Leistungsgerechtes Unentschieden gegen Werder Bremen

Hannover 96 kam am Nachmittag zu einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen. Nachdem der Ex-Bremer Christian Schulz die Roten nach einer Standardsituation früh in Führung brachte, glichen die Gäste noch vor der Pause wieder aus. Zwar fielen in der zweiten Halbzeit keine Tore mehr, die Zuschauer sahen aber dennoch ein sehr munteres Spiel, in dem sich Ersatztorhüter Florian Fromlowitz dieses Mal mehrfach auszeichnen konnte.

Hannover 96 gegen Werder Bremen Außenseiter

Am Samstag muss Hannover 96 gegen den SV Werder Bremen antreten, der zwar ebenfalls nicht wie geplant in die neue Saison startete, aber immerhin vier Punkte mehr als die Roten für sich verzeichnen kann. Dennoch gehen die Gäste von der Weser als Favorit in diese Partie. Nicht zuletzt, weil die Roten eine erhebliche Anzahl an verletzten bzw. gesperrten Spielern ersetzen müssen: Robert Enke, Vinicius, Mario Eggimann, Michael Tarnat, Arnold Bruggink, Valérien Ismaël und Jan Rosenthal, der sich einen Muskelfaserriss zuzog. Auch die Bremer müssen auf einige Spieler verzichten - unter anderem auf Torhüter Tim Wiese. Doch ob dies wirklich ein Vorteil für Hannover 96 ist, kann in Zweifel gezogen werden. Hoffnung verschafft außerdem, dass die Bremer über eine noch schwächere Abwehr als Hannover verfügen (drei Gegentore mehr). Dafür aber haben sie auch mehr als doppelt so viele erzielte Tore für sich zu verzeichnen...

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Sie muss beibehalten werden.
43% (282 Stimmen )
Sie soll abgeschafft werden.
57% (371 Stimmen )
Abgegebene Stimmen: 653

Hannover 96 will gerichtlich gegen DFL vorgehen

Bereits seit geraumer Zeit forciert 96-Präsident Martin Kind (Foto) seine Bemühungen darum, die sogenannte 50+1-Regelung zu kippen. Diese Regelung beinhaltet - grob verkürzt zusammengefasst -, dass Vereine, die als Aktien- oder Kapitalgesellschaft organisiert sind, stets über mindestens 50 Prozent plus eine Stimme verfügen müssen. Investoren können somit nicht die Mehrheit an einem Club übernehmen, sodass der Verein im Endeffekt die Entscheidungsgewalt behält. Hannover 96 versucht nach eigenen Angaben schon seit Herbst 2006 eine Ausnahmegenehmigung bei der DFL zu erwirken, die aber in der vergangenen Woche endgültig abgelehnt wurde. Heute nun kündigte Hannover 96 in einer Presseerklärung an, gerichtlich gegen diese Entscheidung vorzugehen und die 50+1-Regelung auf diesem Wege kippen zu wollen. In der Erklärung heißt es unter anderem: "Hannover 96 hält selbstverständlich und uneingeschränkt daran fest, dass die 50+1-Regelung in der jetzigen strikten Form eine rechtswidrige Einschränkung der handelsrechtlichen Gestaltungsrechte von Hannover 96 darstellt. [...] Mit der Hannover 96 am Donnerstag telefonisch mitgeteilten Entscheidung des Ligavorstandes hat der Ligaverband die bisherigen beidseitigen Bemühungen um eine Lösung im Konsens beendet. Sollte diese Entscheidung durch den Ligaverband bestätigt werden, wird Hannover 96 ohne Zeitverlust eine gerichtliche Klärung der bestehenden 50+1-Regelung und den damit verbundenen, ansonsten nicht bekannten Beschränkungen der Wirtschaftsordnung vornehmen lassen."

Bruggink fehlt drei Spiele

Arnold Bruggink wurde für seinen Platzverweis bei der 2:5-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim mit einer Sperre für drei Meisterschaftsspiele bestraft. Er steht den Roten also erst am 07. November, bei der Auswärtspartie in Köln, wieder zur Verfügung.

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