Rauchfrei...aber wie? Gibt es Alternativen?

  • Kann ja gut sein, dass nur ich das merkwürdig finde.

    Beides ist ein Gift.

    Beides macht krank, tötet, kostet Geld (den einzelnen Menschen und die Gesellschaft), ...

    Das eine ist aber meist okay/cool oder gar erstrebenswert, das andere eben nicht.

    Beispiele hier im Forum in diesem Faden oder in jedem EE-Faden.

    Zünde dir beim EE eine Zigarette an. Die Reaktion möchte ich erleben.

    Saufe dich zu, kotze alles voll und zerschmettere drei Gläser und Du wirst Jahre später noch gefeiert.

    Nur diese unterschiedliche Bewertung wundert mich. <–– Es wundert mich nur. Nicht es ärgert mich oder ich verteile es oder was auch immer jemand da jetzt reinliest.

    (Ausgangspunkt war das berechtigte Feiern der beiden aktuellen Quitter, was dann sofort mit einer Aufforderung an die noch existierenden Raucher verbunden war. Ohne das Wissen, ob die überhaupt aufhören wollen.)

    (Ich persönlich mache weder das eine noch das andere. Meine Süchte sind anderer Natur.)

  • Das ist meines Erachtens der erste und fatale Schritt zur Verharmlosung (und zum ggf. Sich-Schön-Reden). Das kann man auf dieser Ebene gar nicht vergleichen. Ich halte zum Beispiel drei Zigaretten täglich für weniger gefährlich als das Gläschen Wein am Abend, zumindest was die Abhängigkeit betrifft. (Was aber ggf. genauso falsch ist.)

  • Ich denke schon, dass die Unterscheidung auch gerechtfertigt ist. Sicher, Suchtkrankheit ist immer scheiße. Im Gegensatz zu Zigaretten sind indes alkoholische Getränke in geringer Anwendung nicht gesundheitsschädlich (angeblich im Gegenteil), und Alkohol hat wohl auch ein geringeres Suchtpotenzial als Rauchen (d.h., Gelegenheitstrinken, ohne alkoholkrank zu werden, ist viel einfacher als Gelegenheitsrauchen, ohne abhängig zu werden).


    Es gab doch gerade erst letztes Jahr eine größere Studie, die belegt hat, dass Alkohol auch in sehr geringem Maße schädlich ist um es mal in einem Satz auszudrücken. Vielleicht finde ich die nachher irgendwo im Netz....für mich, der seit ca. einem halben Jahr keinen Alkohol mehr angerührt hat (Kippen auch nicht) gibts nur einen Weg: weiter machen. Es gibt, wenn man erst mal länger pausiert hat, keine guten Gründe, wieder Alkohol zu trinken.

  • die ersten 24 stunden, 55 min sind um. komischerweise war es gestern beim feiern mit ein paar gläsern wein nicht so schlimm wie jetzt grad. ich glaub, ich hab ganz schon entzug grad. die rituale fehlen mir auch irgendwie. heut morgen bei ka.... hätte ich gern eine geraucht.















    ka.... ist gleich kaffee:D

  • Es gab doch gerade erst letztes Jahr eine größere Studie,

    Ja, eine Übersichtsstudie. Da sind wir indes bei der gleichen Diskussion wie bei den Diesel-Toten, die es "nur" in der Statistik gibt. In der Übersichtsstudie sind z.B. Tote wegen Trunkenheitsfahrten mit dem Auto mitgezählt worden - dass es gesund sei, besoffen autozufahren, hat aber niemand behauptet.


    Ich weiß auch nicht, ob es denn der richtige Ansatz ist, überhaupt nur noch Dinge zu tun, die ohne Zweifel gesund sind. Es gibt durchaus leckere alkoholische Getränke. Und im Allgemeinen ist der Drang, sich gelegentlich zu berauschen, wohl auch in der Natur des Menschen, jedenfalls sind Rauschmittel in allen Kulturen entwickelt worden.

  • Rechtfertige Dich doch nicht so pseudo-wissenschaftlich.

    Stehe halt dazu, dass Du eben auch mal dummes Zeug resp. Fehler machst.

    Aber Du verharmlost, wenn Du das eine als weniger schädlich als das andere bezeichnest und versuchst, eine Art „objektiven Ansatz“ dafür zu benennen.

  • die ersten 24 stunden, 55 min sind um. komischerweise war es gestern beim feiern mit ein paar gläsern wein nicht so schlimm wie jetzt grad. ich glaub, ich hab ganz schon entzug grad. die rituale fehlen mir auch irgendwie. heut morgen bei ka.... hätte ich gern eine geraucht.

    Verschwende einfach nicht so viele Gedanken daran. Dann klappt das von allein.

    Du hast keinen Entzug.

  • Rechtfertige Dich doch nicht so pseudo-wissenschaftlich.

    Stehe halt dazu, dass Du eben auch mal dummes Zeug resp. Fehler machst.

    Aber Du verharmlost, wenn Du das eine als weniger schädlich als das andere bezeichnest und versuchst, eine Art „objektiven Ansatz“ dafür zu benennen.

    Sorry, aber das geht an der Diskussion vorbei. Dass es nicht gesund ist, wenn ich gelegentlich 3 Liter Bier in mich reinschütte, ist wohl relativ klar. Es macht mich aber nicht süchtig, und bei Werbeverboten geht es wohl um Suchtkrankheit und nicht darum, wie gesund etwas im Allgemeinen ist.


    Und es ist doch eben so, dass es haufenweise nicht suchtkranke Gelegenheitstrinker gibt, aber sehr selten Gelegenheitsraucher. Überdies soll auch Gelegenheitsrauchen das Risiko der damit verbundenen Krebserkrankungen signifikant (und auch nicht viel weniger als Kettenrauchen) steigern. Dass zwei Bier am Wochenende das tun, denke ich nicht und geht auch aus der Studie nicht hervor (solange man sich damit nicht ans Steuer setzt).

  • Ohne mich auf eine Seite schlagen zu wollen, darf man in der Diskussion wohl auch nicht vergessen, dass es ein Passivrauchen aber kein Passivtrinken gibt. Von schwangeren Frauen mal abgesehen.

  • Und es ist doch eben so, dass es haufenweise nicht suchtkranke Gelegenheitstrinker gibt, aber sehr selten Gelegenheitsraucher.

    Das wage ich einfach mal zu bezweifeln.

    Und das ist auch wieder viel zu einfach.

    Und DAS ist am Thema vorbei, nicht mein Beitrag. ;- )

  • @ Bronco:

    Naja, was ist aber mit den Passivschäden vom Saufen?

    Kaputte Familie, kaputte Karieren, kaputte Nahverkehrszüge, kaputte Nasen?


    Ich wiederhole mich vielleicht und komme wieder zurück auf die Frage:

    Warum sollte 535 (sorry, wenn ich Dich hier dauernd heranziehe) denn so unbedingt aufhören?

    Er stört mich nicht mit seinem Rauchen. In Kneipen geht er raus, in seinem Haus kann er eh machen, was er will, hier im Forum stört es mich nicht.

    Er sieht nicht scheiße dabei aus und wie schon erwähnt finde ich den Duft seiner Zigarettenmarke (vielleicht auch in Kombi mit seinem EdT) ganz angenehm.

    Dafür labert er mich nicht benebelt voll, haut mir im Suff keine rein, pöbelt nicht andere Leute grundlos an, kotzt und bepisst sich nicht, kreischt als mich nicht als Teil eines JGAs voll...

    Mir ist ein rauchender 535 tausend Mal lieber als alle saufenden Menschen dieser Welt.

  • Irgendwie hast du mit dem letzten Satz ja recht. Wobei mich schon auch Raucher draußen nerven, wenn ich z.B. welchen direkt begegne und den Kram "abbekomme". Übrigens riecht das wirklich gar nicht gut. Der Meinung war ich auch, als ich noch gequalmt habe. Wobei ich natürlich nicht weiß, was 535 raucht. ;)

  • Puh, als Nichtraucher den Rauch eher angenehm zu finden, ist schon fast special interest.

    Puh, schreibe ich das?

    Dann drücke ich mich schlecht aus.

    Der Geruch, der in 535s Klamotten hängt. Erinnert mich an meinen Oppa. Der Geruch! Nicht 535!

    Direkt im Rauch zu sitzen finde ich auch eher semi.

  • :)

    Das meine ich mit "schlecht ausgedrückt".

    Und im direktem Vergleich, also vor die Wahl gestellt, würde ich ein Raucherzimmer einem Säuferzimmer tatsächlich vorziehen.

  • Das erste ist klar. Habe ich auch nie bestritten. Muss ich dir aber ernsthaft den Unterschied zum Passivrauchen erklären?


    Und die restlichen Fragen richten sich nicht an mich, oder?