Funktionäre

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Alles rund um die Verantwortlichen

Martin Kind beantragt für Hannover 96 Ausnahme von 50+1-Regel

Kurzfristig und zu diesem Zeitpunkt überraschend hat der Vereinsvorstand rund um den Vorsitzenden Martin Kind am Montagabend die Beantragung der Ausnahmegenehmigung für Hannover 96 von der 50+1-Regelung auf den Weg gebracht und die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen (Kauf von 51 Prozent der Anteile an der Hannover 96 Management GmbH - für 12.750 Euro). Und das ungeachtet aller Kritik und auch kurzfristiger Proteste hunderter Fans unmittelbar vor der entscheidenden Sitzung. Der Aufsichtsrat segnete die Vorstandsentscheidung mit 3:2 Stimmen knapp ab.

Damit setzten sich die Verantwortlichen über einen Beschluss auf der vergangenen Mitgliederversammlung hinweg, der vorsah, dass vor Beantragung einer solchen Ausnahmegenehmigung die Vereinsmitglieder darüber abstimmen müssen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es sind bereits Klagen gegen dieses Vorgehen angekündigt und vereinsintern laufen mehrere Ehrenratsverfahren gegen Martin Kind.

Mitgliedschafts-Skandal bei Hannover 96: taz bringt Neuigkeiten, Lokalpresse nicht

Noch immer schweigt sich Hannover 96 zu den mehr als 119 abgelehnten Anträgen auf Mitgliedschaft aus. Zahlreiche 96-Fans sehen in diesem Fall auch die Lokalpresse wie Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), Neue Presse (NP) oder auch Bild in der Pflicht, die dieses Thema allerdings nicht so aufgreift, wie viele es erwarten würden.

Stattdessen lässt die Lokalpresse den Verein bzw. dessen Vorstandsvorsitzenden Martin Kind mit der Taktik des "Aussitzens" bislang nahezu ungeschoren davonkommen. Zumindest ist seit einem Artikel zu den 119 abgelehnten Anträgen keine entsprechende Berichterstattung mehr zu finden gewesen. Das einzige, was die Lokalpresse Martin Kind dazu bislang entlocken konnte, ist somit, dass die Ablehnungen "im Interesse des Vereins" erfolgt seien.

Auch aktuelle Entwicklungen wie das größere Ausmaß als zunächst angenommen, die ausgebliebene Reaktion auf die Anfrage des Fanbeirates oder auch andere Aufhänger wie zum Beispiel eine mögliche Missachtung des Datenschutzes nahm die Lokalpresse bislang nicht zum Anlass, das skandalöse Verhalten des Vereins angemessen zum Thema zu machen, um den Verein zumindest zu einer umfangreicheren Stellungnahme zu drängen oder gar selbst Hintergründe aufzudecken.

"Grundlagenvertrag": IG Pro Verein 1896 widerlegt Infos von Hannover 96

Kürzlich trommelte Hannover 96 auf seiner Homepage für den Grundlagenvertrag. Ziel war dabei offensichtlich, die Beibehaltung der 50+1-Regel durch diesen Vertrag verzichtbar erscheinen zu lassen. Die genauen Inhalte des Grundlagenvertrages bleiben der breiten Masse dabei aber weiter vorenthalten, da Hannover 96 diesen nicht veröffentlichen will, sondern lediglich in der Geschäftstselle für Vereinsmitglieder zur Ansicht bereit hält - Abschriften sind dabei allerdings nicht gestattet.*

Viele interessierte Vereinsmitglieder sahen diese Mitteilung sehr kritisch, da sie in ihren Augen zum einen einseitig und zum anderen in weiten Teilen auch schlicht falsch "informierte". Die Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 nimmt diese Mitteilung in einem Beitrag auf ihrer Homepage nun ausführlich unter die Lupe und auseinander.

Beachtet Hannover 96 den Datenschutz?

Weiterhin bleibt Hannover 96 eine aufklärende Stellungnahme zu den abgelehnten 119 gesammelt abgegebenen Mitgliedschaftsanträgen schuldig. Unterdessen werden auch immer weitere Einzelfälle bekannt, in denen Anträge auf Mitgliedschaft und auch Anträge einer Aufstockungen von Einzelmitgliedschaften in Familienmitgliedschaften abgelehnt wurden. Neben dem Umstand, dass dies an sich ein überaus fragwürdiges Vorgehen ist, entsteht für die Abgelehnten (insbesondere die Einzelfälle) zusätzlich noch eine ganz andere Frage.

Hält Hannover 96 den Datenschutz ein?
Denn auf Basis welcher Informationen lehnte Hannover 96 die einzelnen Antragsteller als neue Mitglieder ab? Bei den gesammelt abgegebenen Anträgen, die durch die "IG Pro Verein 1896" sowie die "IG Rote Kurve" angeworben wurden, ist dies noch vorstellbar, da diese den Erhalt der 50+1-Regelung befürworten, die der Vorstandsvorsitzende Martin Kind hingegen bei Hannover 96 außer Kraft setzen will. Wie verhält es sich aber bei Antragstellern, die alleine für sich tätig wurden?

Hannover 96 versucht Ablehnungen auf Mitgliedschaften auszusitzen

Hannover 96 will weiterhin keine Begründung für die Ablehnung der weit über 100 Anträge auf Mitgliedschaft in seinem Verein liefern. Auf Nachfragen reagierte der Verein heute mit einem lapidaren Einzeiler, dass es grundsätzlich keine Begründung für Ablehnungen geben würde.

Zu einer demokratischen Grundhaltung eines Vereins, der grundsätzlich erst einmal jedem unbescholtenen Bürger offen stehen sollte, will das weiterhin nicht passen.

Will Hannover 96 keine Vereins-Unterstützer?
Nach wie vor steht somit zudem der Verdacht im Raum, dass die Verantwortlichen keine Personen als Mitglieder aufnehmen wollen, die die 50+1-Regel und somit den Einfluss des Vereins auf den Bereich des Profi-Fußballs erhalten wollen.

Genau genommen lehnt der Verein bzw. genauer gesagt seine Verantwortlichen rund um den Vorstandsvorsitzenden Martin Kind hier also Mitgliedschaften von Vereins-Unterstützern ab. Das mutet grotesk an.

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