Landgericht lehnt Antrag auf einstweilige Verfügung ab

Der von Aufsichtsratsmitglied Ralf Nestler beantragten einstweiligen Verfügung gegen die Beantragung einer Ausnahme von der 50+1-Regel wurde vom Landgericht Hannover abgelehnt. Laut Angaben von "Pro Verein 1896" wurde dies möglich durch eine so genannte Schutzschrift, die von Vereinsseite im Vorfeld beim Landgericht hinterlegt wurde.

Die darin aufgestellten Behauptungen, die zur Ablehnung führten, werden nun von der Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 geprüft. Das gleiche gilt für die konkrete Begründung der Ablehnung.

Laut Pro Verein 1896 liegen mit der Ablehnung der einstweiligen Verfügung aber bislang weder ein Urteil noch eine rechtskräftige Entscheidung vor, auch wenn insbesondere per Kurzmitteilung auf der offiziellen Homepage von Hannover 96 ein anderer Eindruck erweckt wird.

Selektive Darstellung auf offizieller Homepage
Bemerkenswert ist dabei noch, dass der Antrag auf einstweilige Verfügung von der offiziellen Homepage bislang totgeschwiegen wurde. Erst jetzt, wo es "gute Nachrichten" für die Position des Vereinsvorstandes gibt, wird die einstweilige Verfügung auf einmal zum Thema.

Auch sonst ist die kurze Darstellung von offizieller Seite tendenziös. So wird zum Beispiel betont, dass die Vorstandsentscheidung zugunsten der Ausnahme-Beantragung einstimmig fiel. Bezüglich der Entscheidung des Aufsichtsrates darüber ist aber nur von einer Zustimmung die Rede. Dass diese mit 3 zu 2 Stimmen denkbar knapp - also alles andere als einstimmig - ausfiel, wird dabei einfach nicht erwähnt.

Viele sind von so einer einseitigen und selektiven Darstellung nicht überrascht. Allerdings wäre es dennoch eine Frage des guten Stils, sich hier zumindest um eine etwas umfassendere und objektivere Darstellung zu bemühen. Forum I, Forum II