Keine Gerichtsentscheidung über Angemessenheit des Kaufpreises für Hannover 96

Seit gestern liegt vom Oberlandesgericht Celle eine offizielle Presseinformation dazu vor, warum die einstweilige Verfügung gegen die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel zugunsten von Martin Kind vom Gericht abgelehnt wurde.

Darin heißt es unter anderem: "Ob der Vorstand durch die Höhe des hierfür vereinbarten Kaufpreises gegen seine Pflicht zur ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführung verstoßen hat, konnte im Eilverfahren nicht festgestellt werden."

Damit ist also ausdrücklich nicht beurteilt worden, dass der Kaufpreis von 12.750 Euro für die entscheidenden Anteile (51 Prozent) an der Management-GmbH angemessen wäre, sondern dass dem Gericht hierzu im Eilverfahren keine abschließende Einschätzung möglich war. Wie die Interessengemeinschaft "Pro Verein 1896" auf ihrer Homepage dazu ausführt, wäre dies nun in einem Hauptsacheverfahren zu klären. Forum