Beiträge von musketeer54

    Wird es vielleicht. Mein Eindruck ist aber, dass Menschen heutzutage je nach Kontext mal auf der linken und mal auf der rechten Seite der Trennlinie stehen. Früher war das konsistenter und die "Lagerzuordnung" damit einfacher. Ist jedenfalls mein Eindruck.

    Wie lege ich denn meinen Account in dem Onlineshop an? Da ist ein Button für "Login" und ein kleiner für "Passwort vergessen", in anderen Shops ist daneben dann noch ein weiterer, der mit "Registrieren" oder "Account anlegen" beschriftet ist. Sowas finde ich da aber nicht. :ahnungslos:

    Wenn das ein langjähriger User wäre, den widrige Umstände (öffentlicher Dienst und so, kann ja passieren) an die Uni in Kackstadt verschlagen hätten, okay... Aber sich vor einer Woche hier anmelden und dann im ersten und einzigen Beitrag von "unserem geliebten Verein" schwafeln - nee, danke. Geh zurück, wo du herkommst.

    Hm. Ist die Frage. Die Ausnahmeregelung in der Geoblocking-VO gibt das auf den ersten Blick wohl nicht her. Man müsste quasi über Eck argumentieren - die Geoblocking-VO erlaubt das Einschränken von Zahlungsmethoden, SEPA darf nicht eingeschränkt werden, darum dehnt man die Ausnahme in der Geoblocking-VO von den Zahlungsmethoden auf die Belieferung aus. Glaube nicht, dass das vor Gericht zieht.

    Das weiß ich halt nicht, ob sich die Labour Nasen sich nurdem ersten Reverendum verpflichtet sehen, und diesen "Auftrag" jetzt versuchen umzusetzen. Gut, daß die lieber drinbleiben wollen hab ich auch nicht gehört.

    Grundsätzlich ist Labour (zumindest aktuell) insgesamt europafreundlicher als die Tories (als die EU noch eher eine Art Freihandelsprojekt war, war das möglicherweise mal andersrum - habe ich aktuell nicht auf dem Schirm, könnte ich mir aber gut vorstellen). Das Problem ist, dass viele Abgeordnete auch von Labour aus Wahlkreisen kommen, in denen mehrheitlich für den Brexit gestimmt wurde. Da will man es sich natürlich auch nicht mit seiner örtlichen Wählerschaft verscherzen. Zu den Verschränkungen zwischen Brexit, ökonomischen und soziokulturellen Ansichten ist vielleicht die Grafik unter Punkt 3 ganz interessant.


    Was Labour "will", ist unklar. Corbyn scheint mir von Anfang an konsequent dem Umstand Rechnung getragen zu haben, dass die Labour-Wählerschaft selber gespalten ist. Ich habe mal kurz gegoogelt und hier seine Bedingungen für eine Brexit-Unterstützung gefunden, vom Februar. Das wäre, was ich oben als "zahnloser Brexit" beschrieben habe, dicht am norwegischen Modell, Zugang zum Binnenmarkt ohne Mitsprache.


    (Ich habe dunkel in Erinnerung, dass er auch mal offensivere Pläne erwog, die Brexit als Chance für eine Wiederbelebung des Sozialstaates nutzten. Das ist das, was ich weiter oben meinte. Werde jetzt aber nicht danach suchen. Es scheint so, als werde Labor durch die Dynamik der Ereignisse sowieso eher auf die No-Brexit-Seite gedrückt, vgl. hier.)

    Die Financial Times hat gerade eine Serie laufen, in der sie Corbyns Pläne für eine eventuelle Labour-Regierung in ziemlich dramatischer Weise als Ausgeburt der sozialistischen Hölle darstellt :D Die FT ist aktuell auch so ein bisschen schizophren unterwegs. Als liberale Wirtschaftszeitung natürlich von der Klientel her ganz klar eher den Tories zugetan, an denen sie aber momentan auch komplett verzweifelt, denn aus dem gleichen Grund ist sie natürlich für Freihandel, Globalisierung und auch die EU-Mitgliedschaft. Hat sich auch immer klar gegen den Brexit (bzw. nach dem Referendum gegen No Deal) positioniert. Aber Labour? Geht natürlich auch nicht, das sind ja quasi Kommunisten. Schon interessant, wie sich die Linien zwischen den Lagern über die letzten Paar Jahre auf verschiedenen Ebenen ganz neu gezogen haben (passt vielleicht auch zu der Thematik, zu der ich oben die Grafik verlinkt habe).