Sicherlich, Hannover 96 bietet in den letzten Wochen nicht viele Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Doch dafür, den Kopf in den Sand zu stecken, gibt es noch weit weniger Gründe. Denn noch liegen 12 Spieltage - oder anders ausgedrückt: über ein Drittel der Saison - vor uns. Es sind also für jeden Verein theoretisch noch 36 Punkte möglich. Dass Hannover 96 auch nur annähernd so viele Zähler holen wird, damit ist wohl kaum zu rechnen. Eher im Gegenteil. Aber trotzdem kann es reichen. Denn der SC Freiburg, der den nächsten Tabellenplatz für den direkten Klassenerhalt belegt, ist lediglich zwei Punkte entfernt. Darüber hinaus spricht derzeit auch noch die bessere Tordifferenz für Hannover 96. Und übrigens, das vergessen offenbar einige, bedeutet auch der derzeite drittletzte Tabellenplatz der Roten nicht zwangsläufig den Abstieg, sondern würde zwei packende Relegationsspiele gegen den Tabellen-Dritten der Zweiten Bundesliga nach sich ziehen, in denen alles möglich ist. Ich will die Realität nicht schön reden, aber zum Aufgeben ist es auf jeden Fall noch deutlich zu früh. Früher oder später werden die Roten auch wieder punkten. Vielleicht auch in einem Spiel, in dem man nicht damit rechnet - sowas kommt immer mal wieder vor, warum nicht auch mal wieder zu Gunsten von Hannover 96? Zu großen Teilen mitentscheidend ist im Sport auch der Kopf und der Glaube daran, es schaffen zu können. Dieser Glaube ist derzeit leider nicht zu erkennen, obwohl die Ausgangslage so schlecht nicht ist. Weder bei den verunsicherten Spielern, noch bei der Mehrheit der Fans. Stattdessen hat sich Resignation breit gemacht. Aber dafür ist es noch viel zu früh. Begegnen kann man dieser Resignation lediglich mit bedingungsloser Unterstützung und Optimismus, für den es - wie gesagt - durchaus gute Gründe gibt. Weigert euch, euch schon jetzt mit dem Abstieg abzufinden - und glaubt an den Klassenerhalt! Mit etwas Glück überträgt sich dieses Gefühl auch auf den Platz und sorgt für den dringend nötigen Stimmungswechsel. |
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