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Meine zehn Thesen zum Sieg in Bochum

1. Da lohnt es sich doch, Fan von Hannover 96 zu sein. Eine Saison mit viel Leid, Enttäuschung und Frustration ... und am Ende die Erlösung. Steinbrocken sind wohl allen vom Herzen gefallen, ein großartiges emotionales Erlebnis.
2. 96 konnte unter extremen Druck eine gute Leistung abrufen, anderes als der verkrampfende Gegner. Sehr hilfreich war es natürlich, dass 96 in Führung gegangen ist.
3. Die Abwehr hat zu null gespielt, erst zum zweiten Mal in der Rückrunde. Die Innenverteidigung stand sicher gegen den harmlosen Gegner, auch auf den Außenpositionen ist wenig angebrannt.
4. Florian Fromlowitz mit einer guten Leistung und dem Bild des Spieltags schlechthin beim Abpfiff. Das war Broadway!!

Meine 10 Thesen zum Sieg gegen Mönchengladbach

1. Schön wars. Und Spaß hat es gemacht.
2. Die Mannschaft hat sich mit ihrer beherzten Leistung eine bessere Ausgangsposition für das Abstiegsendspiel herausgespielt.
3. Mehr denn leider auch nicht. Das verbesserte Torverhältnis wird 96 nicht helfen. Und wenn in Bochum verloren wird, muss 96 auf den 1. FC Köln hoffen. Und da muss man skeptisch sein.
4. Die Leistung jedenfalls war gut, auch wenn der Gegner nicht dagegen gehalten hat. Da konnte sich auf einmal auch das Mittelfeld zeigen, dass es harmonieren und ein Spiel dominieren kann.

Kommentar: (An)Spannung pur am vorletzten Spieltag

In den letzten vier Partien gegen Hamburg (0:0), Schalke (4:2), Bayern (0:7) und Leverkusen (0:3) wurde die Mindestanforderung von vier Zählern erreicht; das war nötig, um die Heimniederlage gegen Köln wettzumachen und die Hoffnung auf den Ligaverbleib aufrecht zu erhalten. Diese vier Partien waren abermals eine Achterbahnfahrt der Gefühle, von einer Abwehrschlacht über einen überzeugenden Sieg und eine derbe Klatsche bis hin zu einer passablen Leistung ohne Fortune war alles dabei. Die Fans, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, betätigen sich derweil in einer Art von fortgeschrittener Gymnastik, vor allem im Daumendrücken, Applaudieren, Aufstampfen und Hände-über-den-Kopf-Zusammenschlagen. Diese Saison ist nichts für schwache Nerven.

Meine 10 Thesen zur Niederlage in Leverkusen

1. Die Niederlage war zu erwarten, die Leistung ist allerdings nicht leicht einzuschätzen. Jedenfalls deutlich besser als bei den Bayern.
2. Was gestimmt hat, war der Einsatz. Schlimm, dass das nicht selbstverständlich ist, aber immerhin.
3. 96 hat couragiert nach vorne gespielt, konnte aber die defensiv stabile Leverkusener Mannschaft selten in Gefahr bringen. Ist ja auch eine gute Abwehr.
4. Hinten war 96 leider bei Kontern anfällig. Die Leverkusener haben ja auch gute Stürmer.

Meine 10 Thesen zur Niederlage in München

1. Fangen wir mit dem Positiven an: Die Situation von 96 im Abstiegskampf hat sich kaum verschlechtert. Hertha ist so gut wie abgestiegen, Bochum hat verloren. Nur Freiburg hat gewonnen, aber immerhin gegen Nürnberg.
2. Somit sind die Plätze 14 und 15 nur einen Punkt weg. Und immer daran denken: Für Platz 16 muss 96 im Krisenquartett nur nicht die schlechteste Mannschaft an den letzten drei Spieltagen seien.
3. Punktehalber war für 96 in München nichts drin, aber der Auftritt war demütigend.
4. 96 könnte gleich nochmal bei den Bayern spielen und würde wieder eine Klatsche bekommen. 96 war einfach nur überfordert. Über neunzig Minuten von hinten bis vorne.

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