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Stimmungsboykott bei Hannover 96 wieder "aktiv"

Nachdem sich die aktive 96-Fanszene angesichts des ruhenden 50+1-Ausnahmeantrages von Martin Kind mit knapper Mehrheit dazu entschloss, den Stimmungsboykott bis zur Podiumsdikussion ruhen zu lassen, ist es mit dem "Ruhen" nun schon wieder vorbei.

Brandaktueller Hintergrund ist, dass Hannover 96 die für Montag vorgesehene Podiumsdiskussion kurzfristig platzen ließ. Dazu kommen aus Sicht der Boykottierenden noch weitere Gründe, wie zum Beispiel auf der Homepage der Ultras Hannover nachzulesen ist.

Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach war der Boykott für alle Zuschauer somit wieder deutlich spürbar. Dieses Mal nicht nur in Form von Schweigen, sondern es hallte auch wieder mehrfach "Kind muss Weg" durch das weite Stadionrund. Forum

Hannover 96 sagt Podiumsdiskussion kurzfristig ab - mit fraglicher Begründung

Die für diesen Montag vorgesehene Podiumsdiskussion zwischen Vertretern von Hannover 96 und Fanvertretern wurde von Hannover 96 kurzfristig abgesagt. Als offizieller Grund wird dabei genannt, dass man mit 3 der 5 benannten Fanvertreter nicht einverstanden sei, was von vielen als fadenscheinig betrachtet wird.

Gegen einen der geplanten Teilnehmer bestehe ein Stadionverbot, aufgrund dessen er auch aus dem Verein ausgeschlossen ist. Ein anderer sei Kläger in einem laufenden Rechtsverfahren gegen Hannover 96 und die dritte Person habe Anzeigen gegen Vertreter von Hannover 96 erstattet.

Alternativ verweist Hannover 96 auf einen "Informations- und Dialogabend" am 12. März im Stadion, zu dem die offiziellen Fanclubs eingeladen werden sollen. Viel hat dies nach Ansicht vieler mit einer kritischen Podiumsdiskussion geleitet von einem neutralen Moderator und unter Anwesenheit von Pressevertretern nicht mehr zu tun.

"Hannover-Modell" ist 96-Unwort des Jahres 2017

Das von 96-Präsident Martin Kind oftgenannte "Hannover-Modell" ist laut einer Wahl auf dieser Homepage das 96-Unwort des Jahres 2017. 38 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf diese Option.

Unter Zuhilfenahme dieses Begriffs wirbt Martin Kind immer wieder für seine beantragte Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung (die inzwischen ruht). Das "Hannover-Modell" beinhaltet im Wesentlichen, dass der Profifußball von Hannover 96 vor rund 20 Jahren in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert wurde, um den Verein vor den finanziellen Risiken des Profifußballs zu schützen, was aber auch bei vielen anderen Proficlubs der Fall ist.

Dies jedoch wird von den 50+1-Verfechtern gar nicht in Frage gestellt und geht an den Punkten der Kritiker vorbei, was sicherlich dazu beitrug, dass das "Hannover-Modell" nun zum 96-Unwort des Jahres 2017 gewählt wurde.

Ebenfalls viele Stimmen entfielen auf "Stimmungsboykott" (28 Prozent) und die Parole "Kind muss weg" (24 Prozent), was zeigt, dass auch viele 96-Fans zumindest mit den Mitteln eines Teils der Kind-Kritiker nicht einverstanden sind. Ergebnis

Fanszene lässt Stimmungsboykott ruhen und stellt Forderungen auf

Angesichts der aktuellsten Entwicklungen bei Hannover 96 rund um die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel beschloss die aktive Fanszene am Dienstagabend ein Aussetzen des Stimmungsboykotts. Der Stimmungsboykott soll nach dem Willen einer knappen Mehrheit der über 500 anwesenden Fans für drei Spieltage "ruhen" (in Anlehnung an den "ruhenden" Ausnahmeantrag Martin Kinds zur Ausnahme von der 50+1-Regel).

Vorläufig ist geplant, den Stimmungsboykott für die kommenden drei Spieltage (gegen den SC Freiburg, beim 1. FC Köln und gegen Borussia Mönchengladbach) ruhen zu lassen. Diese Anzahl von Spieltagen wurde dabei nicht etwa zufällig ausgewählt, sondern sie hängt damit zusammen, dass danach - nämlich für den 26. Febaurar 2018 - eine Podiumsdiskussion zwischen Fanszene und Verein verabredet ist. In dieser erwartet die Fanszene konkrete Antworten auf den bislang unbeantworteten Fragenkatalog.

Martin Kind kommt Ablehnung seines 50+1-Antrags zuvor

Nachdem eine Entscheidung mehrfach vertagt wurde, bekam 96-Chef Martin Kind von der DFL auch heute nicht die beantragte Ausnahme von der 50+1-Regelung bewilligt. Bereits seit langem wird infrage gestellt, ob die Höhe seines finanzielles Engagements dafür überhaupt ausreicht und schon vor dem heutigen Tag der erwarteten Entscheidung gab es aus verschiedenen Quellen Hinweise darauf, dass die DFL den Antrag von Martin Kind ablehnen würde.

Doch einer solchen Ablehnung kam Martin Kind heute unmittelbar vor der Entscheidung DFL zuvor: Er stellte seinen Antrag auf "ruhend", sodass eine Entscheidung nicht mehr erforderlich wurde. Damit vermied er die absehbare Niederlage.

Denn eines scheint klar: Der entscheidende Auslöser für das "Ruhenlassen" des Antrages dürfte gewesen sein, dass er abgelehnt worden wäre, da er die Kriterien nicht erfüllt. Andernfalls wäre der Antrag sicherlich aufrecht erhalten worden.

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