Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ist das mangelndes Bewusstsein für den Gesamtzusammenhang oder einfach Absicht?

    Das alles bleibt folgenlos für die, die die Weitergabe verantworten und selbst bei die Grünen scheinen als Kontrollinstanz komplett zu versagen.

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    Das größte Opfer von Trumps Big Lie ist vielleicht nicht einmal das Ende der amerikanischen Demokratie – es könnte die beschleunigte Zerstörung des gesamten Planeten bedeuten.


    Denn Trump hat nicht nur die Wirtschaft zerstört und die Schulden explodiert lassen. Er hat uns auch bei der Bewältigung der existenziellen Bedrohung, der wir durch den Klimawandel ausgesetzt sind, zurückgeworfen.


    In einem Moment, in dem Amerika bei der Bekämpfung der Klimakatastrophe weltweit führend sein sollte


    – eine Katastrophe, die in diesem Sommer beispiellose Waldbrände vom amerikanischen Westen bis zum Polarkreis verursacht und Milliarden von Meeresbewohnern in Kanada sowie praktisch alle kalifornischen Chinooks tötet Lachs, Baby-Flamingos in der Türkei und mehr Florida-Seekühe als je zuvor –


    der aktuelle Fokus der Demokraten liegt praktisch darauf, die Lawine der Republikaner durch neue Gesetze zur Wahlunterdrückung zu verhindern.


    Selbst mit einer Herkules-Anstrengung ist das Beste, was wir an dieser Stelle vielleicht hoffen können, eine Wiederherstellung des Stimmrechtsgesetzes ... was uns dorthin zurückbringt, wo wir 1965 waren.


    Während Trump also mit nichts anderem als Lügen eine Krise für die Demokratie hergestellt hat, saugt er wieder einmal viel Sauerstoff auf, beschleunigt den Marsch der GOP in Richtung Faschismus und verhindert, dass wir eine noch tödlichere, von Menschen verursachte Krise angreifen.

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    Aus


    This Is Why We Can't Have Nice Things


    We can't deal with man-made climate change because "sad, pathetic" Trump has manufactured a crisis for democracy.


    Richard Hine Jul 25

    The Daily Edge



    Zitat

    If we don’t end the filibuster, protect voting rights and save democracy fast, we’ll have exactly no time left to even attempt to save the planet.

    https://twitter.com/TheDailyEd…/1419319564278669319?s=19


    Eine leider treffende und sehr gute Beschreibung der Situation.


    Ähnliches spielt sich auch in der EU


    Marton Gergely 2018

    Zitat

    Und überhaupt: Der Zeitgeist ist pessimistisch. In diesen fünf Monaten hat Trump alles unterboten, Brasilien spielt verrückt und Wissenschaftler sagen, uns blieben zwölf Jahre für ein Umdenken, sonst fliegt uns der Planet um die Ohren.

    Aus ostpol


    Visexit: Es war schön mit Euch!


    Fünf Monate lang haben unsere vier KolumnistInnen die V4-Staaten intellektuell vermessen, die Diskurse in Ihren Ländern festgehalten und die politischen Bruchzonen ihrer Gesellschaften erkundet. Zeit, gemeinsam Bilanz zu ziehen.


    von Michal Hvorecky, Nils Bröer, Monika Sieradzka, Marton Gergely & Tereza Semotamová


    Dazu ein Beitrag von Márton Gergely


    IST DAS SCHON DAS VORZIMMER ZUM FASCHISMUS?


    Während der Führer der illiberalen Demokratie im Urlaub weilt, legen seine Gefolgsleute weiter die Axt an die jüngere ungarische Geschichte. Zwischen Protest und Apathie schwankt Márton Gergely.


    2018

  • Ich komme hier noch einmal auf die Debatte um den Konsumverzicht für den Klimawandel zurück, der in Bundestagswahlkampf-Faden geführt wurde.


    Wahrscheinlich bin ich jetzt wieder die Spassbremse, aber nur Konsumverzicht auf breiter Front wäre der Schlüssel.

    Mit nur anders, also immer weiter so, aber ohne Abstriche wird das nix.


    Grundsätzlich stimme ich mustermann zu, dass Konsumverzicht helfen kann, die Umweltbelastung zu reduzieren. Allerdings ist das Thema weit komplexer.


    In Deutschland verfügen 50% der Bevölkerung gerade mal über 10% des Gesamtvermögens. Dieser Teil der Gesellschaft wird kaum verzichten können, sie haben eher zu wenig als zu viel.


    40% der Bevölkerung verfügen über 30% des Vermögens. Punktuell dürfte hier Verzichtpotenzial vorhanden sein. Ein oder zwei Flüge pro Jahr weniger, ein oder zwei Autos weniger etc.


    Das größte Verzichtpotenzial haben die obersten 10% der Bevölkerung, die über 60% des Vermögens verfügen. Frage: Was machen mit dem Verzichtanteil? Antwort: Umverteilen.


    Leider lässt sich mit Verzicht alleine, so Postwachtumsforscher*innen, der Klimawandel nicht aufhalten. Dafür braucht es einen Wechsel des herrschenden Wirtschaftssystems. Mit anderen Worten, das profitorientierte Wachstum muß zu einem werthaltigen Wachstum werden.


    https://www.freitag.de/autoren…ung-staerkt-die-nachfrage

  • Dein Umverteilungswahn nimmt echt langsam manische Züge an.


    Nehmen wir doch einfach nur mal den Verpackungsmüll beim einkaufen; ich wette, dass die HartzIV Familie mindestens genauso viel Müll “produziert”, wie vermeintlich wohlhabende Familien. Und somit auch das gleiche Einsparpotential hat.


    Und jetzt komm mir nicht mit der Leier, dass diese Familien nicht anders einkaufen können. Junk Food und zuckerhaltiges Getränk in PET Flaschen ist nicht günstiger als andere, gesündere Dinge.


    Womit wir gleich beim Gesundheitsthema und den Belastungen für das Sozialsystem wären.


    Der Pro-Kopf Konsum von Mobiltelefonie, Streamingdiensten oder ganz allgemein Internet ist garantiert auch “Schichtübergreifend mindestens vergleichbar und erzeugt, wie wir ja gelernt haben eine Menge CO2.

    tbc…..


    Ach ja, und selbst der böseste aller Superreichen, der von mir aus 100 Autos besitzt kann doch immer nur mit einem fahren. Die anderen stehen nur rum und kosten Steuern.


    Und deren Herstellung hat ein paar ordentlich bezahlte Jobs in der Automobilindustrie mit gesichert, und zwar sehr wahrscheinlich in Deutschland, und nicht in Korea oder gar China.

    Einmal editiert, zuletzt von locke ()

  • Ach ja, und selbst der böseste aller Superreichen, der von mir aus 100 Autos besitzt kann doch immer nur mit einem fahren. Die anderen stehen nur rum und kosten Steuern.

    Da kann man ja schon von großem Umweltbewusstsein sprechen. Hätte er die 99 anderen Autos nicht gekauft, dann würden die jetzt ständig durch die Gegend fahren, und nicht immer nur eins.

  • Schon putzig, locke, wie du Nebelkerzen zünden kannst. Vergleiche beim Verpackungsmüll, verstehe. Der Verzicht der Plastiktüte beim Kauf von Äpfeln auf dem Wochenmarkt können in der Tat Arme und Reiche vermeiden. Beim Kauf von 100 Autos ist das schon schwieriger, da sich Arme keine 100 leisten können. Aber das spielt ja auch keine Rolle, da die Autos ja auch nicht verpackt werden, also doch eine Pattsituation?


    Aber ich verstehe dich schon, scheiß auf die Hungerleider*innen und Low-Performer*innen. Problematisch ist nur, dass es immer mehr werden. 2019 lebte schon jede 6. Bürger*n an der Armutsgrenze.


    https://www.tagesschau.de/inla…chland-gestiegen-101.html

  • Ich sehe es tendenziell eher wie Locke. Die simple Rechnung Höhe des Einkommens = Anteil an der Umweltverschmutzung halte ich nicht für sinnvoll. Fast im Gegenteil dazu werden aus meiner nicht-repräsentativen Perspektive eher Produkte nach dem Preis gekauft. Bio-Artikel, Tierwohl, regionale Artikel werden wahrscheinlich eher durch so genannte Gutverdiener gekauft.


    Natürlich, wer gut verdient wird auch Dinge konsumieren, die für Geringverdiener schwierig sind (Reisen, größere Autos etc) und da gibt es auch definitiv Einsparpotential.


    Interessanterweise ist es zumindest in meinem Umfeld so, dass in diesen guten Einkommenschichten das Bewusstsein ausgeprägter ist, als bei denen, die jeden Euro umdrehen müssen.

  • Danke lakritze. Der Zusammenhang Einkommen -> Klimaschaden ist ja keine Glaubensfrage. Genau wie der Klimawandel keine Glaubensfrage ist.... Ach halt. Ja okay. Weitermachen.

  • Die zitierten Studien sagen genau das, was ich versucht habe auszudrücken - der Unterschied liegt eben nicht im täglichen Leben, sondern bei den zusätzlichen Dingen (Reisen, Autos etc).


    Darüber hinaus fällt mir gerade wieder auf, wie oft (und auch oft zu recht) an den oberen 10% kritisiert wird, aber dann meistens Maßnahmen gefordert werden, die auch die mittleren Einkommen (die 40%) treffen.

  • So sehr schaden die Reichen dem Klima https://de.statista.com/infogr…t-nach-einkommensgruppen/


    "Laut einer aktuellen Oxfam-Studie sind die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung für mehr als die Hälfte (52 Prozent) der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Sie schaden damit überdurchschnittlich stark dem Klima."

    Vermutlich gehört fast jeder (erwachsene) Deutsche zum reichsten 1% der Weltbevölkerung, ich habe mal gelesen, dass der Durchschnittsdeutsche zu den Reichsten 0,3% der Weltbevölkerung gehört. Also was sagt uns das anderes außer, die Industriestaaten sind schuld? Achja, die "Reichen" sind schuld, aber selbst sieht sich keiner so.
    Obwohl der HartzIV Empfänger, die Krankenschwester, der Rentner, allesamt reich sind im globalen und historischen Vergleich. Reichtum ist halt ein positionales Gut.

  • https://www.welt.de/politik/au…5_controlTest_autocurated


    Zitat

    Aber nun ist die Führungsriege wieder mit den Slogans der „Unruhestifter“ konfrontiert: „Kein Gaza, kein Libanon, kein Syrien, wir opfern unsere Seele für den Iran.“ Damit kritisieren die Demonstranten die kostspielige Unterstützung von Terrorgruppen im Ausland. Sie fordern, dass Teheran die Milliardensummen zur Lösung der Probleme des Iran und nicht im Ausland ausgibt.