Gute / Schlechte Ärzte

  • Ich hatte auch fette Zahnarzt-Probleme, früher.


    Meiner Meinung nach ist der Trick, Zahnärzte zu finden, denen man wirklich vertraut. Dafür muss man halt rumlaufen. Und auch schlechte Erfahrungen machen. (Und dann sofort wieder rumlaufen.)


    Sie mögen die Minderheit sein, aber gerade unter Zahnärzten gibt es - verglichen mit anderen Ärzten - relativ viele, die keinen Bock auf Fließbandarbeit haben und sich Zeit für ihre Patienten nehmen, auch für Kassenpatienten. Und auf sie eingehen. Und die Geschichten kennen.


    Mag nicht für jeden funktionieren, aber ich habe damit eine Zahnarzt-Phobie zumindest im mittleren Bereich in den Griff bekommen.

  • @zlf: DANKE für deinen Bericht!!!! Herrlich und grausam zugleich :)!


    Musste meinen Termin auf morgen verschieben, da mich Ende letzter Woche ein heftiger grippaler Infekt mit entsprechenden Effekten heimgesucht hatte.
    Nun, ich bin gespannt, wie der morgige Tag wird...


    Ich war auch mal bei einem Zahnarzt bei Pelikan, wo ich sofort das Gefühl hatte, er will mich abzocken... DAS sind auch so Sachen... aber gut, den habe ich dann gleich gecancelt.


    Mein Schlüsselerlebnis war - so vermute ich - übrigens eins, an dem ich gar nicht direkt beteiligt war. Hatte meinen Bruder zusammen mit meiner Mutter als kleines Kind begleitet und wir warteten, während er behandelt wurde... und plötzlich erschütterte ein Schreien die Praxis, dass man das Ganze sicher noch in 30km Entfernung hören konnte. Offenbar hatte die Betäubung noch nicht gewirkt.. oder was weiß ich... aber das hat mir nun nicht mehr Mut gemacht...

  • Gibt es aktuelle Empfehlungen in Sachen Orthopädie? Mein Knie zickt manchmal etwas rum und linksseitig knackts in der Hüfte bei bestimmten Bewegungen des Beins.

  • Für mich bleiben da die Sportärzte im Podbipark die Empfehlung. Termine gibt es normalerweise in zwei bis vier Monaten.

  • Bei mir zwickt es seitgeraumer Zeit im Knie. Treppensteigen ist die reinste Qual. Ich war bei einer Orthopädin in einer Praxis an der Podbi, da der Orthopäde aus dieser Praxis ausgeschiedener. Ich sollte, bevor ich zur Ärztin reinging, erst einmal Röntgenaufnahmen machen lassen. Bevor ich die Ärztin zu Gesicht bekommen hatte, wohlgemerkt!! Das hat mich derart empört, dass ich dort nicht wieder hin will.
    Die Ärzte im Podbipark kochen auch nur mit Wasser, denke ich. Praktiziert da nicht der Wego Kregehr, der mal bei den Roten war?
    Ich suche einen Orthopäden, der sich den Menschen erst einmal ansieht und zunächst manuell untersucht und das Gangbild betrachtet. So kenne ich das von früher. Als Kassenpatient wirst du doch nur noch so durchgeschleust und es wird probiert, möglichst viele Röntgenaufnahmen zu machen, weil das Geld bringt.
    Ich wäre. Wirklich für eine Arzt-Empfehlung dankbar. Da können Nils und ich dann gemeinsam hingehen. :D

  • Kregehr ist da seit einigen Jahren nicht mehr. Dafür unterhalten sich die Ärzte mit einem, führen manuelle Untersuchungen durch und nehmen sich nach meinem Empfinden viel Zeit - auch für vermeintliche Kleinigkeiten. Ich war da schon öfter, mir wurde immer geholfen und ich wurde kein einziges Mal geröntgt. Aber ja, die kochen auch nur mit Wasser und es war total wichtig, das nochmal klarzustellen, ohne selbst mal da gewesen zu sein.

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  • Gibt es aktuelle Empfehlungen in Sachen Orthopädie? Mein Knie zickt manchmal etwas rum und linksseitig knackts in der Hüfte bei bestimmten Bewegungen des Beins.


    Für das Knie war ich damals bei Sander-Beuermann, weil der bekannt dafür ist, bei diesem Körperteil nicht sofort zum Messer zu greifen. Allerdings nimmt der nur Privatpatienten. Hinzu kommt, dass man ihm meiner Meinung nach inzwischen das Alter anmerkt. Spleenig war er schon immer, jetzt wirkt er öfter auch tüddelig... Deshalb bin ich in die Praxis Frisch/Klages gewechselt und fühle mich da gut aufgehoben.

  • Zitat

    nehmen sich nach meinem Empfinden viel Zeit


    Ich bin da ja eher skeptisch. Wenn sich ein Freiberufler auffällig viel Zeit nimmt, dann weil er es kann. Und der Grund dafür kann ja nur darin liegen, dass er entweder zu wenig Kunden hat oder seinen Beruf nur noch zum Spaß betreibt.


    Soviel Zeit nimmt sich nur mein Hausarzt. Da muss man manchmal Ausreden mitbringen, um die Praxis überhaupt wieder verlassen zu können. Am Podbipark ist die Zeit schon relativ und bezieht sich allein auf die Untersuchung. Aber da muss auch wirklich niemand von euch hingehen. Dann komme ich vielleicht schneller dran, wenn ich nächstes Mal hin muss.

  • Bei mir zwickt es seitgeraumer Zeit im Knie. Treppensteigen ist die reinste Qual. Ich war bei einer Orthopädin in einer Praxis an der Podbi, da der Orthopäde aus dieser Praxis ausgeschiedener. Ich sollte, bevor ich zur Ärztin reinging, erst einmal Röntgenaufnahmen machen lassen. :D


    Es ist allerdings heutzutage so, dass das medizinische Personal in Praxen qualifizierter ist als früher. Wenn Du am Empfang oder am Telefon Deinen Fall so beschrieben hast wie hier, halte ich eine Röntgenaufnahme schon für angemessen, zumal die Strahlenbelastung niedriger geworden ist und, wie theMenace schreibt, das Bild auch schnell vorliegt, so dass die Ärztin gleich damit arbeiten kann (und das auch den Ablauf in ihrer Praxis erleichtert, weil sie Dich nach einem Röntgen nach der manuellen Untersuchung noch einmal in ihren Zeitplan einschieben müsste - und es letztlich auch Dir Zeit erspart).

  • Ich kann da 123 nicht zustimmen. Bei Dr. Frisch hatte ich in der Vergangenheit immer öfter das Gefühl, dass es dort hauptsächlich um die Rechnung geht. Knieprobleme habe ich seit Jahren, bei allen Besuchen immer das selbe Theater. Röntgen, Kernspintomographie, irrsinnig schmerzhafte Spritzen ins Knie. Dann geht es wieder etwas besser für ein paar Monate, dann geht alles von vorne los. Nee, eine wirkliche Hilfe ist das nicht.

  • bei frisch bin ich mal gelandet, weil da eine sprechstundengehilfin mit nem kumpel von mir liiert war. ich hab mich zur behandlung meiner rückenschmerzen zu spritzen zwischen die wirbel überreden lassen. wenn das 3 wochen angehalten hat, war das viel. 4 mal da gewesen in seinem spritzzentrum da in langenhagen. gebracht hats wenig bis gar nix. ziemlich cool war allerdings, wenn man sich unmittelbar nach dem spritzen 3 herri in den kopf geschraubt hat. schöne bunte bilder :blume:


    hirschi, edit sagt mir grade, du sollst unbedingt mal bei dr. krukenberg in der nähe vom opernhaus vorstellig werden. die strasse weiß sie grad nicht, aber wenn der dicke fliesenleger mal was mit dem knie hat ist das da besser als jede vertragswerkstatt von mercedes , die den 124er warten.

  • Wenn sich ein Freiberufler auffällig viel Zeit nimmt, dann weil er es kann. Und der Grund dafür kann ja nur darin liegen, dass er entweder zu wenig Kunden hat oder seinen Beruf nur noch zum Spaß betreibt.


    Soviel zur Einbildung gegenüber der Fachfrau. Aber ist ja auch 'ne Bildung, jedenfalls der herrschenden Meinung nach.
    Kann ja auch daran liegen, dass es ihrem professionellen Selbstverständnis entspricht, welches über rein(en) Effizienz- bzw. betriebswirtschaftlichen Kriteren hinausgeht/steht. Auch wenn das dem Homo oeconomicus bisschen befremdlich erscheinen mag.
    Ich kann weniger über den Bereich der Gesundheit und mehr für den Bereich der Pädagogik/Sozialarbeit sprechen: Dass immer weniger (zahlenmäßig bzw. ökonomisch nicht messbare) Zeit für den persönlichen Kontakt mit dem Menschen (dem Subjekt) zur Verfügung steht, sorgt für sehr viel Leid (bei allen Beteiligten).

  • Dass immer weniger (zahlenmäßig bzw. ökonomisch nicht messbare) Zeit für den persönlichen Kontakt mit dem Menschen (dem Subjekt) zur Verfügung steht, sorgt für sehr viel Leid (bei allen Beteiligten).


    Das kann sein und mag auch der Grund sein, warum Heilpraktiker und irgendwelche abergläubischen Methoden wie Homöopathie "erfolgreich" sind. Nichts desto weniger ist es in Ansehung der Wartezeiten bei Orthopäden sicherlich besser, der Orthopäde kann am Tag 50 Knie behandeln als nur 30. Noch schöner wäre es, wir hätten mehr Orthopäden, aber daran kann ja der einzelne Orthopäde nichts ändern, der vor der Entscheidung steht, 50 oder 30 Patienten zu helfen.


    Für den hier besprochenen Fall will ich dir auch gar nicht widersprechen. Das kann ich nicht beurteilen und klingt in deiner Begründung nachvollziehbar.


    Mich störte eher die Pauschalität in deiner Aussage bzw. Unterstellung.
    Auch mit Blick auf andere Gesundheitsbereiche wie Pflege oder Geburtshilfe (als freie Hebamme kannste heute quasi nicht mehr tätig sein) ist diese Entwicklung sehr problematisch. Denn da sind keine Maschinen vor einem, die nur (körperlich) funktionieren. Und das ist mithin wohl auch ein Grund, warum Heilpraktiker/-innen nachgefragt werden. Weg von einer rein technokratischen Behandlung (eines Objekts), hin zu einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen (als Subjekt). Ich bin da persönlich auch vorsichtig, insbesondere wenn dogmatisch betrieben, würde sie aber nicht mit "abergläubischen Methoden" in eine Schublade stecken. Es hat schon etwas mit "Glauben" zu tun, also mit dem Geist(igen Wohlbefinden) des Menschen. Aber das halt nicht von ungefähr.

  • Es mag altmodisch klingen aber auch heute noch steht die körperliche Untersuchung vor der apparativen Diagnostik. Für eine Röntgendiagnostik braucht es eine Indikationsstellung. Ansonsten ist es eine Körperverletzung. (Auch wenn die Dosen mit dem technischen Fortschritt geringer geworden sind, wird noch immer mit ionisierender Strahlung gearbeitet.) Und die Indikation kann nur ein Arzt stellen. Dazu muss er den Patienten gesehen haben. Darüberhinaus ist das auch eine (volks-)wirtschaftliche Frage, denn auch jede unnötig angeordnete Röntgenuntersuchung kostet Geld.


    Edit: Fairerweise muss vielleicht angemerkt werden, dass, wenn ein bestimmter Fall geschildert wird, die Indikationsstellung auch ohne vorherigen Patientenkontakt erfolgen kann.

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  • Also muss der Arzt den Patienten vorher gesehen haben und ein Röntgen verodnen. Erzählt der Patient aber vorab an der Anmeldung, was er genau hat, so kann ein Röntgen ggf. auch ohne einen vorigen Arztkontakt erfolgen, ja?

  • Ein natives Röntgenbild ist z.B. bei Kreuzbandläsionen, Bandläsionen, Meniskusschäden u.ä. völlig nutzlos. Man sieht halt nur den Knochen.


    @niedersachse: ein solcher Fall ließe sich wohl zumindest konstruieren.