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Registrierungsdatum: 11. Juni 2008

Verein: Fangfrage !?

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38 581

Dienstag, 30. Oktober 2018, 13:45

Gern geschehen, Schatz. Ich weiß doch um Deine Deutungsdefizite.

Ob die Auswirkungen für die Leute identisch sein werden, wird sich zeigen. Ich glaube, dass der brasilianische Faschist den Javez Chavez ganz locker toppen wird, was das Thema Menschenrechte, etc. anbelangt.
Der Mensch an sich lebt nicht nur ökonomisch, auch wenn ich weiß, dass Venezuela in Richtung Diktatur bewegt. Das hat aber seine Ursachen wohl hauptsächlich in den ökonomischen Fehlern, während in Brasilien direkt eine Militärdiktatur droht, weil der neue starke Mann sie als Ziel ausgibt.

Du willst mir nicht erzählen, dass Du die Unterschiede in der Rhetorik nicht hörst, oder?

Die Amerikaner werden einen Diktator, der ihnen nützt, nicht angehen. Davon wird's also abhängen (nach meiner bescheidener Ansicht).
»Always code as if the guy who ends up maintaining your code will be a violent psychopath who knows where you live«
kalsarikännit!
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »prickelpit96« (30. Oktober 2018, 16:34)


Juk96

96er

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38 582

Dienstag, 30. Oktober 2018, 16:07

Das hat aber seine Ursachen wohl hauptsächlich in den ökonomischen Fehlern


Das mag ein Grund sein, aber ob es auch der Hauptgrund ist? Der große Bruder im Norden wird keine Regierung im Süden dulden die versucht das eigenen Land zu emanzipieren. Und unterstützt immer die Eliten, die die Rohstoffe zugunsten der eigenen Lobby vernünftig bedient. Gerade was Venezuela anbelangt gab es dazu mal eine tolle Doku ...



Soll nicht heißen, dass ohne diese extremen Einmischungen dort blühende Landschaften herrschen würden .... aber zu sagen: "Die sind einfach nur zu doof ihre Wirtschaft ordentlich aufzubauen." ist glaube ich auch zu kurz gesprungen.

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38 583

Dienstag, 30. Oktober 2018, 16:35

Guter Punkt! Die Doku werde ich mir anschauen.
Wird locke aber bei seinem monochromen Weltbild nicht helfen.
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38 584

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:14

Ich muss mal etwas den Fokus auf die Heimat legen. Und gleich wieder etwas weg, nur nicht so weit, nämlich zur CDU. Da tun sich tatsächlich Leute auf, die den Merz ganz supi finden. Verstehe ich nicht. Der hat 15 Jahre den Schwanz vor einer Frau eingezogen, und soll jetzt Heilsbringer sein? Selten so gelacht. Da kann man ja gleich Lindner wählen. Der ist genauso scheiße, traut aber wenigstens das zuzugeben.
... in the streets


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38 585

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:21

Das darf man so sehen.
Was ist denn aus denen geworden, die nicht mit Merkel auf einer Linie lagen und nicht den Schwanz eingezogen haben?
Edit: Und was soll eigentlich das "vor einer Frau"?
Und jetzt wird gekackt !

Stephan535

Moderator

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38 586

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:22

Der hat 15 Jahre den Schwanz vor einer Frau eingezogen

Vor einem Mann wäre besser?

:grübel:
OpSR: 104,0
Uncool since 1970

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38 587

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:35

Der hat 15 Jahre den Schwanz vor einer Frau eingezogen, und soll jetzt Heilsbringer sein? Selten so gelacht. Da kann man ja gleich Lindner wählen.
Das ist doch nun wirklich nicht das Problem. Der ist der übelste Transatlantiker und Neoliberale, der hier rumkraucht.

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38 588

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:52

Das Zitieren klappt hier leider nicht, deshalb erstmal die Antwort für sasa (zweite Frage): es war wohl gerade kein Mann da, deshalb.

Und an Stephan: vermutlich nicht, aber die Frage sollte man ihm selbst stellen. Ich habe noch nie jemanden so den Schwanz vor einem Mann einziehen sehen, der sich danach zurück auf eine Bühne getraut hätte. Nun traut sich ausgerechnet einer zurück, der den Schwanz vor einer Frau eingezogen hat. Ich finde das gleichermaßen bemerkenswert wie hochpeinlich.
... in the streets

Juk96

96er

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38 589

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20:44

Das ist doch nun wirklich nicht das Problem. Der ist der übelste Transatlantiker und Neoliberale, der hier rumkraucht.


Ich mit meinem Aluhut würde sagen, dass er genau deswegen bessere Chancen hat als vielleicht erwartet. Mal schauen wen Springer favorisiert und pushed. Der Spiegel schreibt ja schon, dass sich die Mehrheit den Merz wünscht. :lookaround:

Edith sagt: Bei Bild natürlich auch angeblich über 70% für Merz. Der wird jetzt als interner CDU Merkel Jäger gepushed ... :engel:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Juk96« (30. Oktober 2018, 20:55)


Dahl

96er

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Wohnort: Dresden

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38 590

Dienstag, 30. Oktober 2018, 21:16

Kann sein, dass das ausgeht wie bei Schulz. Kurzer Hype, wenn man ihn näher kennt, ist es schnell aus. Schon seine vielfältigen Tätigkeiten für Wirtschaft und Finanzindustrie dürften ein interessanter Stoff zum Nachbohren sein.
Hinzu kommt: Merz ist wirtschaftsliberaler, als es Merkel 2005 war; damit hat sie bei ihrer ersten Bundestagswahl kräftig verloren und danach nie mehr auf der Klaviatur gespielt. Dürfte für Merz so ähnlich ausgehen. Seit der Finanzkrise und mit der sozialen Verunsicherung auch der Mittelschicht dürfte es mit solchen Positionen noch schwieriger geworden sein.

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38 591

Dienstag, 30. Oktober 2018, 21:18

Wir haben also seit 2005 keine wirtschaftsliberale Politik???

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38 592

Dienstag, 30. Oktober 2018, 21:52

Kannst Du mal den Satz zitieren, in dem er das schreibt? Oder lieber doch noch mal genau lesen?
"I do not care if the guy is yellow or black, or if he has stripes like a fuckin' zebra. I'm the manager of this team, and I say he plays."
(Leo Durocher, Brooklyn Dodgers, 1947)

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38 593

Dienstag, 30. Oktober 2018, 22:53

Die Aufgabe solltest Du selbst lösen können - und jeder Zweitklässler.

Dahl

96er

Registrierungsdatum: 22. Dezember 2013

Wohnort: Dresden

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38 594

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 08:14

Für Merz und Merkel 2005 habe ich den Komparativ verwendet - schließt also nicht aus, dass sie weiterhin einen wirtschaftsliberalen Kurs verfolgte, aber nicht solch einen radikalen, wie eigentlich angedacht.

Registrierungsdatum: 13. August 2005

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38 595

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 10:57

Da verstehe ich "Nie Mehr auf der Klaviatur gespielt" anders.

38 596

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 11:12

Und gleich wieder etwas weg, nur nicht so weit, nämlich zur CDU. Da tun sich tatsächlich Leute auf, die den Merz ganz supi finden. Verstehe ich nicht. Der hat 15 Jahre den Schwanz vor einer Frau eingezogen, und soll jetzt Heilsbringer sein? Selten so gelacht.


Ich wundere mich, worüber du so lachen kannst.
In der Tat: "es tun sich Leute auf, die Merz supi finden". Und zwar ne ganze Menge und nach meinen Infos eine überwiegende Mehrheit.

Zu Merz findet sich bei wiki:

Zitat

Übersicht / Grundsätzliche Einstellung
Die Schwerpunkte in der politischen Arbeit von Merz waren die Finanz-, die Sicherheits- und die Familienpolitik.[25] Merz war Teil des wirtschaftsliberalen Flügels seiner Partei. Er setzte sich für verschiedene Deregulierungen und Privatisierungen ein. Weiter plädierte er für Kürzungen von Sozialleistungen und befürwortete Gentechnologie und Kernkraft.

Genaue Quellen werden nicht angegeben oder habe ich nicht gefunden.
Daher nehmen wir mal an, dass da so stimmt. Daher würde ich es gut finden, wenn Merz es wird. Gleichzeitig lehne ich die Positionen von Merz ab. Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch: ich verspreche mir von Merz als CDU-Vorsitzender, dass es in der politischen Diskussion (vor allem in der Breite) wieder mehr abgrenzendes Profil gibt, die Unterschiede zwischen rot, grün und schwarz wieder deutlich werden und der Wähler wieder klarere Alternativen hat ohne dafür AFD wählen zu müssen. Deutlich voneinander unterschiedliche Pole und Konturen der einzelnen Parteien vernichten den derzeit vorhandenen Politikbrei und die Beliebigkeit, die ein Grund für die Politikverdrossenheit ist. Das stärkt die Demokratie und gleichzeitig wird durch die Polarisierung die AFD gestutzt.

4no1

96er

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38 597

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 12:47

Und das würde vermutlich nicht eintreten, wenn die jetzige Generalsekretärin die Nachfolgerin Merkels werden würde.
..and the people bowed and prayed to the football god they made..

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38 598

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 14:46

Da verstehe ich "Nie Mehr auf der Klaviatur gespielt" anders.

Das kann man auch so interpretieren, dass sie nicht mehr versucht hat, mit neoliberaler Wirtschaftspolitik Stimmen zu bekommen (sondern die eher geräuschlos weitergefahren hat). Das passt dann auch zum Rest von Dahls Posting.
"I do not care if the guy is yellow or black, or if he has stripes like a fuckin' zebra. I'm the manager of this team, and I say he plays."
(Leo Durocher, Brooklyn Dodgers, 1947)

Dahl

96er

Registrierungsdatum: 22. Dezember 2013

Wohnort: Dresden

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38 599

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19:19

Genau so.

Registrierungsdatum: 11. Juni 2008

Verein: Fangfrage !?

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38 600

Donnerstag, 1. November 2018, 08:28

Sehr lesenswerter Artikel (Essay) auf zeit.de zur ggf. anstehenden Neuausrichtung der CDU/CSU.
Im Kern geht's um die Leute innerhalb der Union, die jetzt hoffen, dort den lange ersehnten Rechtsruck vollziehen zu können. Kollege Leitkultur (den Rodemeyer für mich treffend eingeordnet hat, und dessen Profil ich gerne um 'Cum Ex-Protagonisten' erweitern möchte), der hochkompetente ehemalige Verkehrsminister und der rechte Flügelstürmer Spahn machen sich auf, die liberale Bundesrepublik umzukrempeln.
Lesen lohnt! Nicht, um reflexartig den kopf zu schütteln, sondern um sich klar darüber zu werden, was in Zukunft auf uns zukommen könnte. Egal, wie man das dann persönlich bewertet.

Dass die CSU ihr Hinterteil bereitwillig in Richtung Kurz und Orban reckt, war quasi der realpolitische Startschuss.

Zum Thema Merz fällt mir noch die Steuererklärung auf dem Bierdeckel ein. Grundsätzlich klingt es charmant, den Wust an Steuergesetzen zu beseitigen. Wenn das aber darauf hinausläuft, der Finanzwirtschaft die Freiheiten einzuräumen, sich an den Steuereinnahmen des Bundes zu bedienen, und das auch noch als Cleverness zu verkaufen, dann will ich Merz und seine Jungs nicht mal als Klosteinvorkoster im Bundestag sehen.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass mir ein Deutschland nach den Spahnschen Vorstellungen zuwider ist. Rückkehr zum Nationalen? Europa als reine Trutzburg? Weg von Empathie und Verantwortung für die Armen und Schwachen? Weniger Parlamentarismus, dafür mehr Durchregieren der starken Elite? :zeigefinger: :kotzen:

Auf der anderen Seite, und das zeigt, dass es meist auch eine positive Seite bei allem Negativen gibt, könnte ein Rechtsruck der Union das Profil der SPD wieder schärfen. Sofern sie sich darauf einigen kann, wieder den Gegenpol einnehmen zu wollen und sich vom Erbe der Schröderschen Politik zu lösen.
»Always code as if the guy who ends up maintaining your code will be a violent psychopath who knows where you live«
kalsarikännit!
Augen wie Kekse
Jede Theke träumt von einem Bier, warum, Du Nutte, träumst Du nicht von mir?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »prickelpit96« (1. November 2018, 09:44)