Weblog von Holly

Holly's 96-Vorhersage: Die Roten auf dem Weg nach Bukarest – nächstes B bitte

27.1.2012
Kumpeltyp Mirko Slomka ist sichtlich überrascht: in der Festung Niedersachsenstadion kommt es im Duell gegen seinen Spezi Dieter nicht zu der in Tototipper- und Wettmafiakreisen als fix angenommenen freundschaftlichen Punkteteilung - nein, hinten baut Ron-Robert Zieler seinen Ohne-Gegentor-Rekord auf für 96-Verhältnisse schier unglaubliche nunmehr 202 Minuten aus und vorne schlägt Disco-Sto nach den Sticheleien der letzten Wochen erbarmungslos zu, womit er die Treffer 14 und 15 seiner noch jungen Profikarriere erzielt.
Insgesamt baut man mit diesem ungefährdeten Sieg die Tabellenführung im zweiten Tabellendrittel weiter aus und man hat weiterhin die Qualifikation für den Europapokal im Auge … notfalls halt als Titelverteidiger …

Holly's 96-Vorhersage: Die Roten auf dem lockeren Weg durch die Dreifachbelastung – trotz Krampf zum Sieg

24.9.2011: Augsburg – ein Musterbeispiel an marionettenhaften Bewegungen und der Beweis, dass man auch ohne Unterstützung regionaler Großinvestoren wie der Fugger-Familie in der 1. Liga mithalten kann (zumindest mit dem Dino der Liga) - ist nach der 3-Minuten-Gala-Vorstellung gegen den (l)am(en)tierenden Meister eine etwas flachere Hürde auf dem Weg zur Tabellenspitze und natürlich rappelt es dort wieder kräftig im Puppenkarton, nachdem der dicke Didi zu alter Treffsicherheit zurückgefunden hat.

Bestens gefüttert vom auferstandenen Flankengott aussem Kohlenpott trifft der Ivorer schon in der ersten Halbzeit doppelt und verschafft dem deutsch-österreichischen Vierschanzentournee-Ensemble eine geruhsame 2. Hälfte – entsprechend ausgelassen macht der frischgebackene Tabellen-Dritte auf der Heimreise einen Abstecher auf das Münchner Oktoberfest, wo Sicherheitskräfte nur knapp verhindern können, dass Poga im Käfer-Zelt diversen Bayern-Profis die Lederhose auszieht - aber wie sagt ein alpenländisches Sprichwort: man sieht sich immer zweimal!

29.9.2011: Horrende Eintrittspreise und/oder Verkehrsanbindungen haben viele reisebegeisterte 96-Fans vom Besuch des Poltava-Abends abgehalten, aber die gelb-blaue Beflaggung im Stadion ist den Roten Motivation genug, den Gegner bildlich gesprochen in der Vorskla zu versenken, um auch in der Europaliga den Anspruch auf Platz 2 zu untermauern.

Holly's 96-Vorhersage: "Die Roten auf dem Weg in die League, wo Pilz und Honig fließt"

30.4.2011
Die rassigen Hannoveraner bitten eine etwas lauffaule, aber tretfreudige Gladbachtruppe zum Tanz in den Mai und wen kann es da verwundern, dass der Vollblut-Allrounder Jan Schlaudraff – im Breisgau nur noch ehrfurchtsvoll "Der Kurfürst des Konterfußballs" genannt – auch gegen seinen Ex-Ex-Ex-Arbeitgeber als brillanter Solist durch die anfällige Hinterreihe scharwenzelt als wäre er bei Dreharbeiten für das spektakuläre Video eines Sportartikelherstellers.

Weil auf der anderen Seite die Tore im Niedersachsenstadion für Mike & Mo traditionell wie vernagelt sowie zusätzlich noch von Ron "Hey, Vertrag bis 2012!" Zieler gewohnt souverän bewacht sind, steht der Sieger der Partie schnell fest und Erinnerungen an den 1. Mai 2010 werden wach: Angeführt von einem auf wundersame Weise vom Sechser bis zum Zehner stufenlos verstellbaren Altin "Hey, Vertrag bis 2096, bitte!" Lala trifft das Vokalensemble Abdellaoue / Ya Konan insgesamt fünf Mal und legt die Messilatte für die Bayern schon recht hoch – Bayern-Manager Nerlinger erkundigt sich in einem Anfall von Panik bereits bei der Vereinsführung, ob die Möglichkeit besteht, der unliebsamen Konkurrenz statt einzelner Spieler auch einfach mal eine Handvoll Punkte abzukaufen; Schmadtke - ohnehin kein Freund von Geldgeschäften - lehnt aber ab!

7.5.2011
Sonderzug in’s Schwabenländle – und weil stressfreies Bahnfahren plus kontrollierter Umgang mit Genussmitteln ja Lieblingsbeschäftigung jedes 96-Fans ist, steht einem rundum gelungenen Samstag nichts mehr im Wege.
Stuttgart – seit Jahrzehnten ein schwieriges Pflaster für alle Roten – zeigt sich im Rahmen des politischen Umschwungs diesmal von seiner gastfreundlichen Seite und führt auch den Abstiegskampf nur im Sparmodus … genau die richtige Durchgangsstation für das in die Königsklasse drängende Welfenteam, welches zum wiederholten Male vor den Augen des Bundestrainers neue Maßstäbe in Sachen Effektivität setzt.

3 Angriffe – 3 perfekte Torvorlagen der Nummer 33 und damit ein schnelles 3:0 bei nur einem Drittel Ballbesitz sind die leicht zu merkenden Eckdaten eines Spieles, in dem man einen weiteren deutlichen Schritt in Richtung Platz (na, was wohl?) Drei macht, einen Platz den sich so ganz nebenbei auch zwei 96er in der Torschützenliste teilen – gespenstisch …

Die Roten auf dem Weg ins Jahr 116 AC - the end of the Bayern Empire (internationale Ausgabe)

12.4.2011
Riesige Geburtstagsüberraschung für Hannover 96 und die Rote Kurve – nach zähen, aber von Martin ‚Hier wohn ich, hier kauf ich ein’ Kind gewohnt regionsfreundlich geführten Verhandlungen einigt man sich endlich in Sachen kostenloser Nutzung des ÖPNV – die GVH bietet eine Freundschaftspreis und übernimmt dafür im Gegenzug den grundsympathischen Stadionflüsterer Stefan Kuhna, damit dieser in den Stadtbahnen künftig richtig seniorenfreundliche Haltestellenansagen machen kann … eine Lösung, mit der die Fans bestens leben können.

16.4.2011
Während die halbe Liga den 14-jährigen Enkel von Uwe Seeler jagt, präsentieren sich die hochbezahlten Nachfahren des HSV-Idols auf dem Platz gegen die Himmelsstürmer aus der Welfen-Metropole eher so, als wären sie auf der Flucht vor den Europppapokal – leichtes Spiel also für den Tabellen-Dritten, der sich in dieser Partie so ganz nebenbei und ungewohnt frühzeitig den Titel ‚Bester Nordclub’ sichert – der NDR lehnt eine Übertragung der Preisverleihung jedoch dankend ab.

Die Begegnung verläuft ganz nach den Vorstellungen des gewieften Strategen Mirko ‚Wie war noch mal der Matchplan, Nestor?’ Slomka – hinten dicht und vorne hilft der liebe Gottesgläubige - und so machen sich schon zur Halbzeit bei 0:3 viele Besucher aus dem Großraum Hamburg auf den langen beschwerlichen Weg zurück zur S-Bahn-Haltestelle.

Auch in Hälfte 2 setzt sich der Untergang der Hanse unaufhaltsam fort, zumal Ya Konan mehr Gefallen am Tragen einer Torjägerkrone als einer Knie- oder Handmanschette gefunden hat – ein letztendlich souveräner 4:1-Sieg nährt am Ende auch die Vorfreude des Ex-96ers Jupp Heynckes auf ein paar schöne Spiele irgendwo in einem hinteren Winkel Europas, wo die Unterkünfte auch mal nicht ganz das von einem FCB-Spieler sonst gewohnte Niveau erreichen.

21.4.2011
Gründonnerstag im Schwarzwald – und Freiburg hisst als Willkommensgruß früh die weiße Fahne, weil sie den Eckenkombinationen der Marke ‚Konstantinto’ (einer effizienten Weiterentwicklung des bei 96 jahrelang genutzten Modells ‚kniehohe Hereingaben’) aber auch reine gaanix entgegensetzen können; keine Wunder, dass da selbst ein Dutt graue Haare kriegt.
Die Alpennähe inspiriert insbesondere Verteidigerlegende Emanuel P., der seinen ersten Saisontreffer per Kopf in der 17. Minute dermaßen ausgelassen feiert, dass es der Schiedsrichter nur mit sehr viel Wohlwollen bei einer gelben Karte belässt. Da die im Überschwang der Gefühle in den Fanblock geworfene Unterhose zunächst unauffindbar bleibt, spielt 96 mehrere Minuten in Unterzahl, kann dann aber den Osterspaziergang im Breisgau locker fortsetzen und siegt am Ende verdient mit 3:1.

Da dem gesichtslosen amtierenden Bayern-Coach der Zugang zum Frankfurter Waldstadion ohne gültige Eintrittskarte verwehrt wird und die Mannschaft ohne sportliche Leitung noch konfuser spielt als zu van Gaal-Zeiten, beträgt der Vorsprung von Hannover auf einen Nicht-CL-Quali-Platz 3 Spieltage vor Schluss bereits kaum mehr einholbare 7 Punkte – na, komm, machen wir’s einfach :O)

Die Roten auf dem Weg zur Ü50-Party

21.3.2011
Im Zuge aufkommender Frühlingsgefühle und unter dem Eindruck des Tatorts vom gestrigen Sonntag beschließt Martin Kind die komplette Neuausrichtung des Vereines weg vom Kommerz und hin zu einer bei einem Profiverein noch nicht dagewesenen ethisch-sozialen Ausrichtung: die Spielstätte heißt ab sofort Niedersachs(inn)enstadion, Verträge werden künftig grundsätzlich auf Lebenszeit geschlossen (inkl. hoher Bonuszahlungen für 25-jährige Betriebszugehörigkeit) und der neue Ausstatter verwendet ausschließlich Polyester aus kontrolliertem biologische Anbau – der FIFA gefällt das Konzept auf Anhieb so gut, dass sie dem Verein für die nächsten 3 Jahre ein Sonder-Startrecht im Weltpokal zusichert.

2.4.2011
Die geplante Sperrung der B1 für die BVB-Meisterfeier passt perfekt in die Agenda der von Christian ‚Autostädte interessier’n mich nicht’ Schulz bei den Roten ins Leben gerufenen AG Ökologie und so leistet man in Dortmund allerdings nicht ganz freiwillig Unterstützung im Kampf gegen den Chemiegiganten.
Dank eines unglaublichen Offensivspektakels steht es nach 60 Minuten bereits 4:4, wobei der Treffer von Konan Ya zum 2:3 später auf dem Internationalen Kongress für Sportakrobatik mit einem goldenen Kniegelenk ausgezeichnet wird, aber irgendwie kommt plötzlich rote Erde in das 96-Hybridgetriebe.

In einem kleinen Moment der Unachtsamkeit – gerade vermeldet die Anzeigetafel den 3. Treffer von Mike Hanke beim 70er-Jahre-Schlager in München, Emanuel ‚Mad, aber nicht blöd’ Pogatetz fackelt darauf hin demonstrativ das schriftliche Bayern-Angebot an der Eckfahne ab und plötzlich kommt Fromlowitz noch angelaufen, um sich zumindest noch die Fax-Nr. der FCB-Geschäftstelle zu notieren – bewegt sich Blaszczykowski alleine auf’s leere Tor zu, schiebt den Ball aus 5 Metern an den Pfosten, Lewandowski setzt nach, trifft die Latte und der Abpraller trifft Subotic so glücklich im sensitivsten Bereich eines Mannes, dass der Schiedsrichter unmittelbar danach die Partie guten Gewissens unterbrechen kann – 5:4 … gerade im Genitalbereich liegen halt Glück und Unglück manchmal eng beieinander.

9.4.2011
Endspiel um die Europaleague-Teilnahme gegen die diesmal bekanntermaßen nicht über die Fairnesswertung in Betracht kommenden Mainzer – 96 in Bestbesetzung, gefühlte 20 Grad, volle Hütte … das Leben jenseits der 50 gehört halt zu den angenehmen Begleiterscheinungen im modernen Fußball.
Die Geschichte diese Spieles ist schnell erzählt: Mainz als ZDF-Hochburg ist aus Angst vor der Darstellung Hannovers im ARD-Krimi erst am Spieltag gegen 15 Uhr angereist, wirkt darum in der ersten Halbzeit seltsam müde und gerät schon bald uneinholbar in Rückstand. Garant des Erfolges ist diesmal das bisher noch geschickt im Ärmel versteckte Transfer-Ass DaMarcus Beasley; in einem ernsten 4-Augen-Gespräch hatte Jörg Schmadtke ihm noch am Freitag unmissverständlich klargemacht, dass er sich aus Imagegründen einen Transfer-Flop einfach nicht leisten kann.
Der flinke Amerikaner hat Verständnis für die Nöte seines Geschäftsführers, macht ordentlich Druck über die linke Außenbahn, bereitet die Treffer 1 und 3 vor, erzielt selbst das 2:0 und verlängert nach Spielende zunächst per Handschlag bis Juni 2017; danach ist zur allgemeinen Freude dann die Übernahme der Schmuckwarenabteilung im 96-Fanshop geplant.

Bei nunmehr 53 Punkten stehen die nächsten Partien unter dem Motto ‚4-Chancen-Tournee’ – läuft es weiter wie bisher, dann ist das damit unmittelbar zusammenhängende Wort ‚Europapokal’ endgültig von der Liste der hannöverschen Neologismen zu streichen ….

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