1. Sie hätten es gewinnen müssen und haben es vergeigt. 23 Punkte nach 28 Spiele sprechen eine allzu deutliche Sprache.
2. Der Abstieg wäre die Konsequenz aus einer mehrere Jahre umfassenden Entwicklung, in der das spielerische Niveau der Mannschaft immer weiter nachgelassen hat. Es fehlt der Mannschaft an individueller Klasse, kein Spieler ist in Normalform mehr als Durchschnitt.
3. Dazu kommen mentale Schwächen, die Mannschaft wehrt sich nicht, sie glaubt nicht an sich. Sie wirkt wie gelähmt. Das Mannschaftsgefüge ist überhaupt nicht intakt. Wo sich bei funktionierenden Mannschaften ein Spieler am anderen aufrichten kann, zieht bei 96 einer den nächsten herab.
4. Denn es kann doch nicht sein, dass sich absolut jeder Spieler in einer Formkrise befindet. Und die, die spielen, sind doch schon die Besseren im Kader.
5. Woher soll man die Hoffnung noch nehmen? In den nächsten vier Spielen kann 96 nur mit sehr viel Glück punkten, danach wird es vielleicht zu spät sein.
6. Die Kölner (zuletzt sieben Spiele ohne Sieg) wirkten so als ob sie sich die richtige Taktik gegen 96 ausgesucht haben, bei 96 sah das leider nicht so aus.
7. Die Bilanz von Mirko Slomka ist sehr ernüchternd. Die Niederlagen in den ersten sechs Spielen unter seiner Regie waren noch durch die anfänglich schlechte Fitness der Spieler erklärbar, die Spiele in Stuttgart und gegen Köln sind es, trotz Verletzungssorgen, nicht.
8. Es ist kein Spiel zu gewinnen, wenn die Abwehr so wackelt und den Gegner so sehr zu Chancen einlädt. Die Abwehrspieler wirken noch immer so, als würden sie zum ersten Mal miteinander spielen.
9. Das Mittelfeld hat tatsächlich zum ersten Mal zusammen gespielt und das hat man ihm auch angemerkt. Jan Schlaudraff bemüht, aber in der disfunktionalen Mannschaft ohne Fortune.
10. Vielleicht sollten wir alle Kerzen aufstellen in der Kirche. Sonst fällt mir nicht viel ein, was Hoffnung macht. Vielleicht wird ja die Bundesliga kurzfristig auf 20 Mannschaften vergrößert. Oder Bayern München und die TSG Hoffenheim gehen pleite.