Kind-Kritiker setzen sich auf 96-Mitgliederversammlung klar durch

Bei der Mitgliederversammlung von Hannover 96 setzten sich am Samstagnachmittag die Kandidierenden der "Kind-kritischen" IG Pro Verein 1896 durch. Alle fünf Posten des Aufsichtsrates sind nun mit von der IG empfohlenen Personen besetzt: Carsten Linke, Jens Boldt, Nathalie Wartmann, Ralf Nestler und Lasse Gutsch.

Sie vereinten deutlich mehr Stimmen auf sich als die fünf Kandidierenden, die als "Kind-freundlich" gesehen werden. Zwischen dem "schwächsten" Kandidaten der IG Pro Verein 1896 und dem "besten" Kandidaten des gegnerischen Lagers liegen immerhin 460 Stimmen. Ein mehr als deutliches Ergebnis.

Der neue Aufsichtsrat wählte bereits - wie angekündigt - das bisherige Aufsichtsratsmitglied Sebastian Kramer zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Vereins, der damit Martin Kind in dieser Funktion folgt. In den kommenden Wochen wird er satzungsgemäß weitere Vorstandsmitglieder vorschlagen.

Wie schon im letzten Jahr, wurden dem bisherigen Aufsichtsrat sowie dem bisherigen Vorstand erneut die Entlastung verweigert. Üblicherweise ist die Entlastung eine reine Formalie. Die abermaligen Nicht-Entlastungen zeugen von einer tiefen Unzufriedenheit der Mitglieder mit der Arbeit der bisherigen Führungsorgane des Vereins. Forum

Hannover 96 verliert Testspiel in Bielefeld mit 0:5

Hannover 96 nutzte die Länderspielpause für ein Testspiel bei Zweitligist Arminia Bielefeld. Doch leider konnten die Roten in diesem Test weder Selbstvertrauen tanken, noch etwas neues ausprobieren. Im Gegenteil: Am Ende unterlagen die 96er beim Zehnten der zweite Liga mehr als deutlich, nämlich mit 0:5. Und das fast im "Bestbesetzung", denn mehrheitlich kamen Spieler des Bundesligakaders zum Einsatz. Forum

IG Pro Verein 1896 präsentiert eigenen Vorstands-Kandidaten für Hannover 96 e. V.

Knapp eine Woche vor der Mitgliederversammlung hat nun auch die IG Pro Verein 1896 auf ihrer Homepage den eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Martin Kind als Vorstandsvoristzenden des Vereins vorgestellt. Es handelt sich dabei um das aktuelle Aufsichtsratsmitglied Sebastian Kramer. Damit erklärt sich auch, warum er nicht erneut für den Aufsichtsrat von Hannover 96 kandidiert - er strebt nach dem Vereinsvorsitz.

Der 42-Jährige wird manch einem noch ein Begriff als ehrenamtlicher Fanbeauftragter der Roten sein. Dieses Amt hatte er zehn Jahre lang inne. Zudem war er Mitbegründer des Fandachverbandes "Rote Kurve", bei dem er auch Vorstandsvorsitzender war.

Seine Engagement für Hannover 96 ist allgemein anerkannt. Daher wurde ihm bereits vor zehn Jahren vom 96-Vorstand die Vereinsmitgliedschaft auf Lebenszeit verliehen. Forum

War der Trainerwechsel bei Hannover 96 nötig?

Amtsgericht verhängt 25.000 Euro Zwangsgeld gegen Martin Kind

Bezüglich des kürzlich ergangenen Gerichtsurteils auf Herausgabe der Mitgliederliste erhöht sich auf Martin Kind nun der Druck, diesem Urteil auch mit Taten zu entsprechen. Denn bislang bleibt der Verein die Herausgabe zwecks der Vorstellung der Aufsichtsrats-Kandidierenden der IG Pro Verein 1896 sowie des Zukunftskonzepts für Hannover 96 schuldig.

Wie die IG Pro Verein 1896 auf ihrer Homepage schreibt verhängte das Amtsgericht gegen Martin Kind in seiner Funktion als Präsident des Vereins nun ein Zwangsgeld in Höhe von 25.000 Euro. Dabei handelt es sich um das höchstmögliche Zwangsgeld, was zum Ausdruck bringt, welche Bedeutung dieser Sachverhalt nach Ansicht des Gerichts hat.

Zuvor war durch den Verein gegenüber einem Gerichtsvollzieher die Herausgabe der Mitgliederdaten verweigert worden. Daher wurde nun als nächster Schritt das Zwangsgeld verhängt. Sollten die Daten weiterhin nicht ausgehändigt werden, droht die Verhängung weiterer Zwangsgelder. Mit einer einmaligen Zahlung wäre Martin Kind also nicht "raus aus der Nummer", sondern es ist ja eben genau der Sinn eines Zwangsgeldes, dass eine bestimmte Handlung "erzwungen" (im Unterschied zu einem Bußgeld, nach dessen Zahlung der Fall "erledigt" wäre). Jedoch läuft angesichts der kurz bevorstehenden Mitgliederversammlung dennoch die Zeit davon. Hannover 96 bzw. Martin Kind scheint die Angelegenheit bewusst "aussitzen" zu wollen.

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