Politischer Zoff-Thread oder so

  • Damit sagst du, daß es nicht anmaßend ist, "reguläre Strukturen des Islams und streng religiöse Verhaltensweisen eines orthodox-konservativen Teils" mit islamistischem Extremismus zu verbinden. Das diese als zur extremistischen Entwicklung beitragen.

    So wie in Deutschland seit Jahrzehnten die Kmmunion den Kannibalismus fördert. (Mir ist auf die schnelle nix besseres eingefallen)

  • Damit sagst du, daß es nicht anmaßend ist, "reguläre Strukturen des Islams und streng religiöse Verhaltensweisen eines orthodox-konservativen Teils" mit islamistischem Extremismus zu verbinden. Das diese als zur extremistischen Entwicklung beitragen.

    So wie in Deutschland seit Jahrzehnten die Kmmunion den Kannibalismus fördert. (Mir ist auf die schnelle nix besseres eingefallen)

    Ist dir noch ein sinnvolles Beispiel eingefallen?

    Weil Correctiv es nicht gemacht hat und auch keine Quelle angibt, zitiere ich einmal die Passage aus dem Papier, an dem De Vries (nach eigenen Angaben maßgeblich) mitgewirkt hat und hier Kronzeuge seiner angeblichen "Muslimfeindlichkeit" ist.


    Zitat


    Die alleinige Fokussierung auf den gewaltbereiten Teil des Islamismus, den islamistischen Terrorismus, wird der Gesamtproblematik insofern nicht gerecht. Der Islamismus hat – wie auch andere Extremismen – eine ideologische Basis und es muss darum gehen, diesen ideologischen Untergrund zu erkunden. Dieser Politische Islamismus, der vordergründig gewaltfrei agiert, aber Hass, Hetze und Gewalt schürt und eine islamische Ordnung anstrebt, in der es keine Gleichberechtigung, keine Meinungs- und Religionsfreiheit und auch keine Trennung von Religion und Staat gibt, hat sich in Teilen unserer Gesellschaft breit gemacht. Der Politische Islamismus bewirbt eine Herrschaftsordnung, die einen fundamentalen Gegenentwurf zu Demokratie, Pluralismus und individuellen Freiheitsrechten darstellt. Seine Vertreter streben die Unterwerfung von Gesellschaft, Politik, Kultur und Recht unter Normen an, die ihren islamistischen Vorstellungen entsprechen. Diese Politisierung der Religion äußert sich in einer umfassenden Reglementierung der Lebensführung von Musliminnen und Muslimen anhand der Kategorien des Erlaubten (halal) und des Verbotenen (haram). Jede Person wird nach der Unterwerfung unter die Ge- und Verbote des Islam beurteilt. Die individuelle Freiwilligkeit bleibt wegen des hohen Konformitätsdrucks auf der Strecke. Im Zentrum des Politischen Islamismus steht auch die islamistische Genderordnung mit einer umfänglichen Geschlechtertrennung, einem extremen Patriarchalismus und dem partiellen oder vollständigen Ausschluss von Frauen aus der Öffentlichkeit. Die Bekämpfung des Politischen Islamismus sind wir nicht nur unseren freiheitlich-demokratischen Idealen und Werten schuldig, sondern auch dem größten Teil der Musliminnen und Muslime in Deutschland, die diese Ideale mit uns teilen und auf ihrer Basis mit uns leben wollen. Denn es sind gerade auch liberale, säkulare Musliminnen und Muslime, die zu Opfern dieser illiberalen, antidemokratischen Ideologie werden.

    Link zum PDF-Dokument:

    https://www.cducsu.de/sites/default/…0Islamismus.pdf

    Der Artikel lässt hier völlig außer acht, dass das Positionspapier der großen Mehrheit von Muslimen in Deutschland ein freiheitlich-demokratisches Bild zuschreibt und reißt einen Satz völlig aus dem Kontext, um daraus eine Feindlichkeit gegenüber allen Muslimen zu fabrizieren. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob der Satz überhaupt von De Vries stammt.

    Außerdem missinterpretiert der Verfasser der zitierten "Studie", die Aussage, dass Anhänger des politischen Islams die Welt in erlaubt und verboten einteilen. So auch hier:

    "Sogar die Selbstverpflichtung auf islamisch vorgeschriebene oder verbotene Verhaltensweisen (halal und haram), die durch die Religionsfreiheit gedeckt sind, wird in dem Positionspapier als politisierende „umfassende Reglementierung der Lebensführung“ bezeichnet, als zu bekämpfender Vorläufer gewalttätiger Radikalisierung"

    https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anl…html?nn=1530318

    Mustafa unterstellt hier also, dass es genau umgekehrt gemeint ist. Dass die religiösen Ansichten "normaler" Muslime, laut den Verfassern des Positionspapiers dem Islamismus den Boden bereiten.

    Solche Äußerungen in die Nähe von irgendwelcher wie auch immer gearteten "Feindlichkeit" zu stellen ist diskursiv der Versuch legitime Kritik am Islam als illegitimen Kulturrassismus darzustellen und die Religion von Kritik zu insulieren. Correctiv ist offenbar zu doof das zu merken.

  • Kann man sich bitte in Deutschland und anderswo ein Beispiel an Kanada nehmen? Da wird gerade gezeigt, wie man die rechten Populisten mit klarer Kante gegen Einflussnahme von Außen, Zollwahnsinn und Großmachtsfantasien stellt. In Australien gibt es ähnliche Ergebnisse. Das erfordert auch eine etwas positivere und selbstbewusstere Haltung der Bevölkerung. Also Schluss mit dem Dauergenöle und Elbows up!

  • Donald Trump scheint nicht mitbekommen zu haben, wie die öffentliche Meinung in Kanada auf seine Avancen reagiert hatte, anders kann ich mir nicht erklären, dass er gestern noch mal nachgelegt hat. Denn er ist ja nicht kopfdumm. ODER?

  • Das war das erste, was ich heute morgen las und es entspricht meinen gestrigen Gedanken.

    Ich bin geplättet und denke so bei mir, Amerika, wir kommen/bleiben/folgen. Nur ein wenig konservativer, deutsch eben.

    Mark Raschke / Facebook

    Unbedingt runtermachen. Von Anfang an Antistimmung. Demokratisch zustandegekommene Regierung? Taugen doch nix. Und diese ewigen Kompromisse!

    Beim nächsten Mal besteht das Kabinett dann zu einem guten Teil aus Antidemokraten, die reiben sich aufgrund dieser jetzigen Stimmungsmache allerdings heute schon die Hände.

    Es ist doch einfach sonnenklar, dass die nächste Regierung (ich glaube mal nicht an das Wunder, dass die AfD sich bis dahin selbst entzaubert hat) aus CDU und AfD bestehen wird. So als ´33-Move. "Die muss man nur etwas bändigen!"

    Das bereiten Spahn und Linnemann schön vor, ohne sich selbst zu "beschmutzen". Finster was Merz da aufstellt. Da er selbst finster ist, alles folgerichtig.

    Einmal editiert, zuletzt von obk die Zweite (29. April 2025 um 10:14)

  • Kiebitz

    Na, damit sind wir doch einen Schritt weiter, denn die von dir zur Verfügung gestellte Textpassage sagt eben klar und deutlich, daß die Struktur und die Regeln des Islam nicht mit unser freiheitlich demokratischen Grundordnung vereinbar sind. Und das sie deswegen dem islamistischen Extremismus zuarbeiten. Der Islam darf damit auch nicht zu Deutschland gehören.

    Viele unserer Werte basieren auf den christlichen Religionen, deshalb ist zum Beispiel tanzen an Karfreitag verboten. Für alle, unabhängig ihrer religiösen Überzeugung. Ich nenne das dann ein christliches „haram“.

    Warum ist das akzeptiert, aber selbstbestimmte Regeln anderer Religionen nicht?

  • Kiebitz

    Na, damit sind wir doch einen Schritt weiter, denn die von dir zur Verfügung gestellte Textpassage sagt eben klar und deutlich, daß die Struktur und die Regeln des Islam nicht mit unser freiheitlich demokratischen Grundordnung vereinbar sind. Und das sie deswegen dem islamistischen Extremismus zuarbeiten. Der Islam darf damit auch nicht zu Deutschland gehören.

    Viele unserer Werte basieren auf den christlichen Religionen, deshalb ist zum Beispiel tanzen an Karfreitag verboten. Für alle, unabhängig ihrer religiösen Überzeugung. Ich nenne das dann ein christliches „haram“.

    Warum ist das akzeptiert, aber selbstbestimmte Regeln anderer Religionen nicht?

    Das steht da nicht, das ist die sehr eigenwillige Interpretation von Mustafa. Tatsächlich steht es da, wie von mir oben beschrieben.

    Der politische Islamismus hat seine Grundlage im Islam. Die Mehrheit der Muslime macht das nicht zu Extremisten, aber Extremisten docken an diese Basis an.

    Die strukturelle Unterscheidung des Islams in "Erlaubtes" und "Verbotenes" kann so eine Basis darstellen. So verstehe ich auch das Argument.

    Ein Beispiel habe ich ja bereits genannt, ein weiteres ist das Speiseverbot von Schweinefleisch. Das stellt natürlich keinerlei Problem für unsere Demokratie dar, genausowenig wie Speisetabus von Juden, Hindus oder Jesiden. Allerdings wird es zu einem Problem für unsere Demokratie, wenn Islamisten daran andocken und Nicht-Muslime zu "unreinen" Personen erklären, weil sie sich nicht an die spezifischen Gesetze der Religion halten. Hier werden von Islamisten, die Nicht-Muslime als minderwertig dargestellt, weil sie "Verbotenes" essen. Der Schritt zu einer Gesellschaft in der diese Regeln für alle gelten sollen ist der, den das Papier für gefährlich hält.

    Diese Andockmöglichkeit besteht rein theoretisch in deinem christlichen Beispiel auch, wenn junge christliche Männer am Karfreitag patroullieren würden, um zu überprüfen, ob nicht doch jemand heimlich ein Fest veranstaltet.

    Das kommt im Christentum allerdings überhaupt nicht vor, weil dieses Verbot eigentlich kein spezifisch christliches ist, sondern ein kulturell geprägtes Verbot. Deswegen gibt es dieses Konzept auch nicht in allen Ländern mit einer christlichen Mehrheit.

    Das Christentum hat natürlich auch, anders als der Islam nicht den Anspruch alle Lebensbereiche seiner Gläubigen und Nicht-Gläubigen zu regeln und dies auf Grundlage des Korans, der Hadithen und der Biografie von Mohammed.

    Wenn du kein Problem mit bestimmten islamischen Regeln hast, weil sie genauso gelten sollten wie andere religiöse Gebote, was würdest du zu einer Einführung von islamischen Heiratsregeln sagen, bei denen Nichtmuslime keine islamischen Frauen heiraten dürfen (rechtlich bindend in einigen Staaten) oder dass Frauen weniger erben oder ihre Zeugenaussage vor Gericht weniger zählt?

  • Das Christentum hat natürlich auch, anders als der Islam nicht den Anspruch alle Lebensbereiche seiner Gläubigen und Nicht-Gläubigen zu regeln und dies auf Grundlage des Korans, der Hadithen und der Biografie von Mohammed.

    Hm…

    „Mit strategischen Klagen, Lobbyarbeit und eigenen Medien will sie (die Bewegung des christlichen Fundamentalismus, meine Anmerkung) eine gesellschaftliche Transformation herbeiführen hin zum bibeltreuen Gottesstaat.“

    https://www.swr.de/swrkultur/wiss…-04-19-102.html

    Das politische Christentum hat seine Grundlage im Christentum. Die Mehrheit der Christen macht das nicht zu Extremisten, aber Extremisten docken an diese Basis an.

  • Es ist schon eine beeindruckende Ausblendung der (mindestens historischen) Realität, wenn man sich hinstellt und behauptet, dass dem Islam der Anspruch auf das gesamte Leben beeinflussende Vorschriften innewohnt, während das natürlich im Christentum niemals nie so ist. Und wahrscheinlich gibt und gab es auch gar kein politisches Christentum. Irre.

  • Erstmal geht es mir darum, dass dem Christentum grundsätzlich ein politischer Gedanke und entsprechender Extremismus nicht weniger innewohnt als dem Islam. Und natürlich kommt es dann auf die jeweils dominierenden Strömungen an. Allerdings habe ich das "mindestens historisch" auch nicht ohne Grund in Klammern gesetzt, da ich der Meinung bin, dass global gesehen die Zeiten des weniger politischen Christentums mittlerweile auch eher historische sind.

  • Die Zeiten des weniger politischen Christentums sind vorbei? Also erwartest Du mehr politisches Christentum in Zukunft?

    Die USA sind da natürlich Vorreiter, nicht erst jetzt, und die Agenda "Project 2025" ist wahrlich das Böse unter der Sonne.

    Aber gibt's außerhalb der Redneck-Schwachköpfe noch weitere Signale?

  • Mir persönlich würde das ja schon komplett reichen. Und dass es z.B. in Deutschland ja nun deutliche politische Anbiederungen daran gibt, finde ich höchst bedenklich. Weiterhin ging es mir aber vor allem darum, dass ich es absurd finde, politisches Christentum und christlichen Extremismus per se zu negieren.