Politischer Zoff-Thread oder so

  • Die Hamas ist jetzt auch nicht sooo beliebt in Gaza.


    Bibi muss die Hamas so schwer treffen wie möglich, und Kriege gewinnst du nur mit Skrupellosigkeit.


    Aber da ist ja fast schon ein Bürgerkrieg am Gange, da explodiert gerade was.


    Das wird noch richtig Scheiße

  • Kriege gewinnst du nur mit Skrupellosigkeit.

    Hähä, ja schön.

    Das scheint zwar das Konzept zu sein, ist doch aber wenig erfolgversprechend.


    Jaja, ich weiß "mit Terroristen kannste man nicht verhandeln"...

  • Das ist schon richtig scheiße und muss sofort aufhören. Link zu Instagram (Vorsicht, verstörende Bilder). Ist das diese Skrupellosigkeit?

  • Bibi muss die Hamas so schwer treffen wie möglich, und Kriege gewinnst du nur mit Skrupellosigkeit.

    An Skrupellosigkeit mangelt es dem Regime von Netanjahu nun wirklich nicht.


    Freiwillig wird Israel nie die besetzten palästinensischen (und syrischen) Gebiete herausrücken und militärisch sind die Palästinenser einfach zu schwach, um selbst erfolgreich für ihre Rechte kämpfen zu können.


    Die Palästinenser sind - neben den Kurden - wohl das Volk, dem am meisten und längsten ein eigener Staat verwehrt wird.

  • Da haben die Palästinenser im Vergleich zu den Kurden aber auch selbst mit dran Schuld.


    Wenn die nicht mit Hitler kooperiert oder direkt nach der Staatsgründung Israel angegriffen hätten, dann wären sie jetzt wohl besser dran...

  • Palästina / Israel ist seit mindestens 76 Jahren ein Hexenkessel. Und keine der beteiligten Parteien, auch nicht von außen, hat daran bislang etwas ändern können. Die Situation ist sowas von verfahren. Auf diplomatischem Wege hat's mal wieder nicht geklappt, nun kracht's dann halt zum x-ten Mal. Das ist einfach nur Scheiße. Nur wie will man das alles friedlich lösen? Israel und die Hamas werden bestimmt keine Freunde mehr. Und selbst wenn die Hamas militärisch besiegt würde, die Situation für die Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland bleibt angesichts der israelischen Siedlungspolitik und Null Perspektive auf einen eigenen von allen anerkannten Staat schwierig.

  • @ donnergott :


    da liegst du imo teilweise falsch.


    1. Die palästinenser werden nie einen eigenen staat bekommen, die zeit , in der das möglich gewesen wäre, ist längst vergangen. das westjordanland ist so von israelischen siedlungen durchsetzt, dass es niemals mehr teil eines unabhängigigen palästinensischen staates werden kann. bleibt noch der hoffnungslose gazastreifen. an dem hat israel eigentlich kein interesse mehr, d.h. die israelis wollen gar nicht (mehr) , dass der gazastreifen teil israels wird.


    die forderung nach einer zwei-staaten lösung ist nur noch ein ritual ohne jede substanz.


    was für optionen bleiben ? Die einstaatenlösung mit israelischer staatsbürgerschaft für alle palästinenser in gaza und in der westbank. wird für israel niemals in frage kommen, da es sich erklärtermaßen um einen jüdischen staat handelt und das auch so bleiben soll. dies wäre aber dahin, da die arabisch-palästinensische bevölkerung bei dieser lösung die bevölkerungsmehrheit stellen würde.


    das was die hamas will, ist ja eigentlich ein großpalästina inklusive des westjordanlands , gaza und des heutigen israels. und das am liebsten ganz ohne juden. das wird von israel verständlicherweise abgelehnt.


    ich sehe keine lösung, solange nicht alle bedeutenden player auf palästinensischer seite Israel ohne wenn und aber anerkennen und ihren bedingungslosen verzicht auf kernisrael erklären. sollte sich das ändern hätten wir vielleicht wieder eine andere ausgangssituation, in der sich innenpolitisch auch in israel etwas ändern würde, was zu einem kompromiss irgendeiner art führen könnte.

  • und Null Perspektive auf einen eigenen von allen anerkannten Staat schwierig.

    richtig , es gibt null perspektive darauf. die europäer sollen mit dieser verlogenen leier aufhören und über realistische lösungsansätze nachdenken.

  • In Chile fanden gestern die Wahlen zur verfassungsbildenden Versammlung statt. Es gab einen hohen Sieg für die Linke und interessant dabei ist, dass so viele Frauen gewählt worden, weshalb die Quotenregelung für die Männer angewendet werden muss.

  • Frauen dürfen bei euch wählen? Wieder was gelernt. *Zwinkersmiley*


    Wird denn das Ergebnis dann von der Regierung akzeptiert oder gibt es da Tendenzen das, dass das Hinterher kassiertet wird, wenn der Entwurf steht?

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  • Das Interesse an Politik ist bei Frauen nicht so ausgeprägt wie bei Männern, bei Firmengründungen sogar noch weniger. Dafür gibt es Bereiche wo man fast nur Frauen sieht. Manchmal finde ich es schade wenn die Verhältnisse so "ungleich" sind, bei anderen frage ich mich aber ob das überhaupt schlimm ist, also in der letztendlichen Endwirkung auf uns alle.

  • Frauen dürfen bei euch wählen? Wieder was gelernt. *Zwinkersmiley*


    Wird denn das Ergebnis dann von der Regierung akzeptiert oder gibt es da Tendenzen das, dass das Hinterher kassiertet wird, wenn der Entwurf steht?

    Die Regierung hat da gar nicht so viel zu sagen, weil die neue Verfassung von einem unabhängigen Gremium geschrieben wird. Piñeras Legislaturperiode endet zudem in diesem Jahr und er kann sich nicht zur Wiederwahl stellen. Der neue Präsident wird also den Prozess zur Verfassung moderieren, aber darf sie nicht mitschreiben.

    Chiles Rechte ist vom Ergebnis geschockt, weil es vor allem die rechte Wählerschaft war, die der ferngeblieben ist.

  • Empfinde nur ich so, dass die aktuelle Scheiße in Gaza/Israel zu einseitig pro Israel behandelt wird?

    Natürlich haben die Israelis ein Recht auf Selbstverteidigung, und natürlich ist es hart, wenn man quasi komplett von Feinden umzingelt ist, aber die Palästinenser haben auch ein Recht darauf, dass ihnen die Israelis nicht alles Land wegsiedeln.


    Und wer mal bei Twitter / Reddit sich anschaut, wie einige israelische Soldaten mit Palästinensern umgehen, kriegt das kalte Grausen. Da werden Autos angehalten und dann mit MP beschossen, Kinder & Frauen drangsaliert, etc.

    Heute Morgen bin ich über ein Video gestolpert, in dem ein israelischer Soldat gerade eine Granate auf eine Gruppe Sanitäter & Journalisten werfen wollte und nur innehielt, weil er bemerkte, dass er gefilmt wurde.


    Netanjahu und seine ansatzweise faschistoiden Partner haben überhaupt kein Interesse an Frieden in der Region.

    Die Hamas auch nicht, aber das ist ja quasi die Entschuldigung für den uneingeschränkten Schulterschluss des Westens mit Israel....

  • Ich bin bezogen auf diesen Konflikt auch sehr zerrissen und stelle mir angesichts der zumeist einseitigen Berichterstattung auch die Frage, welchen Anteil die israelische Regierung an der Eskalation hat.

  • Dieser Konflikt ist mMn unlösbar. Ohne die Raketenangriffe rechtfertigen zu wollen, die gezielten Provokationen in Jerusalem sind genauso wenig hilfreich wie die Märsche der Unionisten in Nordirland.


    Es gibt, wie in nahezu jedem Konflikt einfach zu viele Profiteure.

  • Du wirst bei weitem nicht der einzige sein und ich kann den Standpunkt verstehen. Ich sehe es allerdings anders.
    ziemlich halbgar aus Halbwissen und Erinnerung ungeordnet zusammengedengelt, da wird bestimmt von anderen noch substanzielleres und Korrekturen kommen:
    Ja, die Regierung und der Umgang mit Palästinensern und Nicht-jüdischen Israelis sind eine Katastrophe.

    Aber das kann man - genauso wie die Siedlungspolitik - nur im geschichtlichen Kontext sehen und einordnen.

    Israel befindet sich seit Staatsgründung in einem permanenten Existenzkampf und letztlich hat jede Form von Kompromissbereitschaft vorsichtig ausgedrückt nichts genutzt. Wir haben gesehen, was der Kampf gegen die RAF mit der BRD gemacht hat. Und die Bedrohung war Kinderkacke verglichen mit dem was in Israel tagtäglich (und ergänzt um „richtige“ kriege) seit Jahrzehnten existiert.


    Die Siedler sehen sich spätestens seit der Räumung der Sinai als eine veräppelte und verkaufte Verhandlungsmasse. Was es für ein Volk, das Jahrtausende in der Diaspora verbracht hat, bedeuten muss Siedlungen aufzugeben kann ich mir noch nicht mal vorstellen geschweige denn nachempfinden. Für mich nachvollziehbar, dass die keine Kompromisse mehr eingehen wollen. Es bringt ihnen einfach nichts.

    Die Siedlerbewegung mit dem Ziel Eretz Israel ist als „Ergebnis“ des sechs-Tage-Krieges ist übrigens letztlich die „Schuld“ der Araber. Hätten die damals Israel anerkannt wären die Israelis abgerückt. Für die israelischen Regierungen ging und geht es beim siedeln wohl im wesentlichen um strategische Aspekte, die Siedler scheinen inzwischen aber wohl zu wichtig zu sein um sie fallen zu lassen.