Meine 10 Thesen zur Niederlage in Stuttgart

1. Nein, so geht Abstiegskampf nicht. Abstiegskampf ist etwas ganz anderes, etwa das, was Nürnberg und Freiburg am Wochenende gezeigt haben.
2. 96 hat in Stuttgart etwa so gespielt wie Stuttgart in Barcelona. Viel zu ängstlich, viel zu zögerlich.
3. Und Stuttgart war nicht der stärkste Gegner, auf den 96 hätte treffen können. Champions League in der Woche, der beste Stürmer auf der Bank und wenig Stimmung im umgebauten Stadion. Wann denn, wenn nicht am Samstag?
4. Jens Lehmann musste nach dem Schuss von Pinto zu Beginn erst um die 80. Minute herum wieder eingreifen, bei einem Kullerschuss von Bruggink und einer butterweichen Flanke. So kann der angebliche Existenzkampf nicht erfolgreich sein.

5. Dass 96 in dem Spiel Leidenschaft gefehlt hat, wie auch der Trainer feststellen musste, ist kaum nachvollziehbar. Es geht doch auch für die Spieler um eine Menge. Wozu haben sie Psychologen?
6. Es fehlt aber der Mannschaft auch an Klasse. Spielerisch ist in der Bundesliga niemand schwächer, insbesondere wenn Elson fehlt. Der Mann ist nicht überragend und dennoch unersetzlich.
7. Zuviele Stockfehler, zuviele verlorene Zweikämpfe, zuviele Flanken hinters Tor.
8. Und vermeidbare Gegentreffer. 96 schafft es hinten nicht, zu null zu spielen. Dann wirds natürlich schwer mit dem Gewinnen.
9. Bei Heimspielen lief es ja zuletzt besser, darauf muss man nun hoffen. Bei den Auswärtsspielen in Leverkusen, München und Hamburg wird so nichts drin sein. Und in Bochum eigentlich auch nicht.
10. Also ist der Druck gegen Köln riesig. Das dürfen sie halt nicht vergeigen.