Pokalhelds Ansichten

Kommentar: (An)Spannung pur am vorletzten Spieltag

In den letzten vier Partien gegen Hamburg (0:0), Schalke (4:2), Bayern (0:7) und Leverkusen (0:3) wurde die Mindestanforderung von vier Zählern erreicht; das war nötig, um die Heimniederlage gegen Köln wettzumachen und die Hoffnung auf den Ligaverbleib aufrecht zu erhalten. Diese vier Partien waren abermals eine Achterbahnfahrt der Gefühle, von einer Abwehrschlacht über einen überzeugenden Sieg und eine derbe Klatsche bis hin zu einer passablen Leistung ohne Fortune war alles dabei. Die Fans, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, betätigen sich derweil in einer Art von fortgeschrittener Gymnastik, vor allem im Daumendrücken, Applaudieren, Aufstampfen und Hände-über-den-Kopf-Zusammenschlagen. Diese Saison ist nichts für schwache Nerven.

Kommentar: Jetzt geht's um die Wurst

Die vergangenen Wochen haben viele Erkenntnisse gebracht und dennoch viele Fragen unbeantwortet gelassen. Rückblickend kann man die Anfangszeit von Trainer Mirko Slomka wohl als große Reperaturmaßnahme betrachten, bei der die Spiele absichtlich abgeschenkt worden waren. Es wurde aus der Not heraus das Ausdauertraining der Winterpause nachgeholt, und es wurden drei zu spät verpflichtete Neuzugänge in die Mannschaft integriert. Nach zum Teil horrenden Niederlagen schien die Arbeit erste Früchte zu tragen, es folgten passable bis gute Auftritte gegen Wolfsburg (0:1), Freiburg (2:1) und Frankfurt (2:1). Diese zwei Siege waren von enormer Bedeutung, weil sie die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhielten. Mehr nicht. Mit einer unglaublichen Pleitenserie von elf Niederlagen in zwölf Spielen war zuvor ganz viel Boden in der Tabelle verloren gegangen.

Kommentar: Im freien Fall

Seit Anfang November hat sich vieles bei Hannover 96 verändert. Der Patient befindet sich nicht mehr in der stabilen Seitenlage, sondern mittlerweile im freien Fall nach unten. Trainer Bergmann konnte im August frischen Wind in die Mannschaft bringen. Es war mehr Bewegung und Leidenschaft auf dem Platz zu sehen und zu spüren. Doch immer wenn er ein Problem behoben hatte, trat ein neues auf. So wurde er unverschuldet binnen weniger Monate vom Hoffnungsträger zum Wackelkandidaten.

Kommentar: Stabile Seitenlage

Mit den zwei jüngsten 1:0-Erfolgen gegen Stuttgart und Köln hat sich die Mannschaft ein kleines, aber wichtiges Punktepolster zugelegt. Das Zwischenfazit sieht mit 15 Zählern aus elf Partien zufriedenstellend gut aus; allerdings haben es die nächsten vier Spiele in sich - es warten Hamburg, Schalke, Bayern und Leverkusen. Eine gewisse Anspannung wird uns also bis Weihnachten erhalten bleiben.

Kommentar: Kurswechsel mit Verzögerung

In Hannover bewegt sich gerade was. Während vor einem Monat die Tristesse ihren Höhepunkt erreicht hatte, weil das siechende Elend auf dem Spielfeld auch im Pokalspiel beim Viertligisten Trier kein Ende nehmen wollte, steckt der Verein nun mitten in einer mittelgroßen Aufbruchsphase. Am Tabellenbild kann man nach vier Punkten aus vier Spielen zwar noch nichts erkennen; doch an der Spielweise hat sich schon einiges verändert und die Stimmung hellt sich dadurch auch etwas auf.

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