Politischer Zoff-Thread oder so


  • Also beide wollen, was Putin will, nämlich dass Selenskij gegen den erklärten Willen der Ukrainer sich ergibt. Die AfD geht sogar noch weiter und will, dass er abtritt, was eine der ursprünglichen Forderungen Putins war, als dieser den Krieg begann.


    Übrigens echt geil von BSW, Selenskij - und nicht Putin - eine Eskalationsspirale vorzuwerfen. BSW macht sich hier mit denen gemein, die die Lunte an Europa legen.


    Ich könnte gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.

  • Sahra Rottenmeier gründet ein neues Bündnis um sich zukünftig die Entschuldigungen für das Fernbleiben im Bundestag und das ihrer Stiefelküsser gleich selbst schreiben zu dürfen, auch wenn es inhaltlich noch so verabscheuungswürdig ist.


    Oskar hätte gerne dazu applaudiert, aber er hat noch die Hände auf dem Rücken und den roten Ball im Mund.


    Wenns denn nur so wäre, wäre es halb so krank.

  • bei dem ein Haufen [sehr junger] Menschen nicht so gewählt hat

    Ich verstehe nicht warum die Jungen so im Fokus stehen? Es ist scheiße, aber durch die Jungen hat die AFD nicht den relevanten Zuwachs bekommen. Was ist mit den erwachsenen Pissnelken aus Deiner und meiner Generation? Das sind die, die für den großen Zuwachs verantwortlich sind, darauf sollte der Fokus sein.


    Gebt mal bei google "Warum wurde AFD gewählt ein"...alles Medienartikel die sich mit dem Wahlverhalten der Jugendlichen beschäftigen. :kopf:

    Naja, die Jungen haben noch die längste Zeit als Wähler/-innen vor sich. Insofern sind die schon besonders interessant. Und wenn man davon ausgeht, dass in jungen Jahren tendenziell eher links gewählt wird und mit zunehmendem Alter dann immer weniger, dann ist das nochmal besonders interessant, wenn das Kreuz da jetzt schon so oft rechts landet...

  • Das Wahlergebnis in Bezug auf die AfD, insbesondere in den neuen Ländern, ist natürlich trotzdem schlimm, aber dennoch finde ich diese Darstellung hier Recht erhellend:


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    Statt der Wahlkreise als Landflächen, werden sie hier in Bezug zur Bevölkerung gesetzt.

  • Also so wie ich das sehe, bildet das allerdings auch nur die stärksten Parteien in den kreisen ab, nicht die zweitstaerksten etc. Das hat imo geringe Aussagekraft.

    Aussagekräftiger sind imo natürlich der prozentanteil unterm Strich sowie die verluste oder Zugewinne bei den absoluten stimmen.


    Beispiel, hypothetisch : die AFD holt 49 Prozent in einem Kreis, die CDU 51. Mit dieser alternativen Grafik wirkte es so, als hätte die AFD In Jenem Kreis nur vernachlässigbar wenig Stimmen erhalten. Imo irreführend.

    Einmal editiert, zuletzt von Calogero81 ()

  • Also so wie ich das sehe, bildet das allerdings auch nur die stärksten Parteien in den kreisen ab, nicht die zweitstaerksten etc. Das hat imo geringe Aussagekraft.

    Aussagekräftiger sind imo natürlich der prozentanteil unterm Strich sowie die verluste oder Zugewinne bei den absoluten stimmen.


    Beispiel, hypothetisch : die AFD holt 49 Prozent in einem Kreis, die CDU 51. Mit dieser alternativen Grafik wirkte es so, als hätte die AFD In Jenem Kreis nur vernachlässigbar wenig Stimmen erhalten. Imo irreführend.

    Die traditionelle Grafik wirkt natürlich ebenfalls irreführend, aber die Alternative Grafik löst das Problem nicht.

  • Ich glaube, den Anspruch hat sie auch gar nicht.


    Wer die stärkste Kraft ist, hat eine Aussagekraft, dass das nicht die höchste ist, denke ich ebenfalls. Alleine weil es theoretisch möglich ist, dass die gesamtstärkste Partei in keinem einzigen Wahlkreis stärkste Kraft ist. Oder Beispiel Berlin: Der große grüne Kreis hätte auch schwarz sein können, gäbe es relativ geringe Verschiebungen von Grün zu Schwarz. In der ersten Graphik gibt es das auch häufig, teilweise sogar extrem knapp. Im großen schwarzen Landkreis im Osten (Potsdam-Mittelmark) fehlen der AfD gerade mal 0,3 Prozentpunkte, damit der Kreis auch blau ist.


    Aber es ist eben eine von vielen Detaildarstellungen.


    Das Problem, das hier gelöst wird, ist „nur“, dass die Größe eines Landkreises optisch nicht verzerrt, wie viele Wählerstimmen die stärkste Partei erhalten hat.


    Das finde ich aber durchaus nicht unwichtig, denn optisch wirkt es, als hätten die AfD-Stimmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erheblich mehr Gewicht als die CDU-Stimmen in Hannover. In der zweiten Graphik ist das dann korrigiert, und die Aussagekraft ist größer.

    2 Mal editiert, zuletzt von eue ()

  • Beide Darstellungen haben sicher ihre Berechtigung. Aber sinnvoll finde ich beide nicht. Die Aufsplitterung, wie sie SPON zeigt für jede Partei einzelnd nach Landkreis ist in meinen Augen noch am besten. Aber auch das bildet nicht die komplette Wahrheit ab. Das kann keine der Darstellungen.

  • Ich höre immer wieder, dass Gegenden mit mehr Migranten nicht für die AFD stimmen, aber bei Hannover stimmt das nicht, meisten Stimmen für AFD in Hannover = Mühlenberg, in Garbsen = Auf der Horst.

  • Ja, aber schau Dir dann auch mal die Wahlbeteiligung in diesem Wahlbezirken an. Das wird irgendwie gerne übersehen, dass 70 bis 80 Prozent der Menschen dort gar nicht wählen gehen.


    Leider übersehen das auch unsere Lokaljournalisten und Lokaljournalistinnen, wenn sie dort auf "Spurensuche" gehen.

  • In einer gesamtdeutschen Ansicht stimmt das auch weitgehend. Die Wahlbeteiligung beeinflusst das zwar auch, aber in nicht allzu großem Maße.

  • Ja, aber schau Dir dann auch mal die Wahlbeteiligung in diesem Wahlbezirken an. Das wird irgendwie gerne übersehen, dass 70 bis 80 Prozent der Menschen dort gar nicht wählen gehen.

    Der Menschen oder der Wahlberechtigten? In Mühlenberg war die Wahlbeteiligung zwar gering, aber bei weitem nicht so, wie du suggerierst.


    Ich vermute eher das Bildungsniveau in den Stadtteilen als Ursache für den Rechtsruck gegen eigene Interessen. Mit dafür verantwortlich sehe ich die in Hannover völlig verfehlte Baupolitik der letzten Jahrzehnte, die zur Ghettoisierung (in allen Facetten) geführt hat.

  • Der Wahlberechtigten.


    Tatsächlich habe ich mich geirrt. Ich hatte den Wahlbezirk, in dem meine Freundin Wahlhelferin war, auf den gesamten Mühlenberg extrapoliert. Bei ihr waren es nur etwas über 20 Prozent, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.


    Aber auch 46 Prozent sind verdammt niedrig und aus meiner Sicht nicht unbedeutend für eine Analyse. Und bei den Themen Bildungsnähe und wirtschaftliche Situation der Haushalte bin ich ganz bei Dir. Das sorgt leider zu oft für niedrige Wahlbeteiligungen und dann wiederum für überproportional viele Stimmen derjenigen, die Protest oder extrem wählen. Denn die gehen halt hin.