"Kind muss weg" ist gleichzeitig 96-Wort und 96-Unwort des Jahres 2014!

Das gab es hier noch nie: Bei der Wahl zum "96-Unwort des Jahres" und zum "96-Wort des Jahres" war für das abgelaufene Jahr 2014 jeweils der exakt gleiche Vorschlag siegreich. Nämlich der Slogan "Kind muss weg", mit dem einige Fans immer wieder ihre Unzufriedenheit über die Vereinsführung in komprimierter Weise auszudrücken versuchen. In beiden Fällen hatte "Kind muss weg" die Nase deutlich vorne (42 Prozent beim Unwort bzw. 50 Prozent beim Wort). Hieraus wird sehr gut deutlich, wie sehr das Wirken von 96-Präsident Martin Kind die Fanszene zu spalten in der Lage ist.

Weit abgeschlagen auf Platz 2 landet bei der Wahl zum Unwort mit 17 Prozent der knapp 1.000 Stimmen der Begriff "Premiumprodukt", der von 96-Präsident Martin Kind gerne genutzt wird. Kurz dahinter liegen mit 14 Prozent die "Marodierende Horden". Diese Bezeichnung soll Sportdirektor Dirk Dufner im Zusammenhang mit dem stark reglementierten Karten-Vorverkauf für das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig in Bezug auf die 96-Fans verwendet haben, was ihm bis heute von vielen nachgetragen wird.

Die Ergebnisse zum "Wort des Jahres" brigt weit weniger Zündstoff in sich. Hier erwies sich neben dem Komflikt um 96-Präsident Martin Kind die Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Titelgewinn der Deutschen Nationalmannschaft als prägend. Denn auf Platz 2 landete der Begriff "Weltmeister-Torwart", der in Hannover selbstverständlich auf 96-Torhüter Ron-Robert Zieler bezogen wird. Ergebnis "96-Wort des Jahres 2014", Ergebnis "96-Unwort des Jahres 2014"

Wie stehst Du zur Rückkehr von Didier Ya Konan?

Ich halte ihn für einen absoluten Gewinn.
30% (180 Stimmen )
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44% (264 Stimmen )
Ich halte den Transfer für unnötig.
25% (150 Stimmen )
Abgegebene Stimmen: 594

Hannover 96 holt Didier Ya Konan zurück

Das ist eine faustdicke Überraschung: Didier Ya Konan kehrt zurück zu Hannover 96! Erst vor einem halben Jahr war der Angreifer - vermutlich primär finanziell motiviert - nach Saudi Arabien gewechselt, nachdem er zuvor bereits seit 2009 für die Roten gegen den Ball trat.

100-prozentig fit für die Bundesliga ist er aber offenbar nicht. Laut Hannover 96 wird er zunächst ein individuelles Vorbereitungsprogramm absolvieren, um dann ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Zum Rückrundenauftakt beim FC Schalke 04 ist somit wohl noch nicht mit ihm zu rechnen und auch sein Einsatz im darauffolgenden Heimspiel gegen Mainz dürfte ungewiss sein.

Der neue Vertrag des 30-jährigen Ivorers bei den Roten läuft zunächst nur bis zum Ende der laufenden Bundesliga-Saison. Somit besteht für die Niedersachsen ein überschaubares finanzielles Risiko, falls Ya Konan nicht einschlagen sollte. Es besteht aber eine Option auf Verlängerung. Forum, Transfers

Hannover 96 lässt Stojanovic-Transfer platzen

In den letzten Tagen zeichnete sich bei Hannover 96 ein weiterer Neuzugang ab: Vom slowenischen Erstligisten NK Maribor sollte Rechtsverteidiger Petar Stojanovic kommen. Mit dem 19-Jährigen war sich 96-Sportdirektor Dirk Dufner offenbar bereits einig. Denn der Medizincheck war absolviert und Stojanovic landete bereits mit gepacktem Koffer in Hannover.

Doch dann machte doch noch der abgebene Club, der mit dem Spieler einen Vetrag bis zum Jahr 2017 besitzt, einen Strich durch die Rechnung und wollte offenbar eine noch höhere Ablösesumme erhalten, als bisher verhandelt wurde. Hannover 96 ließ den Transfer daraufhin platzen. Forum I, Forum II, Forum III

Hannover 96 spendet für ab sofort verkaufte Mainz-Tickets

Vor dem Hintergrund der "Pegida"- bzw. "Hagida"-Demonstrationen, will Hannover 96 das kommende Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 dafür nutzen, ein Zeichen gegen diese "Bewegungen" zu setzen. Unter dem Motto "96 bekennt Farbe gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus: Hannover ist bunt!" kündigt der Club an, ein klares Bekenntnis für Toleranz und Vielfalt abzugeben.

Im Rahmen dessen kündigte Hannover 96 an, von jedem ab sofort verkauften Ticket für das Mainz-Spiel 5 Euro (bzw. 2,50 Euro bei ermäßigten Tickets) an die Initiative "96-Fans gegen Rassismus" sowie die Organisation "Laut gegen Nazis" aufzuteilen.

Ein etwas schaler Beigeschmack entsteht dadurch, dass man betont, dass nur ab sofort verkaufte Tickets von dieser Aktion berührt werden. So entsteht für manch einen der Eindruck, als sei dies ein Stück weit auch eine verkaufsfördernde Maßnahme für ein Heimspiel, das wohl nur auf mäßigen Zuspruch stößt (Dienstag-Abend-Spiel im Winter gegen einen begrenzt attraktiven Gegner). Für bereits verkaufte Tickets wie die Dauerkarten (die die deutliche Mehrheit der Tickets ausmachen) wird also nichts gespendet. Hannover 96 würde es noch etwas besser stehen, einfach alle Tickets einzubeziehen (wenn auch mit einem geringeren Betrag) oder aber unabhängig von der Zuschauerzahl etwas zu spenden. Die Unterstützung würde dann sicherlich als weitaus glaubwürdiger empfunden, wenn man sie nicht an eigenen Vorteil (wie hier zusätzliche Kartenverkäufe) knüpfen würde.

Nichts desto trotz ist es ein positives Zeichen. Und auch hier kann man es so sehen, dass der Zweck die Mittel heiligt. Sobald Geld für diese unterstützenswerten Initiativen abfällt hat es schon etwas positives gebracht. Forum

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