Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ich habe nicht gesagt, dass man das Gesetz differenziert betrachten muss. Allgemeine Menschenrechte sind universell und gelten auch in Uganda und das Gesetz ist verabscheungswürdig. Allerdings wird Uganda seine Meinung nicht ändern, wenn wir ihnen erklären wie die Dinge zu laufen haben, das bekommen wir nicht einmal mit bestimmten Zuwanderern in Deutschland hin und möchten das in anderen Ländern erreichen? Denn genauso wird deutsche und westliche Diplomatie wahrgenommen, nicht erst seit der "Feministischen Außenpolitik".

    Das Dilemma ist nicht einfach zu lösen, aber ein Anfang ist es zu verstehen und nachzuvollziehen, warum bestimmten Regierungen, Länder und Kulturen so handeln. Mich persönlich interessiert eine Darstellung mir unbekannter oder fremder Ansichten, aber ich verstehe auch diejenigen die weniger weltoffen sind.

  • Schön, wie du konkretes zur Frage wieder mal an dir abtropfen lässt, um dafür aber noch schnell einen Seitenhieb auf die Zuwanderer zu verteilen. :herz:

  • Ist ja gar nicht falsch, was du sagst. Aber entweder kann man sich dann Diplomatie ganz sparen, wenn jeder es eh so macht, wie er möchte, ohne sich andere Gepflogenheiten mal anzuschauen (Stichwort: Technologieoffenheit) oder man akzeptiert eben die andere Ansicht (indem Fall unsere) auch. Und gleiche Rechte für alle Menschen finde ich nicht zuviel verlangt, sich doch erstmal nur als Statement anhören zu müssen, wenn man mit uns diplomatisch verkehren möchte. Man sagt doch immer, dass wir auch mit Schurkenstaaten Beziehungen haben müssen. Das muss dann aber bitte auch umgekehrt für die Staaten gelten, die uns scheiße finden. Diplomatie ist ja nunmal keine Einbahnstraße.

  • So, Berlin entscheidet heute im Volksentscheid.


    Ich bin gespannt, KÖNNTE endlich mal ein Anfang sein.

    Schade, dass man nicht darüber abstimmt, dass die ganze Welt klimaneutral bis 2030 ist. Dann wäre das Problem noch besser gelöst. Da hätte man ambitionierter sein müssen.

  • Ja. Haha. Was ein Spaß, gell?


    Hältst Du Jones für so naiv zu glauben, dass das Ziel erreicht werden wird? Spoiler: Ist er nicht.

    Es muss doch aber ein Ziel formuliert werden. Ich meine außer dem so beliebten "Weiter so!"


    Du willst Ambitionen?

    Welchen wunderbaren Vorschlag könntest Du unterbreiten, der in etwa dasselbe aussagt wie; "Wir haben das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden?".


    Es _muss_ sich etwas ändern, Kiebitz.

    Ach, was soll's. Zeitverschwendung.

  • Hätte Kiebitz neben einer ernsthaften Absicht zum Gespräch die Möglichkeit zum sinnentnehmenden Lesen, wäre ihm möglicherweise das Wort „Anfang“ aufgefallen. So ist es eben nur das übliche Amateurgetrolle.

  • Ich weiß ja das Populismus von links gut ist. Die Abstimmung formuliert Ziele und überlässt dessen Erreichung der Politik. Die Kampagne dahinter ist zu 3/4 aus dem Ausland finanziert. Tut mir leid dass ich das nicht ernster nehmen kann als eine Absichtserklärung die Welt zu retten und es naiv finde da einen Anfang zu sehen.

    Ich denke es scheitert am Quorum. Wäre jedenfalls wünschenswert.

  • Ein Volksentscheid ist ein demokratisches Mittel - auch für das linke politische Spektrum - und beinhaltet ein Auftrag an die Politik. Ja, was denn sonst?


    Die Finanzierung der Kampagne durch das "Ausland" stammt zum größten Teil von zwei deutsch-amerikanischen Staatsbürgern. Die Familie von Frau Danziger floh vor den Nazis aus Deutschland.


    Neben Deiner auf der nach oben offenen Richterskala für Demokratie für das rechte poltitische Spektrum, bekommt die Kritik an der Finanzierung einen unangenehmen Beigeschmack.

  • Was passiert eigentlich wenn da heute eine Mehrheit mit "nein" antwortet ? Geht ja anscheinend niemand von aus.

  • Die Finanzierung der Kampagne durch das "Ausland" stammt zum größten Teil von zwei deutsch-amerikanischen Staatsbürgern. Die Familie von Frau Danziger floh vor den Nazis aus Deutschland.

    Oh, wie enttäuschend. Kiebitz‘ Geraune klang irgendwie voll aufregend nach Soros oder so.

  • Ich weiß ja das Populismus von links gut ist. Die Abstimmung formuliert Ziele und überlässt dessen Erreichung der Politik. Die Kampagne dahinter ist zu 3/4 aus dem Ausland finanziert. Tut mir leid dass ich das nicht ernster nehmen kann als eine Absichtserklärung die Welt zu retten und es naiv finde da einen Anfang zu sehen.

    Ich denke es scheitert am Quorum. Wäre jedenfalls wünschenswert.

    Wegen Menschen wie dir sind solche Abstimmungen übrigens nötig. Und ob du es willst oder nicht: Konservativ und Rechts haben uns die Scheisse erst eingebrockt. Leute wie du, Lindner, Aiwanger, Söder und wie sie nicht alle heißen. Ihr seid gefährlich.

  • SVElfe: Warten wir es ab.


    Putzig ist allerdings schon, wie demokratische Prozesse im Zeichen des Klimaschutzes schon im Stadium der Willensbildung mit radikalkonservativen Argumenten diskreditiert werden.

  • Konservative schaden unserem Planeten. Konservative treten nach unten, grenzen aus und ordnen alles Profitinteressen unter.


    Faschistoide Ausrichtungen und Hetze gegen marginalisierte Gruppen erkennt man durchaus in den extremeren Strömungen der CDU und vielen Publikationen in WELT und BILD, dazu natürlich Aufrufe zu Gewalt und direkte Identifikation von einzelnen KlimaaktivistInnen als Ziel.


    Die extreme Rechte wird, unter anderem in Profitfragen, natürlich von Konservativen und Kapitalisten instrumentalisiert. Die AfD hat in diesen Fragen nicht zufällig extreme Schnittmengen mit CDU und FDP. Der ganze Kulturkampfdreck, den man gerade aus den USA importiert, ist ebenfalls effektiv eine Grenzüberschreitung hin zum postfaktischen, faschistischen Denken.


    Wenn man tief genug in die Netzwerke der Konservativen einsteigt, kommt man dabei immer bei Faschisten raus.

  • SVElfe: Warten wir es ab.


    Putzig ist allerdings schon, wie demokratische Prozesse im Zeichen des Klimaschutzes schon im Stadium der Willensbildung mit radikalkonservativen Argumenten diskreditiert werden.

    Die Begeisterung für diesen demokratischen Prozess wäre bestimmt bei anderen Themen genauso groß. Zum Beispiel ein Volksbegehren zur Abschaffung des ÖRR in dem jeweiligen Bundesland

    Ein Volksentscheid ist ein demokratisches Mittel - auch für das linke politische Spektrum - und beinhaltet ein Auftrag an die Politik. Ja, was denn sonst?


    Die Finanzierung der Kampagne durch das "Ausland" stammt zum größten Teil von zwei deutsch-amerikanischen Staatsbürgern. Die Familie von Frau Danziger floh vor den Nazis aus Deutschland.


    Neben Deiner auf der nach oben offenen Richterskala für Demokratie für das rechte poltitische Spektrum, bekommt die Kritik an der Finanzierung einen unangenehmen Beigeschmack.

    Ich habe nicht den Volksentscheid kritisiert sondern die Zielrichtung. Es wird verlangt ein bestimmtes Ziel zu erreichen, aber die Finanzierung dazu überlässt man den künftigen Regierungen. Das ist undemokratisch und populistisch. Zumal ich nicht weiß ob das Parlament diese potentielle Entscheidung wieder rückgängig machen dürfte.


    Zur Finanzierung:

    Volksentscheid sammelt Rekord-Budget von 1,2 Millionen Euro ein
    Der Volksentscheid "Berlin 2030 klimaneutral" plakatiert auffällig viel. Möglich macht dies das Rekord-Budget der Kampagne: Wie der rbb exklusiv erfuhr, liegt…
    www.rbb24.de


    Ist der RBB jetzt auch unter Naziverdacht?

  • Die Finanzierung überlässt man den zukünftigen Regierungen?

    Zum Glück entstehen durch den Klimawandel für die zukünftigen Regierungen und Generationen keine Kosten.


    Ach komm....