Funktionäre

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Horst Heldt muss überraschend bei Hannover 96 bleiben

In den vergangenen Tagen wurde in der Presse erneut über einen möglichen vorzeitigen Abgang von Sportmanager Horst Heldt spekuliert. Nachdem er vor einigen Monaten mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wurde, war es nun der VfL Wolfsburg.

Laut Lokalpresse hatte es auch bereits Treffen zwischen dem Vfl Wolfsburg und Horst Heldt gegeben, zuletzt am Mittwochabend. Es schien nur noch eine Frage der Zeit und der Ablösesumme zu sein, bis der Wechsel offiziell wird.

Doch heute Nachmittag die überraschende Wende: Hannover 96 verkündet in einer überaus knapp gehaltenen offiziellen Pressemitteilung, dass Horst Heldt bei Hannover 96 bleibt. Diese Entscheidung sei nach Verhandlungen zwischen Martin Kind und dem VfL Wolfsburg gefallen. Offenbar lagen die Vorstellungen über die zu zahlende Ablösesumme zu weit auseinander. Somit wurde Horst Heldts Wunsch nach einer Freigabe nicht entsprochen. Forum

Turbulente Mitgliederversammlung bei Hannover 96 / Entlastung bleibt aus

Auch die diesjährige Mitgliederversammlung von Hannover 96 hielt wieder einmal Zündstoff bereit. Los ging es bereits bei der Genehmigung der Tagesordnung, die sich dieses Mal anders darstelle als üblich: Für die Reihenfolge der Tagesordnungspunkte gab es daher den Antrag auf Änderung, über den schließlich abgestimmt wurde.

Versammlungsleiter Valentin Schmidt kam zunächst zu der Einschätzung, dass es eine Mehrheit für die Beibehaltung der Tagesordnung gäbe. Nachdem aber einzelne auf eine Auszählung bestanden, kam heraus, dass es es sehr wohl eine Mehrheit für die geänderte Tagesordnung gab.

Die Änderung der Reihenfolge der Tagesordnung mag zwar als Kleinigkeit erscheinen, für viele steht der Umgang damit aber exemplarisch für eine kritikwürdige Art der Versammlungsleitung, die von vielen als tendenziös zugunsten von Martin Kind empfunden wird.

Mitgliederversammlung verweigert Entlastung
Zu einem echten Paukenschlag kam es bei der Entlastung des Vorstandes. Denn diese wurde ihm knapp mit 543 zu 548 Stimmen verweigert. Dies bedeutet, dass die Mitglieder sich vorbehalten, Schadenersatz vom Vorstand zu fordern. Zudem ist es ein deutlicher Ausdruck des Misstrauens. In vielen "normalen" Vereinen führt so etwas zu Rücktritten.

Vorstand von Hannover 96 torpediert Satzungsänderungsantrag

Im Vorfeld der Mitglierderversammlung von Hannover 96 am kommenden Donnerstag (19. April 2018) sorgt die Vereinsführung wieder einmal für Kritik. Konkret geht es um den zur Abstimmung stehenden Satzungsänderungsantrag.

Unter anderem in einer E-Mail an die Vereinsmitglieder wird dabei die Ablehnung dieses Antrages empfohlen. Auch entsprechende Flyer im Stadion wurden verteilt und vereinzelt berichten Mitglieder, vom Verein einen Anruf mit der gleichen Zielrichtung erhalten zu haben.

Der Vereinsvorstand argumentiert dabei stets, dass er im Falle einer entsprechenden Satzungsänderung kaum noch handlungsfähig sei, da die Mitgliederversammlung alle Entscheidungen treffen müsse. Dieser Darstellung wiederspricht die IG ProVerein 1896 auf Ihrer Homepage ganz entschieden. Vielmehr sei es so, dass die Mitgliederversammlung den Vorstand beauftragen kann, bestimmte Handlungen zu unternehmen oder zu unterlassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Hintergrund dessen ist, dass in den Vergangenenheit Mehrheitsentscheidungen der Mitgliederversammlungen als "Empfehlungen" abgetan und nicht berücksichtigt wurden.

Von vielen wird außerdem kritisiert, dass sich nun der Vereinsvorstand im Vorfeld der Mitgliederversammlung mit einer einseitigen Darstellung des Sachverhalts per Rundmail an die Mitglieder wendet, während den Antragsstellern diese Möglichkeit nicht gegeben wird. Forum

IG Pro Verein 1896 veröffentlicht Anträge zur Mitgliederversammlung von Hannover 96

Am vergangenen Mittwoch, 28. März 2018, lief für Vereinsmitglieder von Hannover 96 die Frist ab, um Anträge zur kommenden Jahreshauptversammlung am 19. April 2018 einzureichen. Entgegen der Ankündigung des Vereins, die Anträge auf der offiziellen Homepage zu veröffentlichen, ist dies bislang jedoch nicht geschehen. Dies nahm die "Interessengemeinschaft Pro Verein 1896" (IG Pro Verein 1896) zum Anlass, die ihr bekannten Anträge nun auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen.

Da in der Lokalpresse bereits von neun fristgerecht eingereichten Anträgen berichtet wurde und der IG Pro Verein 1896 die gleiche Anzahl an Anträgen bekannt ist, darf man davon ausgehen, dass es sich hierbei um alle Anträge handelt.

Bei den meisten der Anträge geht es im Kern um die von Martin Kind angestrebte Ausnahme von der 50+1 Regelung sowie um die Veräußerungen von Vermögenswerten des Vereins, dessen Vorstandsvorsitzender Martin Kind ist, an die verschiedenen 96-Gesellschaften, deren Geschäftsführer Martin Kind ist.

Darüber hinaus liegt auch ein Antrag auf eine Satzungsänderung vor. Dieser hat unter anderem zum Inhalt, dass der Vereinsvorstand an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden sein soll. Hintergrund dieses Änderungsvorschlages dürfte sein, dass von Martin Kind im Nachgang der letzten Mitgliederversammlung einen Beschluss bzgl. der Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung als "Empfehlung" abgetan wurde, an die er sich schließlich nicht hielt. Forum

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