Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ich wollte nur sagen: Ich war gestern mal übermäßig hart mit der SPD. Tut mir leid!

    Bin selber etwas erstaunt, wieviel Frust da bei mir hochkommt. Die Regierung Schröder war vielleicht die definierende politische Enttäuschung meines Lebens: Aufgewachsen unter 16 Jahren Kohl und dann das! ;)

    Ich werd' da jetzt nicht mehr reingehen, ich wollte nur sagen: Es gibt auch gute Leute in der SPD und denen tue ich mit so pauschal-Rundumschlägen unrecht. Habe vor, dran zu arbeiten.

  • Ja. Und ich frage mich auch, wie man die wählen kann. Wo doch hier und da echt offensichtlich Müll dahinter steht. Nur weil's auch positive Dinge gibt, die die verkörpern?

    Lustig, ohne Kontext wäre es unmöglich rauszufinden welche Partei du meinst, passt auf fasst jede.

    Diese absolute Blauäugigkeit in der Außenpolitik ist auch etwas was mich tierisch stört. Ob das genug ist sie nicht zu wählen oder ob die positiven Punkte überwiegen muss natürlich jeder selbst für sich entscheiden, beide Standpunkte sind denke ich legitim. Mir fällt aber auch keine andere Partei ein, bei der das Parteiprogramm mich zu 100 Prozent überzeugt.

  • Ich denke so Plattformen wie der Wahl-o-Mat sind da echt klasse für Personen sich erstmal ein Grundbild zu verschaffen.

  • Im Kern ist die SPD die Partei für normale Menschen. Die bauen aber nur noch Scheiße und sind inzwischen komplette Luftpumpen.

    Da Extremforderungen ohnehin nicht durchgesetzt werden, überwiegt der starke Gerechtigkeits- und Umverteilungswillen der Linken für mich durchaus als Wahlargument. Das Hadern mit der Bundeswehr kann ich gleichermassen verstehen und aber auch kritisieren.

    Irgendwas ist halt immer, die Linken sind im Kern aber eine Partei für die Menschen und nicht für die Wirtschaft oder die Überreichen. Für mich und meine Kinder würde ich mir wohl eine Melange aus den jeweils guten Seiten der Grünen und Linken wünschen.

  • Aus dem Inneren hört man allerdings gerade Stimmen, daß die neue Führung die SED quasi reanimeren will.

    Die Richtung wird von Oben diktiert, in vielen Bereichen, wo es andersrum sein sollte. Bis hin zur Auswahl von Kandidaten auf unteren Ebenen. Nix mehr mit Demokratie innerhalb der Linken Partei.

  • die linken sind mittlerweile im kern eine ganz normale sozialdemokratische partei, wie es die spd im kern vor schröder und blair war.

    Ja das stimmt und gottseidank treten dann solche Leute auch endlich aus ... Parteiaustritt: Burgdorfer Fleischmann sitzt nicht mehr für Die Linke im Rat (subjektive persönliche Meinung will hier niemanden diffamieren)... aber es stimmt, dass die Linke mittlerweile immer mehr zu einer Partei wird, die die wirtschaftliche Vernunft zumindest in großen Teilen mit einbezieht. Nicht mehr in Reich der Phantasien lebt teilweise und die Menschen, die sich eben nicht bei Nius und Tiktok bilden, dies auch erkennen und eben nicht AFD wählen. Will ich eine Alleinregierung der Linken - eher nein. Würde ich sie mir wünschen als Juniorpartner in einer Koalition - defitniv.


    Das was hier zitiert wurde zum Thema Krieg etc., da kann ich dir eine Vielzahl von Anträgen der Jusos oder der grünen Jugend nennen die auf Parteitagen beschlossen wurden, die dort viel krasser formuliert sind.

  • Tja, die SPD ... wie hieß es doch so schön "Genosse der Bosse" unter Schröder... und damit fing das Drama der SPD an.

    Heute haben wir einen Vorsitzenden, den die Mitglieder nicht gewählt haben, der sich aber, koste es was es wolle, zum Finanzminister und Vizekanzler geschleimt hat und über jedes Stöckchen springt, das die schwarz/braunen ihm hinhalten.

    Mal schauen, was mit der Besetzung des Verfassungsgerichtes so wird....

    Man schaue sich auch die Bauministerin mal an... Geywitz war ja schon ein Totalausfall, Fr. Hubertz toppt das jedoch noch.

    Wäre die SPD nur Bundes- und Landespolitik (Ulf Kämpfer als MP von SH, na Klasse, auch so ne Luftpumpe), müsste man die Partei verlassen.

    Kommunalpolitik funktioniert hingegen noch so einigermaßen, zumindest hier in NMS...

  • Die SPD ist in 17 der letzten 21 Jahre (mit) an der Regierung gewesen. Was war denn da links? Waren das die Steuersenkungen für Besserverdiener, Körperschaften, Bezieher von Kapitaleinnahmen, Bezieher von Veräußerungsgewinnen aus Unternehmensverkäufen? Oder waren das eher die Steuererhöhungen für die Masse wie die Mehrwertsteuer? War das der Verzicht auf die Wiedereinführung der Vermögensteuer? Die Teilprivatisierung der Rente? Das Einsparen der Infrastruktur, die heute so verrottet ist? War das die Aufnahme schnöder Haushaltsregeln aka Schuldenbremse in unser schönes Grundgesetz? Waren das die jahrzehntelangen Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Stärkung der sogenannten inneren Sicherheit? Oder war das die Spaltung der Gesellschaft durch die Agenda 2010, Leiharbeiterei und das verordnete Lohndumping, das die Außenhandelsverwüfnisse geschaffen hat? Arm trotz Arbeit, wer hat's erfunden? Als Rentner Flaschen sammeln müssen, wer hat's erfunden?

    Ach so. So ein bißchen soziokultureller Kram war links. Irgendwas mit Mutterschutz, Doppelpaß und Homoehe. Ein bißchen Atomausstieg, der von der angeblich sozialdemokratisierten Kanzlerin zwischenzeitlich mal einkassiert wurde. Und Dosenpfand. Das Nein zum Irakkrieg. Ach ja, der Mindestlohn. Eigentlich von der damaligen PDS gefordert, von der SPD abgelehnt. 2005 hat sie die Bundestagswahl verloren. Ab Frühling 2006 gab es SPD-Stimmen, die plötzlich auch für den Mindestlohn waren. edit: Genau in dem Moment, an dem die Gefahr der Einführung am geringsten war. Gekommen ist er knappe zehn Jahre später. Zehn Jahre zu spät. Schaden bereits angerichtet.

    Hm. Jojo. Schon recht.

    Muss grad nan Pokalheld denken. Der soll mal wieder online kommen.

  • Da hast du teilwiese vollkommen Recht, aber kommen wir hier in Deutschland nicht mittlerweile auch dazu, dass unabhängig von der Partei wir uns Lösen von Mitgliederparteien zu "Managerparteien" um mölichst eine Person zu hypen - Inhalt egal. Hätte Scholz die Wahl 2021 gewonnen mit Inhalten, hätte Merkel damals fast die absolute Mehrheit geholt nur mit Inhalten, hätte Weil hier fast 40% geholt bei Umfragewerten für die Bundespolitik bei 20%, hätte Kretschmann in BW erster Ministerpräsident der Grünen werden könnnen mit Inhalten. Wäre Palmer nochmal Bürgermeister geworden mit Inhalten?

    "Geywitz war ja schon ein Totalausfall, Fr. Hubertz toppt das jedoch noch." hier wäre ih doch gespannt was Du anders gemacht hättest bei der aktuellen Personallage.

  • https://www.faz.net/aktuell/politi…-110597007.html

    Seit seinem Großangriff auf die Ukraine hat das Regime Putin ein Netz von Kontakten nach Deutschland geknüpft. Zu seinen Zielen gehörte auch, die gesperrte und teilweise durch ein Attentat zerstörte Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland durch die Ostsee wieder in Gang zu setzen.


    Eine Hauptfigur in diesem Netz ist offenbar der frühere SPD-Vorsitzende und Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck. Die F.A.S. hat gemeinsamen mit dem „Spiegel“ und der russischen Oppositionsplattform „The Insider“ festgestellt, dass er seit Ende 2022 mindestens neunmal in Moskau war.

    Einige Male waren den Flugdaten zufolge wohl auch Bekannte Platzecks mit an Bord: Der Geschäftsführende Vorstand des Deutsch-Russischen Forums, Martin Hoffmann, und der CDU-Mann Ronald Pofalla, der unter Angela Merkel Chef des Bundeskanzleramts war.

    Platzeck hat Fragen zu diesen Flügen mit dem Satz kommentiert, man erwarte „wohl nicht im Ernst, dass ich zu meinem Privatleben irgendetwas bestätige, dementiere oder sonst wie anmerke“. Hoffmann schrieb, seine Arbeit gelte nur dem zivilgesellschaftlichen Austausch. „Das gilt im beruflichen Zusammenhang für meine Gespräche und Reisen – auch für die von Ihnen angesprochene Reise nach Russland.“ Pofalla antwortete nicht. Platzeck schrieb aber, der frühere Kanzleramtschef lasse mitteilen, dass Plat­zecks Antwort „vollinhaltlich auch für ihn gilt“.

  • https://www.zeit.de/politik/deutsc…xander-dobrindt

    Ebenfalls unter den Abgeschobenen war nach ZEIT-Recherchen Haroon I., ein verurteilter Cannabisdealer, der seine Strafe abgesessen hatte und seinem Umfeld zufolge längst auf dem besten Weg war, sich in Deutschland zu integrieren. Er hatte einen Job, eine Partnerin und Freunde. Seine Geschichte will nicht wirklich passen zu Dobrindts Erzählung von den schweren Gewalt- und Intensivtätern, mit denen der Abschiebeflieger angeblich gefüllt war.

    Herrlich mal wieder, wie unsere christlichen Menschenfreunde da testen wollen, was die Taliban mit diesen Menschen machen. Geistesgestört.

  • Die ostdeutsche Provinz stirbt weg. Kein Wunder, wenn man sich durch den früheren Wegzug der Kinder durch Verbitterung in seine winzig kleine Welt zurück zieht und die Jüngeren sich mehr mit dem Baseballschwingen beschäftigen anstatt sich um eine der wenig gewordenen Damen zu bemühen.

    So werden die Landstriche vermutlich erst veröden, bevor sie von den paar Boomtowns im Osten als günstigeres Umland neu entdeckt und bevölkert werden.

    https://www.n-tv.de/panorama/Das-i…le25898533.html