Martin Kind muss länger auf 50+1-Entscheidung warten

Die von Martin Kind angestrebte Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung wird nun möglicherweise noch aus einem weiteren Grund zur Hängepartie. Denn wie die Bild-Zeitung berichtet, will die für die dafür zuständige Deutsche Fußballliga (DFL) wohl doch keine schnelle Entscheidung treffen, von der zunächst alle ausgegangen waren.

Offenbar ist man bei der DFL nach Presseberichten über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme durch Martin Kind verunsichert. Zudem gibt es zur Thematik laufende juristische Auseinandersetzungen (die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt), deren Ausgang die DFL möglicherweise abwarten will.

Für die Verfechter der 50+1-Regel bei Hannover 96 ist dies ein leiser Hoffnungsschimmer. Denn so dauert es doch noch etwas länger als befürchtet, bis weitere Tatsachen geschaffen werden. Forum

Hannover 96 besiegt Hoffenheim im Schnee mit 2:0

Unter überaus schwierigen äußeren Bedingungen kam Hannover 96 am Sonntagnachmittag zu einem 2:0-Erfolg über die TSG 1899 Hoffenheim. Auf über weite Strecken schneebedecktem Rasen und bei teils starkem Schneegestöber war ein hochklassiges Spiel kaum möglich.

Etwas Glück hatten die Roten in der ersten Halbzeit als das Schiedsrichtergespann trotz des Schneegestöbers den Durchblick behielt: Einem Treffer der Hoffenheimer lag eine knappe Abseitsstellung zugrunde, die korrekt erkannt wurde. Ansonsten waren Torgelegenheiten in der ersten Hälfte auf beiden Seiten Mangelware.

Die zweite Halbzeit begann dafür gleich mit mehreren Chancen. Allerdings zunächst nur für die Gäste, die jedoch keine der Chancen verwerteten. Deutlich effektiver zeigten sich hingegen die 96er, die in Person von Niclas Füllkrug in der 59. Minute erfolgreich einnetzten, was zu diesem Zeitpunkt sowohl glücklich als auch überraschend war.

In der Folge hatten die Hoffenheimer zwar noch einmal eine gute Chance, aber das war es dann auch. Durch den eingewechselten Martin Harnik machte Hannover 96 dann kurz vor Schluss mit dem 2:0 den Sack zu.

Hannover 96 mit verdienter aber "knapper" 1:3-Niederlage in München

Hannover 96 erreichte am Samstagnachmittag eine durchaus akzeptable 1:3-Niederlage beim FC Bayern München. Dabei wäre sogar noch durchaus mehr für die ersatzgeschwächten Niedersachsen drin gewesen. Auch wenn die Gastgeber insgesamt deutlich überlegen waren, sodass die Niederlage für 96 auf jeden Fall in Ordnung geht.

Doch bis kurz kurz vor Spielende war das Zwischenergebnis noch sehr knapp: Es stand nur 1:2, bis die Bayern einen Foulelftemer zugesprachen bekamen und in der 87. Spielminute verwandelte. Zur Halbzeitpause hatte es zudem noch 1:1 gestanden. Die Führung der Gastgeber glich Charlison Benschop in seinem ersten Saisonspiel, das er von Beginn an bestritt, nach einer Ecke per Kopfball aus.

Kurz zuvor hatte Hannover 96 durch einen Foulelfmeter schon einmal eine dicke Gelegenheit zum Ausgleich. Diesen verwandelte Niclas Füllkrug zunächst zwar, doch der Treffer galt nicht, da zu gleich mehrere Spieler zu früh in den Strafraum eindrangen. Die Wiederholung des Strafstoßes vergab Füllkrug dann.

Hängepartie um Horst Heldt findet nach Köln-Absage abruptes Ende

Nach einer mehr als einwöchigen Hängepartie bleibt Horst Heldt nun doch bei Hannover 96. Zuvor hatte der Tabellenletzte 1. FC Köln sein Interesse am 96-Sportdirektor geäußert und auch Horst Heldt liebäugelte öffentlich mit einem Wechsel. Im Wege stand dabei jedoch seine Vertragslaufzeit bis ins Jahr 2020 bei Hannover 96.

96-Klubchef Martin Kind machte öffentlich schnell klar, dass er Horst Heldt nicht ziehen lassen will. Da solche Stellungnahmen im Fußball-Business nicht ungewöhnlich sind (insbesondere um eine möglichst hohe Ablösesumme herauszuholen), beendete das die Spekulationen aber nicht. Zumal Horst Heldt in diesem Zusammenhang auch ein klares Bekenntnis zu Hannover 96 und gegen einen Wechsel schuldig blieb.

Martin Harnik gegen Stuttgart zu spielerisch

Hannover 96 sicherte sich am Freitagabend nach 0:1-Rückstand durch einen Treffer von Niklas Füllkrug noch einen Punkt gegen Mitaufsteiger VfB Stuttgart. Den Ausgleich erzielte der eingewechselte Angreifer eine Viertelstunde vor Abpfiff per Foulelfmeter.

Zunächst waren die bis dahin auswärts noch punktlosen Schwaben nach einem Fehler von Philipp Tschauner in Führung gegangen. Der 96-Torhüter ließ einen Distanzschuss in der 24. Minute direkt vor die Füße eines Gegenspieler abklatschen, der diese Gelegenheit gerne annahm.

Für Aufregung sorgte außerdem noch 96-Torjäger Martin Harnik, der eine Riesenchance vergab, da er den Ball offenbar per Hackentrick einnetzen wollte, statt ihn konventionell und sicher zu verwandeln. Das war bereits in der 7. Spielminute; Hannover 96 hätte zu diesem Zeitpunkt in Führung gehen können.

Insgesamt geht das Unentschieden aber in Ordnung. Beide Team waren bemüht in Richtung des gegnerischen Tores uns insgesamt gab es auf keiner der beiden Seite ein klares Chancenübergewicht.

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