Funktionäre

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Alles rund um die Verantwortlichen

Hannover 96 sagt Podiumsdiskussion kurzfristig ab - mit fraglicher Begründung

Die für diesen Montag vorgesehene Podiumsdiskussion zwischen Vertretern von Hannover 96 und Fanvertretern wurde von Hannover 96 kurzfristig abgesagt. Als offizieller Grund wird dabei genannt, dass man mit 3 der 5 benannten Fanvertreter nicht einverstanden sei, was von vielen als fadenscheinig betrachtet wird.

Gegen einen der geplanten Teilnehmer bestehe ein Stadionverbot, aufgrund dessen er auch aus dem Verein ausgeschlossen ist. Ein anderer sei Kläger in einem laufenden Rechtsverfahren gegen Hannover 96 und die dritte Person habe Anzeigen gegen Vertreter von Hannover 96 erstattet.

Alternativ verweist Hannover 96 auf einen "Informations- und Dialogabend" am 12. März im Stadion, zu dem die offiziellen Fanclubs eingeladen werden sollen. Viel hat dies nach Ansicht vieler mit einer kritischen Podiumsdiskussion geleitet von einem neutralen Moderator und unter Anwesenheit von Pressevertretern nicht mehr zu tun.

Fanszene lässt Stimmungsboykott ruhen und stellt Forderungen auf

Angesichts der aktuellsten Entwicklungen bei Hannover 96 rund um die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel beschloss die aktive Fanszene am Dienstagabend ein Aussetzen des Stimmungsboykotts. Der Stimmungsboykott soll nach dem Willen einer knappen Mehrheit der über 500 anwesenden Fans für drei Spieltage "ruhen" (in Anlehnung an den "ruhenden" Ausnahmeantrag Martin Kinds zur Ausnahme von der 50+1-Regel).

Vorläufig ist geplant, den Stimmungsboykott für die kommenden drei Spieltage (gegen den SC Freiburg, beim 1. FC Köln und gegen Borussia Mönchengladbach) ruhen zu lassen. Diese Anzahl von Spieltagen wurde dabei nicht etwa zufällig ausgewählt, sondern sie hängt damit zusammen, dass danach - nämlich für den 26. Febaurar 2018 - eine Podiumsdiskussion zwischen Fanszene und Verein verabredet ist. In dieser erwartet die Fanszene konkrete Antworten auf den bislang unbeantworteten Fragenkatalog.

Martin Kind kommt Ablehnung seines 50+1-Antrags zuvor

Nachdem eine Entscheidung mehrfach vertagt wurde, bekam 96-Chef Martin Kind von der DFL auch heute nicht die beantragte Ausnahme von der 50+1-Regelung bewilligt. Bereits seit langem wird infrage gestellt, ob die Höhe seines finanzielles Engagements dafür überhaupt ausreicht und schon vor dem heutigen Tag der erwarteten Entscheidung gab es aus verschiedenen Quellen Hinweise darauf, dass die DFL den Antrag von Martin Kind ablehnen würde.

Doch einer solchen Ablehnung kam Martin Kind heute unmittelbar vor der Entscheidung DFL zuvor: Er stellte seinen Antrag auf "ruhend", sodass eine Entscheidung nicht mehr erforderlich wurde. Damit vermied er die absehbare Niederlage.

Denn eines scheint klar: Der entscheidende Auslöser für das "Ruhenlassen" des Antrages dürfte gewesen sein, dass er abgelehnt worden wäre, da er die Kriterien nicht erfüllt. Andernfalls wäre der Antrag sicherlich aufrecht erhalten worden.

50+1-Ausnahme für Martin Kind offenbar auf wackligen Beinen

Die von Martin Kind bei der DFL beantragte Ausnahme von der 50+1-Regelung steht offenbar auf sehr wackeligen Beinen. Die DFL hat die Entscheidung über den Antrag nun schon zum zweiten Mal vertagt.

Zunächst sollte es eine Entscheidung im Laufe des Jahres 2017 geben, der nächste Termin wäre dann am Ende dieser Woche gewesen. Nun ist die Entscheidung für den Februar angekündigt.

Dies spricht dafür, dass Martin Kind die Kriterien möglicherweise nicht eindeutig bzw. ohne weiteres erfüllt. Zumindest scheint es erhebliche Zweifel zu geben, sonst würde der Fall nicht zu einer solchen Hängepartie werden.

IG Pro Verein 1896 mit umfangreicher Schutzschrift an die DFL
Zuvor hat die Interessengemeinschaft "Pro Verein 1896" kürzlich eine umfangreiche "Schutzschrift" unter anderem an die DFL übersandt. In der aus über 50 Seiten bestehenden Begründung und den über 350 Anlagenseiten wird dargestellt, warum eine erhebliche und ununterbrochene Vereinsförderung von Martin Kind bei Hannover 96 nicht vorliegen soll.

Details zur Schutzschrift findet ihr direkt auf der Homepage der "IG Pro Verein 1896". Dort kann das gesamte Dokument auch als PDF heruntergeladen werden, welches auch an alle Vereine bzw. Klubs der DFL versandt wurde.

Zu geringe 96-Förderung durch Martin Kind?

Erneut berichtet die Bild-Zeitung darüber, dass sich die DFL-Entscheidung zur durch Martin Kind beantragten Übernahme von Hannover 96 verzögert. Eigentlich hätte es eine Entscheidung zur Ausnahme von der 50+1-Regel bis zum 31. Dezember 2017 geben sollen.

Doch laut dem Bericht gibt es ein Problem mit der Höhe der finanziellen Förderung durch Martin Kind. Diese ist offenbar zu gering, wie im Vorfeld auch schon von vielen vermutet wurde.

Voraussetzung für eine 50+1-Ausnahme ist nämlich, dass der Verein mindestens 20 Jahre lang "erheblich" gefördert worden sein muss. In der Praxis dienen als Maßstab für eine "erhebliche Förderung" die Zahlungen des jeweiligen Hauptsponsors. Martin Kind liegt mit seiner Förderung aber offenbar klar darunter.

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