Prognose Spieltag 6: Vergessen machen, was es zu vergessen gilt

Epilog: Hannover 96 bestimmt die Schlagzeilen im Blätterwald der Woche - die Gallier verlieren ihr erstes Saisonspiel! Nachdem man schon mit 2 Unentschieden leben musste, die von Schiedsrichter-Entscheidungen eingeläutet wurden, muss der Verein nun mit einer ersten Niederlage, 8 Punkten und dem 9. Tabellenplatz klar kommen (nachdem wochenlang die Tabellenspitze auf dem roten Teppich lag).

Die Tagesschau stellt Überlegungen an, ob die Tabelle in Zukunft anders geteilt werden kann, um 96 weiter im oberen Tabellendrittel führen zu können, da Martin Kind sonst die 9+9-Regel vor dem Europäischen Gerichtshof in Grund und Boden klagen wollen würde - wenn er doch nur einen 2. Chef im Hause hätte, der Schmadtke dabei unterstützt, Slomka klein zu halten.

Dafür aber sorgen die Ehren-Fans von 96 schon ganz alleine, indem sie in einem in Geheimkreisen bekannten Forum (zur Mannschaft und so) ganz massiv Slomkas Zurechnungsfähigkeit in Frage stellen, weil er a. immer zu spät auswechselt, b. nicht ins Rotieren kommt und c. immer die Falschen einwechselt und auf die Bank setzt. Ansonsten steht Jupp Heynckes in Minute 89 kurz vor dem Rauswurf, Klopp auch, Schaaf sowieso, Köln insgesamt und die Retortenvereine allesamt mit Haupt und Haar. Aber, dazu unten mehr. Um den 5. Spieltag schnell vergessen zu machen, hier schon mal die Orakel-News aus der Vorhölle.

6. Spieltag:

16.09.2011 20:30 Sport-Club Freiburg : VfB Stuttgart
17.09.2011 15:30 Bayer 04 Leverkusen : 1. FC Köln
17.09.2011 15:30 Hamburger SV : M'gladbach
17.09.2011 15:30 1. FC Nürnberg : SV Werder Bremen
17.09.2011 15:30 1899 Hoffenheim : VfL Wolfsburg
17.09.2011 15:30 Hertha BSC : FC Augsburg
17.09.2011 18:30 1. FC Kaiserslautern : 1. FSV Mainz 05
18.09.2011 15:30 Hannover 96 : Borussia Dortmund
18.09.2011 17:30 FC Schalke 04 : FC Bayern München

Freiburg - Stuttgart: Schwaben unter sich. Es wird an allen Ecken gespart, selbst die Transfer-Millionen für Cissé wurden eingespart, man hat ihn aus Geiz nicht verkauft, weil man sonst hätte Geld ausgeben müssen. Deshalb wurde vor der Saison auch Sorg verpflichtet, damit man ganz sorg-los durch die Saison käme, er versteht sich als Ehrenamtlicher, der vom Verein in Naturalien bezahlt wird, Geld für den Friseur oben drauf. Cissé musste, wie gesagt, bleiben, was nun dazu geführt hat, dass auch Cissé, ganz Schwab, gg die Bayern mit Toren geizte. Konsequenz? Freiburg im freien Fall und ein Kassenpatient erster Ordnung. Labbadia geht zum gleichen Friseur wie Sorg, der ist günstig, die Fönwelle macht Marios Friseur für ihn, es heißt, Bruno will nun den gleichen Transplanteur verpflichten, der auch Wayne Rooney zu neuem Kopfschmuck verhalf, allerdings feilscht er noch am Preis. Aus lauter Geiz laufen beide Mannschaften mit 0 Spielern auf, was den DFB zu schnellen Konsequenzen auf den Plan ruft, nach 3 Minuten stehen immerhin die Bambini-Mannschaften der Clubs auf dem Platz und raufen sich durch 90 aufregende Minuten. Die Trainer pfeifen das Spiel selbst, da Freiburg die Kabine für den Schiri abgerissen hat, um dort Wimpel und einen Pokal auszustellen. Außerdem war das Geld für Bestechungsoptionen aus dem Budget gestrichen worden. Fernsehbilder gibt's keine, aber Tore: 11 zu 11. Der Jogi findet desch arg schee, er überlegt 7 der aufgelaufenen Bambinis ins kommende Aufgebot zu holen, angeblich sei Zieler raus. 11:11

Leverkusen - Köln: De Funkemariesche vom Rhein geben sich die Ehre. Ganz Leverkusen ein Tollhaus, vor dem 11.11. Die Kölner Prinzengarde kommt mit dem Bier Bike über den Rhein gefahren, de Höhner fliegt mit dem rosaroten Heißluftballon ein und Geromel trägt ab sofort die Elf auf dem Rücken (Elfmetermacher, Elf-Fouls-Pro-Spiel). Leverkusen wie es singt und lacht, Ballack spielt. Seine überzeugende Leistung gegen den Ex-Champions-League-Anwärter aus Augsburg haben Dutt und auch den heimischen Fans Lust auf mehr gemacht, innerhalb einer Bürgerbefragung wurde Dutt die Aufstellung diktiert - und da der Michael so schön auf Zäune steigen kann, wenn es darum geht, den FC Kölle scheiße zu finden, ist er gesetzt. Leverkusen will den Titel und nichts als den Titel, also feuern die roten Werkskicker aus allen Rohren, Kießling verwandelt alle 11 Elfmeter, verursacht durch Geromel, der mit Glück erst in der Nachspielzeit vom Platz fliegt, als er dem Schiedsrichter seinen weißen Hintern zeigt. Von Köln sonst nichts zu sehen, auch wenn sich die ganze Mannschaft eine Glatze hat rasieren lassen, um zu dokumentieren, dass Solbakkens System endlich verstanden wurde. Nur Podolski hat die Haare lang, er gefällt sich in der Rolle des Miesepeters. In einer Stimme, die immer viel zu tief für das Bubigesicht ist, sagt er:"Wir sind auf dem richtjen Weg!". Overath erklärt nach dem Spiel alle Spieler für entlassen, Finke will aber die Spielerfrauen behalten. Overath stimmt zu. Endstand: 11:0

Hamburg - Gladbach: Hamburg hat nur noch eine Hoffnung - Michael Oenning. Der Mann steht vor allem für Punkte. Er malt sie auf seine Notenblätter und spielt der Mannschaft die ganze Klaviatur vor dem Spiel rauf und runter. Davon sind die elf zusätzlichen Hoffnungsträger so entnervt, dass sie am Ende immer gar nichts auf die Reihe bekommen. Doch diese Woche ist alles anders, Oenning spricht von sicheren drei Punkten, die Mannschaft arbeite so großartig, sein Training, abgekupfert bei Doc Slomka, greift endlich, die Mannschaft hat es unter der Woche geschafft, am Hamburger Dom konditionell gut mitzuhalten. Dieser Team Buidling-Event hat aus der Truppe eine ganz verschworene Gemeinschaft gemacht, die nicht wieder brechen wird. Petric hat Guerrero vom Kinderkarrussell geholfen, Drobny Oenning aus der Geisterbahn (weinend), Jarolim hat Pitroipa eine Rose geschossen und nach Frankreich verschickt - Mannschaftsgeist endlich in Butter. Gegen die Fohlen aus Gladbach, die derzeit den Werdegang Hannovers kopieren und drauf und dran sind, Deutscher Meister der Herzen zu werden, verlieren in diesem Gefühlschaos an der Elbe den Überblick und rühren zum ersten Mal Schweizer Käse an, die Abwehr ist löchrig, selbst Hanke kann nicht stopfen, er hat die Nase voll. 1:0

Nürnberg - Werder: Nürnberg spekuliert auf Elfmeter, man tritt mit dem Schiri vorab in Verhandlungen und fragt an, ob er es genauso machen könne wie der vom letzten Wochenende. Hecking verteilt Pralinen, Raphael Schäfer empfiehlt sein Rehazentrum, Per Nilsson lädt ihn in sein schwedisches Häuschen am See ein, Esswein bringt Essigsalat und feinen Roten in die Kabine. Doch der schwarze Mann bleibt unbeugsam. Schaaf und Allofs haben mehr Geld, die Merte-Millionen sind eingetroffen, Wiese kriegt Haarwachs und Stahlschienbeine, der Schiri kriegt den Rest - besser als bei Transferausgaben immer so daneben zu liegen wie bei Rakete Arnautovic, der ja jetzt immer besser wird. Er holt sich den Ball am eigenen Strafraum und netzt uneigennützig gegen den 7. Torhüter der Franken neben dem Netz ein. Das Spiel plätschert, Wiese schält mit Kahn am Pfosten Bananen, Naldo bereinigt das Feld von umherfliegenden Rostbratwürstchen und das Nürnberger Spiel ist so zäh wie das frisch produzierte Marzipan, was für den bevor stehenden Weihnachtsmarkt schon vor dem Stadion steht. Nach 89 Minuten sieht es so aus, als würden sich die Mannschaften torlos trennen, doch dann kommt, natürlich, Pizzarro und versenkt die Pille zum Sieg. Wiese rastet aus und ruft per Megafon: "Scheiß HSV", 15 Punkte nach 6 Spielen, ja, geht's noch? Der sichere Absteiger ganz oben angekommen? Es geht! Werder will Schaaf entlassen, für so viele Punkte ist kein Geld eingeplant. Auch das geht! 0:1

Hoffenheim - Wolfsburg: Alle TV-Sender live auf Sendung - wenn zwei Traditionsvereine gegeneinander antreten, ist ganz Deutschland dabei und auch der Jogi nicht weit. Die besten Spieler der Liga sind auf dem Rasen, keiner kommt aus Deutschland, alle sind massiv überbezahlt. Hopp feiert sich selbst und will FIFA-Präsident werden, erzählt kurz was von Mami und weint, weil ihn abschließend doch keiner lieb hat. Anschließend wird wieder beschallt, was das Zeug hält, VW wird in Grund und Boden gefeuert. Auf dem Platz sieht es zunächst anders aus. Die Grünen spielen einen flotten Ball, sie folgen der 5-Sekunden-Regel von Magath, die er, genervt vom Gequatsche über Doc Slomka, seiner Mannschaft in die Gene operiert hat. Rund um die elf Auserwählten stehen 66 weitere Spieler an der Bank der Wolfsburger und wissen nicht, ob das noch ihr Verein ist (Magath weiß es auch nicht), weil sie tatsächlich mal guten Fußball spielen. Nach einer 0:109 Pausenführung wähnt sich Magath schon wie der König von Gestern und Heute, muss aber nach der 2. Halbzeit erkennen, dass 2 Tore in den zweiten 45 Minuten manchmal nicht reichen. 111:111

Berlin - Augsburg: Aufsteiger unter sich. Babbel macht's wie immer, defensiv stehen, offensiv gehen. Das Spiel ist ansonsten so langweilig und fad, dass es absolut nichts darüber zu berichten gibt. Hertha steigt in den Kreis der Champions League-Anwärter auf, Augsburg fällt runter.1:0

Lautern - Mainz: Notoperation am Betzenberg, die gesamte Mannschaft steht auf dem Prüfstand, Kuntz reist durch Osteuropa und sucht und sucht, schlussendlich findet er den Weg nach Rom und lässt Klose einen Vorvertrag für 2015/16 unterschreiben - selbst Jogi weiß nicht, ob das dann noch arg was bringt. Bis dahin müssen solch fragliche Teufel wie Shechter über den grünen Rasen walzen, Lautern kommt einfach nicht raus aus dem Loch. Mainz dagegen voll in Fahrt, angefeuert vom beliebtesten Trainer der Branche, der nicht nur Kompetenz, sondern auch Leidenschaft bedeutet. Ein Talentschmied, der immer einen lockeren und trefflichen Spruch auf den Lippen hat, ein Menschenfreund, wie er im Buche steht, ein Kumpeltyp, aber hoch geachtet von seinen Spielern, die manchmal auch älter sind als er. Das Stadion ist nach 90 Minuten umgepflügt, Kurz ist ein bisschen kürzer geworden, Kuntz haut ihn nach dem Spiel direkt neben den Pfosten in den Rasen. 0:1

Hannover - Dortmund: Klopp läuft nach Hannover, er will der Mannschaft ein Vorbild sein. Also, da macht die ganze Mannschaft mit. Zusammen mit den Senioren des Taubenzuchtvereins Gelb-Schwarz "fliegen" die Spieler, Betreuer und andere Bedienstete des deutschen Meisters direkt vom Westfalenstadion bis ins gelobte Land, per pedes. Modernes Auslaufen nennt Klopp die Sache, nach der 2:8 Niederlage gegen Arsenal, die am Ende gerade noch 277 Zuschauer sehen wollten, ist der Meistermacher angefressen, seine Jungs haben sich, so sagt er, immer für den falschen Pass entschieden. Wegen Passschwierigkeiten kommt Kagawa nicht mit nach Niedersachsen, sein Visum wird vom Grenzbeamten Mille Gorgas nicht anerkannt, Kagawa läuft zurück nach Dortmund. Die anderen überleben die Strapazen und machen sich kurz nach Ankunft fit fürs Spiel - doch das befindet sich bereits in Halbzeit 2. Die Roten feiern ihre Pausenführung mit einer Tasse Chai Latte, der Schiedsrichter sitzt auf dem Schoß von Dieter Schatzschneider und lässt sich die Rückenhaare flechten. Klopp wird wahnsinnig, wie sollen seine Jungs ein 111:0 aufholen? Doch so schlecht spielen die Dortmunder nicht, sie zaubern gar - und gestalten die 2. Halbzeit endlich mal offen. Hannover zeigt sich nach der 1:0-Demo aus dem Spiel gegen Lüttich großzügig, Cherundolo hebt erst das Abseits auf, lässt sich dann von Kuba anschießen, von seinem rechten Ohrläppchen prallt der Ball dann direkt in den Winkel. Dennoch, Hannover tobt, Klopp steht vor dem Rauswurf: 111:1

Schalke - Bayern: Neuer zurück nach Schalke, die Ultras teeren und federn ihn, bis er sich krank schreiben lässt, zwei Minuten vorm Spiel. Müller-Wohlfarth überreicht ihm den gelben Schein und föhnt anschließend sein volles Haar, Jogi und Bruno wollen auch, sind aber nicht da. Das Spiel ist erklärter Krieg. Schalke will Gomez umlegen, damit Raul Torschützenkönig wird. Farfan hebt einen nach dem anderen, die Bälle fliegen elegant in den Strafraum und Ersatztorhüter Butt kriegt nicht einen gefangen. Ribery spielt heute nur mit der Hacke, das hat ja gegen Freiburg auch so schön geklappt. Robben fehlt an allen Ecken und Enden, doch wie immer ist es sein Lehrling Müller, der sich wie seine eigene Kopie in einer Tour fallen lässt, um Mario doch noch ein paar Tore zu besorgen. Die drei Elfmeter für die Bayern setzt Mario wie immer daneben, aber aus dem Spiel heraus gelingt ihm das Tor des Jahres, als Fährmann ihm einen Abstoß direkt auf den Hintern setzt - weil Mario in dem Moment einen Pfurz quer hatte, der mit Karacho raus musste, fliegt der Ball für Fährmann unhaltbar in die Maschen. Rangnick rastet aus, Gegentore von den Bayern wurmen ihn ganz besonders. Am Ende gewinnt Schalke souverän mit 3:1 (huch), Hoeneß entlässt Heynckes noch auf dem Platz und erklärt, dass er ja wirklich tolerant sei, aber gegen die Mannschaft eines Presswurstfabrikanten, das könne er nicht... durchgehen... durchbrennen - Beckenbauer, Franz hat wieder eine neue Sekretärin. Aber, das ist eine andere Geschichte. 3:1

Tabelle nach dem 6. Spieltag:
egal

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