Funktionäre

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Alles rund um die Verantwortlichen

Rückschläge für Verfechter von 50+1 bei Hannover 96

In den letzten Tagen gab es gleich mehrere neue Entwicklungen im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Hannover 96 durch Klubchef Martin Kind, indem dieser für sich eine Ausnahme von der 50+1-Regel beantragte.

Die jüngste Meldung ist dabei, dass die Staatsanwaltschaft Hannover ein Verfahren gegen Martin Kind einstellte. In einer anonymen Anzeige, die vor rund einem Monat aus dem Umfeld von Martin Kind kam, wurde ihm Untreue vorgeworfen.

Antrag auf einstweilige Verfügung erneut abgewiesen
Zuvor wurde vom Oberlandesgericht Celle ein Antrag auf Erlass einer damit zusammenhängenden einstweiligen Verfügung erneut zurückgewiesen.

Allerdings fällte das Gericht dabei ausdrücklich kein Urteil in der Sache (das heißt, es entschied nicht darüber, ob der vereinbarte Kaufpreis für die entscheidenden Anteile angemessen ist), sondern es wies den Antrag aus dem formalen Grund zurück, dass Aufsichtsratsmitgliedes Ralf Nestler als einzelnes Vereinsmitglied persönlich keinen Anspruch geltend machen könnte. Ein solcher Antrag muss demnach durch den Verein geltend gemacht werden, also durch die Mitgliederversammlung.

Dazu passt die Kampagne der IG Pro Verein 1896 (50+dEins), die dazu aufruft, in den Verein einzutreten. Ziel ist es, künftig die erforerlichen Mehrheit zu erzielen, um 50+1 bei Hannover 96 möglicherweise doch noch bewahren zu können, nachdem dafür zuletzt nur wenige Stimmen fehlten.

Martin Kind muss länger auf 50+1-Entscheidung warten

Die von Martin Kind angestrebte Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regelung wird nun möglicherweise noch aus einem weiteren Grund zur Hängepartie. Denn wie die Bild-Zeitung berichtet, will die für die dafür zuständige Deutsche Fußballliga (DFL) wohl doch keine schnelle Entscheidung treffen, von der zunächst alle ausgegangen waren.

Offenbar ist man bei der DFL nach Presseberichten über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme durch Martin Kind verunsichert. Zudem gibt es zur Thematik laufende juristische Auseinandersetzungen (die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt), deren Ausgang die DFL möglicherweise abwarten will.

Für die Verfechter der 50+1-Regel bei Hannover 96 ist dies ein leiser Hoffnungsschimmer. Denn so dauert es doch noch etwas länger als befürchtet, bis weitere Tatsachen geschaffen werden. Forum

Hängepartie um Horst Heldt findet nach Köln-Absage abruptes Ende

Nach einer mehr als einwöchigen Hängepartie bleibt Horst Heldt nun doch bei Hannover 96. Zuvor hatte der Tabellenletzte 1. FC Köln sein Interesse am 96-Sportdirektor geäußert und auch Horst Heldt liebäugelte öffentlich mit einem Wechsel. Im Wege stand dabei jedoch seine Vertragslaufzeit bis ins Jahr 2020 bei Hannover 96.

96-Klubchef Martin Kind machte öffentlich schnell klar, dass er Horst Heldt nicht ziehen lassen will. Da solche Stellungnahmen im Fußball-Business nicht ungewöhnlich sind (insbesondere um eine möglichst hohe Ablösesumme herauszuholen), beendete das die Spekulationen aber nicht. Zumal Horst Heldt in diesem Zusammenhang auch ein klares Bekenntnis zu Hannover 96 und gegen einen Wechsel schuldig blieb.

Weitere Klage im Zusammenhang mit 50+1-Regelung bei Hannover 96

Im Zusammenhang mit der Übernahme der entscheidenden Vereinsanteile durch Martin Kind wurde eine weitere Klage von der Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 eingereicht, wie diese auf ihrer Homepage berichtet.

Die Klage richtet sich gegen das Abstimmungsverfahren auf der vergangenen Mitgliederversammlung von Hannover 96 als es um einen Satzungsänderungsantrag ging. Kritisiert wird dabei vor allem, dass eine geheime Abstimmung verwehrt wurde und dass für die Auszählung das Subtraktionsverfahren angewandt wurde, welches für knappe Abstimmungen nicht geeignet ist.

Der Antrag scheiterte nach Anwendung des Substraktionsverfahrens letztendlich knapp an der notwendigen Zweidrittelmehrheit. Die Änderung hätte dafür gesorgt, dass die Erhaltung der 50+1-Regel in der Satzung von Hannover 96 festgeschrieben worden wäre. Forum

Horst Heldt bei Hannover 96 möglicherweise vor dem Absprung

Es gibt weitere Unruhe im Umfeld von Hannover 96. Dieses Mal geht es um Sportmanager Horst Heldt, der bei den Roten eigentlich fest im Sattel sitzt. Jedoch hat der in der Krise befindliche 1. FC Köln laut verschiedener Medienberichte großes Interesse an ihm.

96-Klubchef Martin Kind bestätigte bereits, dass seitens des 1. FC Köln gegenüber Horst Heldt Interesse bekundet wurde. Hannover 96 läge bislang aber kein offizielles Ersuchen auf Freigabe vor.

Horst Heldt spielte in seiner aktiven Karriere lange Zeit für den 1. FC Köln und dürfte sich diesem daher verbunden fühlen, zumal er auch gebürtiger Rheinländer ist. Zudem war in Hannover zuletzt von atmosphärischen Störungen zwischen Horst Heldt und dem von Martin Kind als Berater installierten Martin Andermatt die Rede, der aktuell in einem Interview den Wunsch äußerte, wieder verstärkt operativ tätig sein zu wollen.

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