Politischer Zoff-Thread oder so

  • Für wissenschaftliche oder geschichtliche Abhandlungen bin ich hier weder zuständig, noch werde ich dafür bezahlt.


    Ich sage nur wie es ist, und so ist es dann auch.

  • Das in Österreich momentan politisch vieles nicht richtig läuft und massive Verbesserungen notwendig sind ist unbestritten, der Vergleich mit Ungarn und Polen ist dennoch völlig überzogen und vollkommen faktenbefreit.

    Was führt dich zu dem Fazit, dass die Unterschiede so groß sind? Hast du da konkrete Belege/Einblicke (und ja, ich weiß, wie dein Bezug zu Österreich ist, kenne deinen zu Ungarn und Polen aber z.B. nicht)? Würde mich wirklich interessieren.

    Einmal editiert, zuletzt von sasa ()

  • Vielleicht könnte ja ein begabter Mensch mit Reichweite, zum Beispiel dieser Böhmermann, mal was über Österreich machen?

  • sasa


    Es gibt in Österreich:


    - eine funktionierende Gewaltenteilung

    - keine Drangsalierung der Opposition

    - keine Gleichschaltung der Presse

    - es wird hier nicht versucht ein erzkonservatives Gesellschaftsbild durchzudrücken wie in Polen und Ungarn


    Man kann sicherlich vieles kritisieren in Österreich..die Freunderlwirtschaft, die politische Weisungsbefugnisse in einigen Justizbereichen, die Angriffe der ÖVP auf einige Institutionen und die Populismuskeule die Kurz immer schwingt wenn es ihm oppertun erscheint.


    Und klar, währet den Anfängen, aber Österreich ist eine funktionierende Demokratie mit Schwächen die es in jeder Demokratie gibt und gegen die man angehen muss. Man ist aber keineswegs auf dem weg in eine Autokratie.


    prickelpit96


    Das sollen jetzt Belege dafür sein dass Österreich in diese Richtung driftet? Ernsthaft?


    Dann sind die Senatoren in Berlin die die Justiz angreifen also auch Wegbereiter in eine Autokratie in Deutschland?


    Söder und Laschet - Das Duell der Populisten


    Diese Probleme gibt es in allen Demokratien, egal ob in Deutschland, Frankreich oder Österreich.

    Polen und Ungarn sind aber auf einen ganz anderen, gefährlicheren Weg unterwegs.


    Davon ab, ist vielleicht die Böhmermannisierung der politischen Berichterstattung nichts was mangutheißen muss.

    Einmal editiert, zuletzt von andremd ()

  • Paprikarepublik und rückständige Landbevölkerung klingen ein bißchen pauschalisierend und abwertend. Würde man Kümmelrepublik und rückständige Landbevölkerung aus Anatolien akzeptieren? Ernst gemeinte Frage.


    "Paprikarepublik" ist mir als rassistische Beschimpfung irgenwie neu. Ich nehme an, dass es einfach zuwenig Bums hat, um für Rassisten interessant zu sein.


    "Kümmelrepublik" müffelt nur deswegen skandalös, weil da der "Kümmeltürke" mitschwingt, der natürlich eine rassistische Etymologie hat. Ansonsten dasselbe wie "Paprikarepublik".


    Ist Dir überhaupt klar, woher der Begriff "Banaenrepublik" kommt, der hier Pate steht? Das hat erstmal nichts mit Rassismus zu tun, auch wenn es heute natürlich wegen seines despektierlichen Beiklanges verwendet wird.


    "Rückständige Landbevölkerung" ist ungefähr so kontrovers wie "Dummerchen".


    Aber reg' Dich noch ein wenig darüber auf, dass hier Protofaschisten schlecht behandelt werden. Ernst gemeinte Antwort.

    Einmal editiert, zuletzt von ExilRoter ()

  • Pauschalisierung und abwertend war der Maßstab, nicht rassistisch. Ich habe mich gefragt, ob hier mit zweierlei Maß gemessen wird im Vergleich mit ähnlichen Aussagen über die Bevölkerung anderer Länder.

    Die Entwicklung ist ja nicht ausschließlich in Ungarn oder Polen zu beobachten und ein Interesse die Politiker dort zu verteidigen habe ich nicht. Hab ich auch nicht gemacht. Aber die Überheblichkeit in den Aussagen hat mich schon ziemlich gestört. Das gilt für die ganze Debatte in Deutschland, nicht nur hier im Forum.



    edit: Passt auch ein bisschen dazu:


    Zitat

    Eine schäumende Protestwelle schwappte durch die sozialen Netzwerke, als der europäische Fussballverband Uefa der Allianz-Arena in München untersagte, das Stadion beim Spiel Deutschland-Ungarn in Regenbogenfarben zu illuminieren. Erstaunlich ruhig war es hingegen, als ein syrischer Asylmigrant im Herbst 2020 in Dresden aus reinem Schwulenhass einen Homosexuellen erstach und dessen Partner schwer verletzte.

    Quelle: https://www.nzz.ch/meinung/der…gessene-gefahr-ld.1632286

    Einmal editiert, zuletzt von Kiebitz ()

  • Das kann ich dann sogar ein gutes Stück weit nachvollziehen.


    Aber ich finde, da hast Du Dir hier das falsche Beispiel rausgesucht. Ich finde eher, auch wenn hier das diplomatische Protokoll sicher nicht erfüllt ist, wird hier noch relativ zurückhaltend mit der Sache umgegangen, was genau die Harmlosigkeit der Begriffe verdeutlicht.


    Ich hingegen störe mich daran, wenn ständig Respekt für Orban eingeführt wird, oft, unter der falschen Flagge "Respekt für Ungarn", denn Orban ist nicht Ungarn und man muss ihn absolut nicht respektieren.


    Vielleicht gerade aus Respekt vor dem ungarischen Volk.


    EDIT: Orban ist genausowenig Ungarn, wie Trump Amerika war. Und das im doppelten Sinn -- d.h. er ist nicht nur nicht Ungarn wegen derer, die ihn nicht gewählt haben, sondern auch wegen denen, die ihn gewählt haben.

    Einmal editiert, zuletzt von ExilRoter ()

  • Naja. Ich hab' hier auch die Trumpwähler gegen Trump (und Antiamerikanismus) in Schutz genommen, weil ich meine, er hat kein Recht für sie zu sprechen, weil er sie instrumentalisiert und Politik gegen sie macht. (Und in gewissem Sinn dasselbe für - zumindest einen Teil - der AfD-Wähler getan.)


    Ich kenne mich in Ungarn nicht aus, das gebe ich zu. (Und dafür gebe ich einen Teil der Schuld auch den deutschen Medien, deren Berichterstattung dazu sehr platt und einfaltslos ist.) Aber ich vermute hier ähnliche Verhältnisse.

  • Da ich sie vorher noch nie gesehen habe, wie kommt diese Gaydukova auf die Liste der Grünen?


    Was man da bei Twitter sieht, sind ja leider schon wieder 10% mehr für Laschet und co.

  • Ich habe mich absichtlich diesbezüglich zurückgehalten…brutal.


    Angeblich soll sich ACAB massiv echauffiert haben, dass die nicht auf Platz 1 der Liste gewählt wurde.


    Leider ist sie wie eine Sternschnuppe verglüht, wäre sie doch eine legitime Nachfolgerin von CR gewesen. :lookaround:

  • Zusammen mit der Wahl von diesem Ulrich als Spitzenkandidaten entgegen des Frauenstatuts haben die Grünen im Saarland der Bundespartei mal echt einen Bärendienst erwiesen.

  • Ich habe insgeheim immer noch die Hoffnung, Anke Engelke lupft heute Abend zur besten Sendezeit die Perücke..

  • Da ich sie vorher noch nie gesehen habe, wie kommt diese Gaydukova auf die Liste der Grünen?


    Was man da bei Twitter sieht, sind ja leider schon wieder 10% mehr für Laschet und co.

    Durch Wahl? Auf Listenplatz 1 sollte aber eigentlich nicht sie gewählt werden sondern die Vorsitzende der Grünen Jugend Jeanne Dillschneider. Gaydukova hat die Partei nun angeblich auch schon verlassen. Mitglied gewesen ist sie seit 2018.

  • Was kann sie?


    Ich mein, die konnte ja nicht mal um den heissen Brei herum reden bei den Fragen.


    Das kann doch nur Comedy gewesen sein.