Bild: DFL erkennt nur 19,7 Mio. € als "Förderung" durch Martin Kind an

Während die Lokalpresse die geplante Übernahme von Hannover 96 durch Martin Kind weiterhin kaum kritisch hinterfragt, legt der überregional tätige Bild-Reporter Peter Rossberg in einem aktuellen Artikel nach.

Darin zitiert er aus einem DFL-Gutachten zur von Martin Kind beantragten Ausnahme von der 50+1-Regelung. Nach diesem erkennt die DFL lediglich 19,698 Millionen Euro als Förderung durch Martin Kind an. Gemäß DFL-Richtlinien hätte es aber mindestens so viel sein müssen, wie die Hauptsponsoren in den vergangenen 20 Jahren zahlten - das wären 46 Millionen Euro, also mehr als doppelt so viel.

Hannover 96 aufgrund von knappem Abseits mit 0:1-Niederlage in Dortmund

Hannover 96 verlor am frühen Sonntagnachmittag mit 0:1 (0:1) bei Borussia Dortmund. Die Roten begannen mit einer defensiven Ausrichtung, sodass vor allem die Gastgeber das Treiben auf dem Platz bestimmten. Dabei erspielten diese sich ein Chancenplus und machten folgerichtig auch den ersten Treffer, nachdem sie zu Beginn schon einmal knapp am Aluminium scheiterten.

Ein ernsthaftes Aufbäumen von Hannover 96 beim Tabellendritten war leider nicht zu erkennen. Dabei wäre durchaus etwas möglich gewesen, denn die Dortmunder wirkten ebenfalls nicht unbezwingbar. Dennoch hatten sie auch in der Folge die besseren Chancen und scheiterten ein weiteres Mal am Aluminium, sodass der Sieg im Endeffekt eindeutig in Ordnung geht.

Dennoch hätte für Hannover 96 mehr drin sein können als diese knappe Niederlage, die nun immerhin schon die vierte in Folge ist. Für Diskussionen sorgte noch ein Treffer der Roten zehn Minuten vor Spielende, der jedoch aufgrund einer ganz knappen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Diese Entscheidung hätte mit etwas Glück ebenso gut andersherum ausfallen können...

Hannover 96 gegen Augsburg mit dritter Niederlage in Folge

Mit einem 1:3 (1:2) gegen den FC Augsburg kassierte Hannover 96 am Samstagnachmittag vor nur 36.500 Zuschauern die dritte Niederlage in Folge.

Insbesondere in der ersten Halbzeit war neben dem Ergebnis auch die Leistung der Roten gegen die punktgleichen Süddeutschen schwach. In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Gäste aus Bayern dann auf die Defensive und die 96er erarbeiteten sich eine optische Überlegenheit. Jedoch über weite Strecken ohne dabei wirklich zwingend zu sein.

Stattdessen setzten die Augsburger nach einem Konter, der in der zweiten Halbzeit gleichzeitig deren einzige Chance darstellte, mit ihrem dritten Treffer den Schlusspunkt. Den Treffer für Hannover 96 zum vorrübergehenden Ausgleich hatte in der ersten Halbzeit Salif Sané erzielt. Ehrlicherweise muss dazu erwähnt werden, dass auch dieser Treffer zu diesem Zeitpunkt überraschend war und Hannover 96 mit dem 1:2-Pausenrückstand gut bedient war.

Hannover 96 bereit für Podiumsdiskussion in "verkleinertem Rahmen"

Hannover 96 geht offenbar auf das erneuerte Dialogangebot der Fanszene ein. Wie der Klub in einer Pressemitteilung verlauten lässt, wolle man mit dem Fanbeirat die Organisation und die Details einer solchen Veranstaltung bei einem Treffen in der kommenden Woche besprechen.

Unabhängig von der Podiumsdiskussion "im verkleinerten Rahmen" wird Hannover 96 seinen "Informations- und Dialogabend" kommenden Montag durchführen, zu dem alle offiziellen Fanclubs eine Einladung erhalten haben. Forum

"Fanszene" kommt Hannover 96 für Podiumsdiskussion entgegen

Infolge der jüngsten Entwicklung zwischen Hannover 96 und seinen Fans traf sich die "Fanszene" am Freitagabend erneut, um über das weitere Vorgehen zu beraten und abzustimmen. Es war bereits das sechste Mal.

Dabei verständigten sich die rund 600 Anhänger mehrheitlich darüber, den Protest im Stadion wieder still als "klassischen" Stimmungsboykott fortzusetzen.

Darüber hinaus will man auf die Absage der Podiumsdiskussion durch Hannover 96 reagieren, indem man auf die "Nominierung" der drei von Hannover 96 nicht akzeptierten Diskussionsteilnehmer verzichtet, sodass für beide Seiten im Endeffekt zwei Personen an der Podiumsdiskussion teilnehmen würden. Der "Ball" würde damit wieder beim Verein liegen.

Zudem gibt es offenbar seitens der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung eine Interview-Anfrage an die Kind-Kritiker. Dieses Angebot will man wahrnehmen, in der Hoffnung, dass über die lokale Presse so auch die Argumente der 50+1-Befürworter bei Hannover 96 deutlicher gehört werden und die aktuelle Diskussion stärker auf inhaltliche Ebene befördert wird. Forum

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