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Alle Meldungen rund um die Fans von Hannover 96

"Hannover-Modell" ist 96-Unwort des Jahres 2017

Das von 96-Präsident Martin Kind oftgenannte "Hannover-Modell" ist laut einer Wahl auf dieser Homepage das 96-Unwort des Jahres 2017. 38 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf diese Option.

Unter Zuhilfenahme dieses Begriffs wirbt Martin Kind immer wieder für seine beantragte Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung (die inzwischen ruht). Das "Hannover-Modell" beinhaltet im Wesentlichen, dass der Profifußball von Hannover 96 vor rund 20 Jahren in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert wurde, um den Verein vor den finanziellen Risiken des Profifußballs zu schützen, was aber auch bei vielen anderen Proficlubs der Fall ist.

Dies jedoch wird von den 50+1-Verfechtern gar nicht in Frage gestellt und geht an den Punkten der Kritiker vorbei, was sicherlich dazu beitrug, dass das "Hannover-Modell" nun zum 96-Unwort des Jahres 2017 gewählt wurde.

Ebenfalls viele Stimmen entfielen auf "Stimmungsboykott" (28 Prozent) und die Parole "Kind muss weg" (24 Prozent), was zeigt, dass auch viele 96-Fans zumindest mit den Mitteln eines Teils der Kind-Kritiker nicht einverstanden sind. Ergebnis

Fanszene lässt Stimmungsboykott ruhen und stellt Forderungen auf

Angesichts der aktuellsten Entwicklungen bei Hannover 96 rund um die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel beschloss die aktive Fanszene am Dienstagabend ein Aussetzen des Stimmungsboykotts. Der Stimmungsboykott soll nach dem Willen einer knappen Mehrheit der über 500 anwesenden Fans für drei Spieltage "ruhen" (in Anlehnung an den "ruhenden" Ausnahmeantrag Martin Kinds zur Ausnahme von der 50+1-Regel).

Vorläufig ist geplant, den Stimmungsboykott für die kommenden drei Spieltage (gegen den SC Freiburg, beim 1. FC Köln und gegen Borussia Mönchengladbach) ruhen zu lassen. Diese Anzahl von Spieltagen wurde dabei nicht etwa zufällig ausgewählt, sondern sie hängt damit zusammen, dass danach - nämlich für den 26. Febaurar 2018 - eine Podiumsdiskussion zwischen Fanszene und Verein verabredet ist. In dieser erwartet die Fanszene konkrete Antworten auf den bislang unbeantworteten Fragenkatalog.

Martin Kind kommt Ablehnung seines 50+1-Antrags zuvor

Nachdem eine Entscheidung mehrfach vertagt wurde, bekam 96-Chef Martin Kind von der DFL auch heute nicht die beantragte Ausnahme von der 50+1-Regelung bewilligt. Bereits seit langem wird infrage gestellt, ob die Höhe seines finanzielles Engagements dafür überhaupt ausreicht und schon vor dem heutigen Tag der erwarteten Entscheidung gab es aus verschiedenen Quellen Hinweise darauf, dass die DFL den Antrag von Martin Kind ablehnen würde.

Doch einer solchen Ablehnung kam Martin Kind heute unmittelbar vor der Entscheidung DFL zuvor: Er stellte seinen Antrag auf "ruhend", sodass eine Entscheidung nicht mehr erforderlich wurde. Damit vermied er die absehbare Niederlage.

Denn eines scheint klar: Der entscheidende Auslöser für das "Ruhenlassen" des Antrages dürfte gewesen sein, dass er abgelehnt worden wäre, da er die Kriterien nicht erfüllt. Andernfalls wäre der Antrag sicherlich aufrecht erhalten worden.

Welches ist Dein persönliches 96-Unwort des Jahres 2017?

Hannover-Modell
38% (212 Stimmen )
Ehrenamt
1% (4 Stimmen )
Stimmungsboykott
28% (153 Stimmen )
Vorstandsdiktatur
1% (8 Stimmen )
Empfehlung
1% (5 Stimmen )
Grundlagenvertrag
0% (2 Stimmen )
Alternativlos
7% (38 Stimmen )
"Kind muss weg"
24% (131 Stimmen )
Abgegebene Stimmen: 553

50+1-Ausnahme für Martin Kind offenbar auf wackligen Beinen

Die von Martin Kind bei der DFL beantragte Ausnahme von der 50+1-Regelung steht offenbar auf sehr wackeligen Beinen. Die DFL hat die Entscheidung über den Antrag nun schon zum zweiten Mal vertagt.

Zunächst sollte es eine Entscheidung im Laufe des Jahres 2017 geben, der nächste Termin wäre dann am Ende dieser Woche gewesen. Nun ist die Entscheidung für den Februar angekündigt.

Dies spricht dafür, dass Martin Kind die Kriterien möglicherweise nicht eindeutig bzw. ohne weiteres erfüllt. Zumindest scheint es erhebliche Zweifel zu geben, sonst würde der Fall nicht zu einer solchen Hängepartie werden.

IG Pro Verein 1896 mit umfangreicher Schutzschrift an die DFL
Zuvor hat die Interessengemeinschaft "Pro Verein 1896" kürzlich eine umfangreiche "Schutzschrift" unter anderem an die DFL übersandt. In der aus über 50 Seiten bestehenden Begründung und den über 350 Anlagenseiten wird dargestellt, warum eine erhebliche und ununterbrochene Vereinsförderung von Martin Kind bei Hannover 96 nicht vorliegen soll.

Details zur Schutzschrift findet ihr direkt auf der Homepage der "IG Pro Verein 1896". Dort kann das gesamte Dokument auch als PDF heruntergeladen werden, welches auch an alle Vereine bzw. Klubs der DFL versandt wurde.

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