Politischer Zoff-Thread oder so

  • Nee, 52 Millionen ( inzwischen) Wähler insgesamt


    Zitat

    Ok. Tief atmen. Here we go. Hier als Thread mein Live Kommentar zur #PresidentialDebate2020

    großartiger Thread, 

    Annika Brockschmidt


    habe gerade viel gegniggelt :P


    Zitat

    Hat Trump wirklich gerade zum Thema Russland gesagt, Biden hätte Kissen und Decken verkauft oder habe ich einfach gerade meinen Körper verlassen und schaue auf diesen Irrsinn herab

    Zitat

    Biden antwortet zornig auf Trumps Lügen zur Trennung von Eltern und Kindern. Starker Moment. Trump lügt wie gedruckt. Mein Wein ist alle.

    Zitat

    Trump Rhabarbert immer noch - aber kontrollierter als in den letzten Debatten. Inhaltlich ist es derselbe Müll, aber allein dass er es nicht brüllt könnte dem ein oder anderen schon reichen.


    Das triffts gut

    Zitat

    Freue mich schon sehr auf die Takes morgen darüber ob Trump jetzt “Presidential” geworden ist, weil er Biden nicht getackled und das Podium umgeworfen hat sondern nur gelogen hat, dass sich die Balken biegen

  • Forderung von AG Gesamtmetall-Funktionär Wolf nach unbezahlten Überstunden, Abschaffung von Zeitzuschlägen, Änderung bei Sonderzahlungen und Pausenregelungen (nicht mehr zeitgemäß, seiner Meinung nach scheinen sich AN bei der Arbeit wohl zu langweilen).

    Zitat

    "Wenn Sie reinhören in die Betriebe: Viele Menschen wären zu Zugeständnissen bereit"

    Künftiger Gesamtmetall-Chef Arbeitgeber-Funktionär fordert Mehrarbeit ohne vollen Lohnausgleich


    Vorwärts in die Vergangenheit!


    Manche hören Stimmen, denen sollte man vielleicht besser die Verantwortung nehmen.

  • Frontex soll mitschuldig an illegalen Pushbacks sein. Angeblich sollen dann Berichte an die Zentrale geschönt worden sein.

    Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex ist laut einem Medienbericht in illegale Zurückweisungen von Migranten durch die griechische Küstenwache verwickelt. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte gemeinsame Recherche des ARD-Politikmagazins "Report Mainz", des Magazins "Spiegel", von "Lighthouse Reports", "Bellingcat" und des japanischen Fernsehsenders TV Asahi. Frontex-Beamte seien seit April nachweislich bei mindestens sechs der sogenannten Pushbacks in der Ägäis in der Nähe gewesen, berichteten die Medien.

  • Die Sichtweise dass die Lobbyisten den Ton angeben? Ist in Deutschland auch so. Oder dass es mehr Beschränkungen geben soll, die sollte es natürlich geben, gerade die Background Checks.


    Hab ein Video gefunden was die guten und schlechten Seiten von Trump kommentiert. Ist auch etwas Werbung drin, einfach vorspulen. Gegen Ende gibt es auch ein paar Bilder aus den USA und auch etwas Medienkritik. Ist nur eine Meinung aber solche Pro und Contra Abwägungen finde ich besser als reines Bashing was wir in Deutschland tagein tagaus erleben.

  • Viele meinen, Algerien ist ein sicheres Land, in das man ruhig abschieben kann.


    Ok, sie möchten nicht sehen, was einigen Einheimischen dort widerfährt, z.B. Homosexuellen. Das ist eins. Da kann man sich vielleicht streiten.


    Viele meinen aber auch aus der Annahme eines sicheren Staates heraus, dass Algerien ein sicherer Hafen ist, in den man Bootsflüchtlinge im Mittelmeer bringen sollte, statt sie in Europa aufzunehmen.

    Darüber kann man nicht streiten. Das eine hat mit dem anderen so gar nichts zu tun, handelt es sich hier ja in der Regel nicht um Algerier.


    Schon lange schieben sie immer wieder Leute in die Wüste nach Niger ab.


    Gerade waren es mehr als 5.000 auf einen Schlag. Menschen aus verschiedensten Ländern, auch Asien. Beschwerden Niger interessieren sie nicht.


    Beobachter sprechen von einer Kriegserklärung gegen Migranten.


    Benötigtes es eigentlich wirklich noch mehr Beweise dafür, dass Algerien kein sicherer Hafen ist?

    In die Wüste und aus dem Land



    Auch interessant, derzeit sitzen 18 Europäer in einem libyschen Gefängnis.

    Sizilianische Fischer. Sie wurden Anfang September inhaftiert und dienen Haftar als Druckmittel. Er lässt sie frei, im Austausch von vier inhaftierten libyschen Fussballspielern, die in Italien als Verantwortliche für 49 Tote eines 2015 gesunkenen Flüchtlingsboots gelten, sagt er.


    Auch aufgrund des Flüchtlingsabkommens mit Libyen tut sich Italien offensichtlich schwer damit, seine Bürger freizubekommen.


    Politik heute ist gezeichnet von Geistesarmut. :(

  • In den USA haben jetzt schon 56 Millionen Wähler gewählt, in New York beginnen die Frühwahlen gerade, das sind jetzt schon über 40% der abgegebenen Stimmen 2016, im Texas schon 73%.


    https://electproject.github.io…ote-2020G/index.html?s=09


    Außerdem zeichnet sich landesweit eine hohe Wahlbeteiligung der Jugend ab.


    https://twitter.com/ASE/status/1319818684005756928?s=19


    Da ich sehr stark annehme, dass die Erhebungsmethoden nach dem Desaster 2016 wesentlich verbessert worden sind, lohnt auch mal einen Blick hier rauf:



    The states Trump can’t afford to lose: Kornacki breaks down the road to 270


    MSNBC

  • Nun, in den USA wählen die Leute trotzdem hauptsächlich die beiden großen Parteien. Ich denke also nicht, dass sie sich nicht von denen repräsentiert fühlen. Alternativen gäbe es ja auch - nur dass die in dem politischen System kaum wahrgenommen werden.


    Und in der DDR gab es nur eine wählbare Partei (im Sinne von andere Parteien waren nicht erlaubt).


    Beide Beispiele passen also nicht auf die Situation in Chile. Ich nehme mal stark an, dass dort die Gründung neuer Parteien prinzipiell möglich ist.

  • Denn schreib doch, was eine Parteigründung in Chile, den USA, und der DDR unterscheidet, und nicht, daß du denkst, daß da Unterschiede bestehen sollten/könnten/müssten/vielleicht existieren.

    Mach mal Butter bei die Fische wie das nun in Chile ist.

  • Zitat von Wikipedia

    Chile besitzt trotz präsidialer Verfassung eine für Lateinamerika ungewöhnlich starke parteiendemokratische Tradition. Parteien wurden bereits in der Endphase der Militärdiktatur ab 1987 wieder zugelassen. Das gegenwärtige Wahlrecht hat dazu geführt, dass sich alle Parteien zu Parteibündnissen zusammengeschlossen haben. Im Demokratieindex 2019 belegt Chile Platz 21 von 167 Ländern, womit es als eine „vollständige Demokratie“ gilt. Nach Beendigung der Diktatur (1973–1990) erreicht das Land inzwischen eine der besten Platzierung in Lateinamerika.

    Das Fettgedruckte ist der Kasus Knacktus. Kleinere Parteien/Bündnisse erhalten aufgrund des bestehenden Wahlrechts kaum eine Chance auf Sitze im Parlament, sind also unterrepräsentiert im Verhältnis zu den erhaltenen Stimmen (Das Wahlrecht könnte sich mit der neuen Verfassung dann wohl ändern). Aber das erklärt ja nicht, warum diese Parteien nicht trotzdem eine Politik betreiben, die die erwähnten 80% Unzufriedenen für sich vereinen. Mit 80% würde man ja eine deutliche Mehrheit stellen können nach einer Wahl. Florian könnte dazu vielleicht mehr sagen als ich.


    Zu den Systemen in USA und DDR ist mMn. genug gesagt.

  • Und in der DDR gab es nur eine wählbare Partei (im Sinne von andere Parteien waren nicht erlaubt).

    Ich verstehe ja wie es gemeint ist, aber in der DDR waren folgenden Parteien (und Massenorganisationen) erlaubt und auch mit Abgeordneten in der Volkskammer vertreten:

    - Christlich-Demokratische Union (CDU)

    - Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD)

    - Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD)

    - Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB)

    - Freie Deutsche Jugend (FDJ)

    - Kulturbund (KB)

    - Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD)

    - National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD)

    - Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)


    In den 1980ern hatte die SED beispielsweise nur 127 von 500 Sitzen im Parlament. Dass das System trotzdem keinen wirklichen Pluralismus im Parlament zuließ, steht dann auf einem anderem Blatt.

  • Das mit der Zusammensetzung ist richtig, Schneppe, aber für Leute, die das System nicht kennen gelernt haben, trotzdem nicht nachvollziehbar. Die Wahlen zur Volkskammer wurden in der Form abgehalten, dass eine Liste der so genannten „Nationalen Front“ im Vorfeld aufgestellt wurde, zu der man dann nur noch „ja“ sagen konnte. Deren Zusammensetzung wurde natürlich systemgetreu entworfen. Da dürfte niemand drauf gestanden haben, der nicht abgesegnet war. Insofern sind die vielen genannten Parteien und Organisationen nur Augenwischerei.


    BTW:

    Wie die Wahlzettel genau ausgesehen haben, müsste ich in der Familie mal nachfragen oder googeln, weil ich selber noch nicht wahlberechtigt war. Aber ich habe sehr wohl mitbekommen, dass Leute, die Wahlzettel ungültig gemacht haben (man konnte nicht mal nein ankreuzen) oder gar nicht zur Wahl gingen durchaus mit Problemen zu rechnen hatten. Es gab sogar Hausbesuche mit freundlicher Aufforderung, wenn man bis zum Nachmittag noch nicht wählen war.

  • Es konnte auf diesem Wahlzettel überhaupt nichts angekreuzt werden. Der Wahlzettel wurde nur einmal gefaltet, bevor er in die Urne geworfen wurde. Entsprechend ging es am Wahltag zum "Falten".