Weblog von Holly

Hollys 96-Vorhersage: Die Roten auf dem Weg durch die Niederungen des kommerziellen Fußballs – Stendel in the Wind 2016

05. August 2016
Verteufelt schwerer Auftakt auf dem sagenumwobenen Betzenberg, aber zum Glück is dort nich Fritz Walter, sondern Felix Klaus sein Wetter und der pausbäckige Ur-Niedersachse zeigt schon früh, dass mit ihm in dieser Saison zu rechnen sein könnte.

Die Höhenlage scheint sich positiv auf seinen Gleichgewichtssinn auszuwirken und so steht es nach 3 bis 4 gelungenen Dribblings zur Halbzeit bereits 2:0, was die mitgereisten 5.000 96-Anhänger in beste Weinkonsumlaune versetzt.

Die 2. Hälfte plätschert dann allerdings so vor sich hin wie eine FCK-Plastikente in einem See aus Pfälzer Tränen, aber mit einem insgesamt ungefährdeten Auswärtssieg setzt sich die niedersächsische IG ‚Sofortiger Wiederaufstieg‘ zunächst mal vorne fest – man ging als Fan in den letzten 12 Monaten schon unzufriedener in’s Wochenende...

Hollys 96-Vorhersage: Chronik einer angekündigten Animosität

8.11. – ein regnerischer Freitagabend mitten im Herzen Niedersachsens

20.30 Uhr
Der Anpfiff verzögert sich wegen des großen Zuschauerinteresses um wenige Minuten - Gelegenheit für beide Fanlager, ein paar bunte Leuchteffekte aus der Kategorie ‚Laternenumzug 2.0’ zu produzieren und dabei Verbalinjurien auszutauschen, gegen die der Haarmann-Song klingt wie ein launiger Karnevalsschlager. Der Stadionsprecher bittet in gewohnt unpassender Stimmlage um Mäßigung.

20.42 Uhr
Endlich betreten die Teams den Rasen – die Hauptstädter werden angeführt von ihrem zur Auflockerung der Stimmung mit einem Helm und Kriegsbemalung ausstaffierten Spielführer Steve ‚Ick bin ein Hannoverunner’ Cherundolo, der die gewonnene Platzwahl bereits mit lautem Triumphgeheul feiert.
Auf dezenten Hinweis des 4. Offiziellen, dass weder Helm, Theaterschminke noch Schulterpolster den gültigen DFL-Richtlinien entsprechen, wird das bis in die ausgeheilten Zehenspitzen motivierte Urgestein vom umsichtigen Sportdirektor fachgerecht aus der Startaufstellung entfernt – den kurzfristig einspringenden Ersatz machen die Reservisten per Schnick-Schnack-Schnuck unter sich aus…. Taktikfuchs Schlaudraff gewinnt und gibt sich den Kampfnamen ‚Wilde 13’.

Hollys 96-Vorhersage: Die Roten auf dem Weg zum Auswärtssiegjubiläum – achtbare Achtzig…

12.10.2013
Hoffnungsträger Felipe nutzt die punktspielfreie Zeit und feiert – nachdem er diese Sportart in der langen Rekonvaleszenzzeit für sich entdeckt hat – bei den Bezirksmeisterschaften im Nordic Walking einen epochalen Triumph: er siegt als jüngster Teilnehmer aller Zeiten, als erster Südamerikaner (und erster Mann) über 10 Kilometer in neuer Rekordzeit.

Sollte es irgendwann mit dem Fußball nicht mehr klappen, dann winkt ihm eine große Zukunft am Stock …

Hollys 96-Vorhersage: Die Roten auf dem Weg in die europäische Spitze - zum Siegen veramsterdammt

20.09.2012
Auch in Enschede lässt die nunmehr im Norden und den angrenzenden BENELUX-Ländern staatlich anerkannte Nr. 1 nichts anbrennen und kommt unter Führung des 30-Millionen-Rubel-Rollkommandos Szabolcs Huszti zu einem nie gefährdeten 3:0-Sieg, wobei auch gegen Twente leckerster Fußball des 21. Jahrhunderts geboten wird.

Schon früh stellt der Magyaren-Messi die Zeichen auf Sieg, als er in der 23. Minute mit einer gewohnt maßgeschneiderten Flanke den ivorischen Irrläufer bestens in Szene setzt und dieser mühelos vollendet.

In Hälfte 2 erhöhen dann der dänische Gewohnheitstorschütze sowie sein Partner auf der Doppelnamen-Sechs mit knallharten Distanzschüssen - interessanter Symbolismus übrigens, dass man in unserem flachen Nachbarland von der Stadiontribüne aus bereits in der Ferne die AmsterdamArena erkennen kann.

Holly's 96-Vorhersage: Die Roten auf dem Weg nach Bukarest Teil 2 – Allein gegen die spanische Armada

24.3.2012
Diouf, die senegalesische Torrakete, ist nach Blitzheilung frisch zurück aus dem Mame-Genesungswerk und macht das, was Manchester-United-Ergänzungsspielern offenkundig als Grundfertigkeit mitgegeben wird – Tore gegen den 9-fachen Vizemeister FC Bayern in der Nachspielzeit.

Nun waren die Münchner zwar durch ein Eigentor des überraschend als liebevollem Robbenbetreuer in die Startelf gerutschten Altin Lala, der offenkundig den künftigen Arbeitgeber eindrucksvoll von seinen Vollstreckerqualitäten überzeugen wollte, früh in Führung gegangen, aber in der Folgezeit erweist sich der Hägguimann-Riegel als unüberwindliche Deichmauer gegen die bajuwarische Torflut.

Die Wende im Spiel kommt nach fast 80-minütiger Langeweile: In der 92. Minute hämmert Christian Pander einen Eckball mit einer derartigen Vehemenz an den 5-Meter-Raum, dass der weichere der Boateng-Brüder nur noch den Kopf einzieht und schon klingelt es in der Batzi-Butze.

4 Minuten später wuchtet der schwarze Blitz dann eine butterweiche Flanke des um Wiedergutmachung bemühten kleinen Albaners in einer Art in die Maschen, die selbst einen Uli H. für Stunden sprachlos macht – als er später hört, was ein Stürmer dieser Kategorie auf dem skandinavischen Schnäppchenmarkt so kostet, steigen erstmalig kleine Rauchwolken aus seinem Kopf.

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