Mitgliedschafts-Skandal: Treffen zwischen Hannover 96 und Fanbeirat abgebrochen

Im Zusammenhang mit den von Hannover 96 weit über 120 abgelehnten Mitgliedschaftsanträgen von potenziell kritischen 96-Fans gab es am Donnerstagabend ein Treffen zwischen dem Fanbeirat und vier Vertretern der Vereinsseite (inklusive dem Vorsitzenden Martin Kind).

Dem ausdrücklichen Wunsch des Fanbeirats, Mitglieder des 96-Aufsichtsrates in das Treffen mit einzubeziehen, wurde dabei nicht ensprochen, wie aus der E-Mail hervorgeht, die der Fanbeirat im Anschluss an das Treffen an die Fanclubs versandte und die auch bei uns im Forum nachzulesen ist.

"Gewisse Personengruppen einfach nicht erwünscht"
Wie der Fanbeirat in seiner E-Mail darüber hinaus äußert, kam auf dessen Seite zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, von Seiten der Vereinsvertreter ernst genommen zu werden. Bezüglich der Gründe für die abgelehnten Anträge auf Mitgliedschaft gab es demnach zunächst keine und auf mehrfache Nachfrage dann teils widersprüchliche Äußerungen, die schließlich in der allgemein gehaltenen Aussage gipfelten, dass gewisse Personengruppen schlicht nicht im Verein erwünscht wären.

Zudem nähren sich nach der Darstellung des Fanbeirates auch weiter die Zweifel daran, ob Hannover 96 bei der Prüfung der potenziellen Mitglieder den Datenschutz beachtet hat. Laut einer Äußerung von Martin Kind soll es auch Einzelfallprüfungen mit einem Abgleich zwischen dem Hannover 96 e. V. und dem Lizenzspielbetrieb gegeben haben.

Gespräch ergebnislos beendet
Da von Vereinsseite neben konkreteren Begründungen für die weit über 120 abgelehnten Mitgliedschaftsanträge auch keine Lösungsvorschläge für die Problemlage geliefert wurden, wurde das Treffen von Seiten des Fanbeirates nach nicht einmal einer halben Stunde ergebnislos abgebrochen. Alle weiteren Details dazu findet ihr wie gesagt bei uns im Forum.