Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ah. Ok. Ja, neee, das natürlich nicht.

    Aber eben bitte nicht ausschließlich Hochfinanz gehobene Finanzdienstleister, etc., sondern gerne auch andere Einrichtungen/Berufe.

    Zum Beispiel als Handswerkmeister mit eigenem Betrieb, z.B.?

  • Ich glaube das DRK ist auch ein sehr kapitalistisch organisierter Betrieb. Da kann man schon einiges lernen für's echte Wirtschaftsleben.


    Edit:

    Zitat

    Das DRK ist längst mehr als ein Sozialverband

    Das DRK zählt mit seinen 165.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Republik. Zusammen mit seinen Aktivitäten in Krankenhäusern, Heimen oder der Sozialarbeit mache der Deutsche Rote Kreuz-Konzern jährlich einen zweistelligen Milliardenumsatz, schätzt der "Stern". Auch bei den Krankentransporten hat das DRK einen Marktanteil von weit über 50 Prozent.

    https://m.focus.de/finanzen/ne…sverbands_id_7823110.html

    Einmal editiert, zuletzt von Schneppe ()

  • Ah. Ok. Ja, neee, das natürlich nicht.

    Aber eben bitte nicht ausschließlich Hochfinanz, sondern gerne auch andere Einrichtungen/Berufe.

    Zum Beispiel als Handswerkmeister mit eigenem Betrieb, z.B.?

    Genau so.

  • Ich würde das zumindest für Leute, die massgebliche politische Führungsverantwortung anstreben, noch deutlicher fordern wollen: sie dürfen nicht nur gerne Erfahrungen ausserhalb der Politik gesammelt haben, sie sollen sogar! Mir sind Personen in Bezug auf ihre Realitätsnähe zum wirklichen Leben eher suspekt, die nur die Karriere im Politbetrieb gemacht haben, zumindest in Bezug auf ein Amt, wie es hier in Rede steht.


    lieber wäre mir schon, wenn solche Leute Verantwortung in der Wirtschaft getragen haben, aber dann bitte in Bereichen, die näher an der Lebenswirklichkeit Vieler dran sind.

    Es ist ja letztlich immer ein "lieber..als"-Abwägen.
    Also - lieber eine/n aus der Finanzbranche als eine/n, der/die nur studierte und dann gleich in die Politik ging. Lieber 'nen/'ne HandwerkerIn als eine/n VerwaltungsbeamtIn. Lieber eine/n VerwaltungsbeamtIn als eine/n ganz ohne Ausbildung.

    Oder doch nicht?
    An der Lebenswirklichkeit der Leute™ dran - welche/r Abgeordnete ist das schon? Muss man da schlau und gebildet und gut ausgebildet sein? Und wie nah ist man dann an der Lebenswirklichkeit der Leute™?

    Wozu muss ein/e PolitikerIn Verantwortung in der Wirtschaft getragen haben?
    Muss er/sie Kinder haben?


    Ich verstehe wohl, worauf das hinaus soll. Aber ich halte das ein Stück weit (hihihi) für einen Denkfehler.

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan535 ()

  • Kurzer Einschub: Den Begriff Hochfinanz finde ich problematisch.

    Vielleicht bin ich da zu sensibel, aber bei mir werden immer Assoziationen mit der antisemitischen NS-Propaganda geweckt.

  • Glaube eher, er wollte rhetorisch und etwas provokant fragen, ob man als Politiker offenbar nur in einer der ganz wenigen unverdächtigen Institutionen - wie aus seiner Sicht dem DRK - Erfahrungen machen "darf"

    prickelpit96

    Ja, so war es gemeint. Es spricht überhaupt nichts dagegen, beim DRK oder so außerpolitische Erfahrungen zu sammeln. Oder im eigenen Handwerksbetrieb oder sonstwo. Aber eben meinetwegen auch bei Blackrock - der Laden hat einigen Einfluss, und ihn inwendig zu kennen, ist aus meiner Sicht ein Vorteil und kein Makel.

    Wozu muss ein/e PolitikerIn Verantwortung in der Wirtschaft getragen haben?

    Muss ja nicht jeder. Aber ein paar wären schon ganz nett, die wissen, wovon sie reden und worüber sie beschließen. Entscheidungen gehen nämlich immer von Prämissen aus - über den Zustand einerseits und über die Auswirkung der zu beschließenden Maßnahme andererseits. Je näher jemand an einem Thema dran ist, desto besser kann er die Richtigkeit dieser Prämissen beurteilen.

  • Da bin ich generell absolut bei theMenace. Reine Berufspolitiker sind mir suspekt. War u.a. bei Frau Nahles etwas, was mich sehr störte.

  • Schneppe :... stimmt... bleiben wir am Besten bei Institutionellen Investoren.

    Zu stephan535, das hat ja nichts mit intelligent usw zu tun. Was ich ganz einfach möchte, ist, dass diejenigen, die sehr weitreichende Entscheidungen zu verantworten haben, irgendwo mal die Füsse auf dem Boden der Realität hatten, und nicht nur in ihrer Bubble. Das heißt uU auch nichts, weil Menschen sich mit dem Amt verändern können, aber es schafft erstmal die Chance zu Realitätssinn. Wer nur mit Millioneninvestments befasst ist (verkürzt jetzt, ja) bei dem habe ich da so meine Zweifel. Und wer von der Uni direkt in den Politbetrieb wechselt, kann von mir aus innerhalb der Parteien, evtl auch als Abgeordnete(r) seine Rolle finden, aber nicht im höheren Staatsamt. Da fehlt mir einfach was.


    Edit; mit der Einschränkungen zu Blackrock und co ansonsten durchaus das, was theMenace sagt.

    Einmal editiert, zuletzt von wutzi96 ()

  • Ja - aber das gilt doch dann für jeden Berufszweig. Für jede Branche...

    Natürlich.


    Es gibt aber eben auch Fragen von Relevanz und Verfügbarkeit. Politiker, die wissen, wie ein Handwerksbetrieb von innen aussieht, gibt es glücklicherweise noch einige. Politiker, die wissen, wie ein internationaler Investmentfund von innen aussieht, nicht so viele. Dieser konkrete Fund ist aber im Summe der größte Aktionär Deutschlands und Unternehmen wie ihm gehören auch viele mittelständische Betriebe.

  • Schneppe

    Jaaa, aber die machen nicht so fancy Sachen wie den Steuerzahler melken und den Staat verarschen.

    Ähm, hüstel...

    ...Ich will jetzt mal das DRK außen vor lassen. Aber Gemeinnützigkeit schützt dummerweise nicht vor Subventionsbetrug, etc pp. In Hannover sei aktuell nur mal der Arbeiter Samariter Bund erwähnt...

    Andererseits könnte man böswillig dies auch als gelungene Vorbereitung für die ein oder andere Partei sehen.

  • Dieser konkrete Fund ist aber im Summe der größte Aktionär Deutschlands und Unternehmen wie ihm gehören auch viele mittelständische Betriebe.

    Verstehe, um Arschlöcher kontrollieren zu können brauchen wir Arschlöcher im Parlament.

  • Solange die Mehrheit der Menschen meint, Verhalten aus der Bronzezeit seie das einzig wahre für die Menschheit und mehr Entwicklung schafft der Mensch nicht, ist das eh alles egal.

  • Sehe es wie Alter Ego.

    Merz verkörpert für mich den Inbegriff der Abgewandtheit von Fortschritt und insbesondere einer gesellschaftlichen Entwicklung. Visionen traue ich ihm allenfalls bei der Aufgabe zu, bestehende Machtstrukturen zu bewahren und zu sichern.




    Noch abschließend dazu:

    Der Furor linker Spießer, weil ich es wage nicht unverzüglich Rede und Antwort zu stehen. Wahrlich eine Provokation.

    Hiernach konnte man dann wirklich spätestens aufhören, ein Interesse an einer ernsthaften inhaltlichen Auseinandersetzung zu vermuten.

  • Ich bin ganz einfach der Meinung, dass sich nur Friedrich Merz den Schwarz-Grünen Koalitionsphantasien entgegenstellen kann. Ob er letztlich dem Druck aus Parteizentrale und Medien standhalten könnte, sei dahingestellt, aber ihm traue ich das am ehesten zu.

    Das wars, Dein schlagendes Argument pro Friedrich Merz ist, das er als einziger Schwarz-Grün verhindern wird?