Politischer Zoff-Thread oder so

  • Danke 4no1...wusste ich nicht; ist aber nicht gleich vom Parteiamt zum BP gehievt, es verging wohl eine Zeit.


    (Da habe ich aber schon immer ein Problem mit, wenn man gleich irgendwo reinrutscht...siehe pofalla/Schenker oder Müntefering, Schröder ohne eine gewisse Zeit Pause zu machen. Der parteispagat zur Neutralität scheint mir zu groß.)

  • Also ich persönlich sähe in Butterwegge tatsächlich eine gute Alternative und ich finde es erschreckend, wie in unserem Land zusehendst politische Inzucht betrieben wird.
    Von einem Amt direkt ins nächste und die wundern sich nicht wirklich über den Unmut in der Bevölkerung, oder?


    Mir kommt das immer planvoller vor.


    Was die Sache mit der Polizei betrifft, bin ich ehrlich etwas erstaunt über die hier auftauchenden Fragen.


    Bin ich nun so erschreckend viel schlauer, dass ich nach Lektüre der Worte des Richters, ohne wirklich im Thema zu sein, alles gleich so verstanden habe, wie Svenny es später erklärte?


    Ich meine das wirklich nicht von oben herab, aber hatte ihr das tatsächlich nicht verstanden? Muss ich mein Selbstbild noch weiter korrigieren?


    :???:

  • Neutral sein, heißt nicht, eine eigene Meinung nicht haben zu dürfen. Und vor allem nicht, keine Entscheidungen fällen zu dürfen oder zu können, auch wenn sie nicht allen gefallen. So ist das nun mal mit Entscheidungen.

    Mr. Mo schrieb, dass bei den Präsidenten jeweil die Parteizugehörigkeit keine Rolle mehr spielte - darauf bezog ich mich. Natürlich ist klar, dass es absolute Neutralität nicht geben kann.

  • Also ich persönlich sähe in Butterwegge tatsächlich eine gute Alternative und ich finde es erschreckend, wie in unserem Land zusehendst politische Inzucht betrieben wird.
    Von einem Amt direkt ins nächste und die wundern sich nicht wirklich über den Unmut in der Bevölkerung, oder?


    Mir kommt das immer planvoller vor.


    Aber... nähmen wir wirklich mal an, Butterwegge würde gewählt werden. Was nutzte das? Könnte er seine Ansichten (gegen das bedingungslose Grundeinkommen, Bürgerversicherung, Reichtum umverteilen) denn damit auch nur irgendwie fördern? Wäre so einer - so man denn mit seinen Ansichten sympathisiert - in der gestaltenden Politik, zum Beispiel als Abgeordneter oder wenigstens (aktives) Parteimitglied, nicht besser aufgehoben?


    Und das mit der "politischen Inzucht" - ich weiß gar nicht, ob da nicht einige "Leuchtturm-Personalien" ein wenig den Blick verstellen. Gauck kam zum Beispiel von ganz außen.

  • Das mit der Inzucht bezog ich nicht direkt auf den Bundespräsidenten, sondern eher auf die, in der letzten Zeit, immer stärker zu sehenden Verschiebung gleicher Personen von Amt zu Amt. Oder in die EU und nun sogar von da hierher.


    Alle scheinen alles zu beherrschen, Hauptsache, der Klüngel bleibt beisammen.


    Daher auch meine Benennung Butterwegges als Alternative.


    Was meinst du, warum der besorgte Bürger unter anderem so besorgt ist. Diese "Inzucht" ist ein nicht unerheblicher Teil dessen, was er Establishment nennt.


    Daher, so scheiße ich ihn fand, war Gauck schon etwas anderes. Und ich denke, dass sie damals nach dem gescheiterten "Inzuchtbaby" durchaus mit diesem Gedanken (und dem, dass der keinem wirklich gefährlich wird), auf ihn gekommen sind.


    Mit Butterwege würden sie zwar die überzeugten Linkenhasser/AfDler sicher nicht besänftigen, aber die noch nicht ganz Hingewechselten könnte es eventuell zum Nachdenken verleiten.


    Aber so einer, der aus Überzeugung wegen Hartz IV die SPD verlässt, einfach seine normale Arbeit macht und zugibt, mit der Linken zu sympathisieren, ohne Mitglied zu sein, geht ja wahrscheinlich wirklich nicht, oder?

  • Aber so einer, der aus Überzeugung wegen Hartz IV die SPD verlässt, einfach seine normale Arbeit macht und zugibt, mit der Linken zu sympathisieren, ohne Mitglied zu sein, geht ja wahrscheinlich wirklich nicht, oder?


    Lass mich in Ruhe!

  • Das mit der Inzucht bezog ich nicht direkt auf den Bundespräsidenten, sondern eher auf die, in der letzten Zeit, immer stärker zu sehenden Verschiebung gleicher Personen von Amt zu Amt. Oder in die EU und nun sogar von da hierher.

    Ach so, dann habe ich das falsch gedeutet.
    Ich möchte trotzdem noch auf Köhler hinweisen, der auch einigermaßen von außen kam*. Oder Wulff, der in der Bundespolitik zuvor gar keine Rolle spielte.
    Das Problem bei dem Hin- und Hergeschiebe ist natürlich in der Tat, dass manche ihren neuen "Posten" anscheinend wirklich nur bekommen, damit sie abgesichert abgeschoben werden können. Als Beispiel seien hier Öttinger oder Röttgen genannt. Oder Gabriel.
    Innerhalb der Regierung aber alle vier Jahre neue Leute zu benennen wäre auch seltsam.


    Was meinst du, warum der besorgte Bürger unter anderem so besorgt ist. Diese "Inzucht" ist ein nicht unerheblicher Teil dessen, was er Establishment nennt.

    Das glaube ich gar nicht mal. Die meisten Minister im aktuellen Kabinett sind "neu" - wenn ich mich jetzt nicht vertue.


    Aber so einer, der aus Überzeugung wegen Hartz IV die SPD verlässt, einfach seine normale Arbeit macht und zugibt, mit der Linken zu sympathisieren, ohne Mitglied zu sein, geht ja wahrscheinlich wirklich nicht, oder?


    Wem stellst Du jetzt diese Frage? In der Bundesversammlung hat die Linke nicht mal annähernd die Mehrheit - also ja: Das wird nicht gehen.



    * Edit: Na - bei Köhler liege ich wohl falsch. Das hatte ich nicht auf dem Schirm. Der hat jahrzehntelang in der zweiten/dritte Reihe der Politik agiert: Abteilungsleiter, Staatssekretär, Verhandlungsleiter etc.

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan535 ()

  • Köhler kannte allerdings kaum jemand - "Horst - wer?" hieß es anfänglich. Und sein Rücktritt zeigte wenig Professionalität.

  • Was meinst du, warum der besorgte Bürger unter anderem so besorgt ist. Diese "Inzucht" ist ein nicht unerheblicher Teil dessen, was er Establishment nennt.

    Das glaube ich gar nicht mal. Die meisten Minister im aktuellen Kabinett sind "neu" - wenn ich mich jetzt nicht vertue.


    Du hast das mit diesen gefühlten Fakten noch nicht so richtig verstanden, oder? ;)

  • Claus Strunz als Zeuge der Anklage? Na ja... ;)


    Aber mal im Ernst: Du scheinst zu erwarten, dass jemand zum Bundespräsidenten/zur Bundespräsidentin gewählt wird, der/die in wichtigen Dingen konträre Ansichten zu den gewählten Mehrheiten im Land vertritt.
    Ich halte das für utopisch.


    Geht es Dir um das Verfahren oder um die Kandidaten?
    Beim Verfahren gebe ich zu bedenken, dass selbst bei einer Direktwahl des Präsidenten (gegen die ich kategorisch bin) irgendjemand die Kandidaten nominieren müsste.
    Und wie soll das denn stattfinden, wenn nicht durch die Parteien? Wie wäre es denn, wenn die CDU/CSU einen eigenen Kandidaten aufgestellt hätte? Demokratischer?

  • Die SPD hat 1984 und 1989 auch Weizsäcker (CDU) mitgewählt - 1989 dazu noch die Grünen. Darin hat niemand einen Klüngel gesehen. Weizsäcker war insgesamt ein guter, wenn nicht sehr guter Präsident.

  • Stephan, du willst nicht verstehen.


    Genau wie Dahl den Exil nicht verstehen will und verdammt viele in D nicht verstehen (sehen) wollen, was gerade abgeht und welcher Gefahr wir entgegen laufen.


    Die Zeiten des immer weiter so sind vorbei.


    Sie werden alles nur schlimmer machen.

  • Genau wie Dahl den Exil nicht verstehen will

    Vielleicht versuchst Du Dich mal zumindest in einer Erwägung des Umkehrschlusses.


    Edit: Interessant übrigens, dass Du jemanden pauschal unterstützt, der Mitdiskutanten, die nicht seiner Meinung sind, als Gegner betrachtet, und, wenn er argumentativ nicht mehr weiter kommt, sie beschimpft und zu erniedrigen versucht - passt irgendwie nicht zu Deinem Eintreten für einen Bundespräsidentenkandidaten, der für Fairness und Gerechtigkeit eintritt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dahl ()