , aber wenn's so weitergeht, dann ist die 3. Liga in Reichweite!!!

    Bitte schnell ein guter Trainer anstellen, der den Sauhaufen wieder in die Spur bringt.

    Danke.?