Politischer Zoff-Thread oder so

  • Habt ihr nicht verstanden was ich sagen wollte?


    Also es gibt Leute die finden eine R2G oder linksgerichtete Regierung zu freiheitseinschränkend für sie selber.


    Ich meinte das muss nicht mal eine Regierung sein, es kann auch ein Verein sein oder ein Meetup, eine Gruppe von Leuten wo man nur dabei sein oder mit machen darf wenn man die gleichen politischen Einstellungen hat wie die (meist links). Und das auch obwohl es inhaltlich gar nicht um Politik gehen muss, sondern alles mögliche.


    Gestern hab ich WG Anzeigen entdeckt, Leute suchen einen Mitbewohner der u.a. vegan leben muss. Manchmal suchen auch Leute einen Platz in einer WG, wollen aber kein Geld zahlen weil Geld für sie keine Bedeutung hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Dvdscot ()

  • Mit dem kleinen Unterschied, dass die Regierung ein klitzekleines Bisschen etwas anderes ist als ein Verein, bei dem man entweder nicht ein-, oder wieder austritt.

    Warum sollte man einer Gruppe von Menschen beitreten, deren Themenwelt man nicht mag? Wenn es ein Dackelzüchterclub ist, der wie eine Kolchose geführt wird, sucht man sich halt einen anderen, oder nicht?


    Und dass eine WG sich aussucht, wer mit ihnen zusammen lebt, ist auch völlig legitim.

  • Du meinst, "dann geh doch drüben", funktioniert staatstechnisch nicht so wirklich?


    Und reichbürgermäßig austreten ist auch nicht?


    Da könnte was dran sein, Dvdscot ?

  • Es könnte doch sein dass man deren eigentliches Thema mag oder irgendwo mithelfen möchte aber nicht darf weil man politisch andere Ansichten hat, was mit dem Thema aber rein gar nichts zu tun hat. Das ist deren gutes Recht, genauso wie das mit der WG. Genauso darf man auch Satire machen wie die heute show oder Dieter Nuhr, ich gucke und mir gefällt beides, bin persönlich davon nicht betroffen. Durch Ausladungen oder Ausschließungen schon eher aber das ist schon ok, es ist nur nicht so nett. Und wer nicht nett ist, der bekommt es meist auch nicht so nett zurück, manche nennen das Karma, für mich ist es eher menschliche Logik.


    Reichsbürger hab ich nicht erwähnt oder gemeint, aber da du es ansprichst, ob man das ist, ist doch seine eigene freiwillige Entscheidung die man revidieren kann oder nicht?


    Was heißt "Geh doch drüben"? Meinste die Leute die Deutschland hassen und als Antwort bekommen: "Dann verlasse Deutschland doch und geh nach ..."? Innerhalb der EU problemlos möglich.

  • Was heißt "Geh doch drüben"? Meinste die Leute die Deutschland hassen und als Antwort bekommen: "Dann verlasse Deutschland doch und geh nach ..."? Innerhalb der EU problemlos möglich.

    Das war früher ein Spruch in der Bundesrepublik, den die zu hören bekommen haben, die ihre Unzufriedenheit mit Politik und/oder Gesellschaft geäußert haben. Gemeint war, dass man doch in die DDR gehen könne, wenn es einem nicht gefalle.


    Es könnte doch sein dass man deren eigentliches Thema mag oder irgendwo mithelfen möchte aber nicht darf weil man politisch andere Ansichten hat, was mit dem Thema aber rein gar nichts zu tun hat.

    Dann sucht man sich halt einen Club, der die Themen auch behandelt, ohne dass einen die Leute politisch erziehen wollen.

    Am Ende des Tages macht man seinen eigenen Verein auf, wenn man sonst keinen passenden findet.


    Und der Vergleich mit der Politik hinkt weiterhin extrem.


  • Den anderen Vibe hatte es in der Tat. Die Bild war voll mit Fahndungsfotos von vermeintlichen Randalierern.


    Und diese Medien berichten nur einseitig bzw. unausgewogen? (Bei Zeitungen: von taz bis Welt die gleichen Meldungen?) Immer nur ein Narrativ bzw. abwiegelnd gegenüber links, weil ist ja nicht so schlimm?

    Dann gucke ich wohl andere Sendungen und lese andere Zeitungen als du.


    Ist bestimmt auch schon mal vorgekommen, ja. Aber was hat das mit der jetzigen Situation zu tun? Was z.B. in Thüringen passiert ist, ist nicht aus Versehen passiert. Ein Christian Lindner weiß genau was er manchmal sagt. Und er weiß auch, wie er es dann sagt. Die CDU-Mitglieder der Werteunion und und und.

  • Dvdscot, magst du vielleicht Tiere, dann viel Spaß bei der Tierschutzpartei oder so.


    Was da von einigen noch so vertreten wird, egaaaaal.

  • Meine heile Welt bekommt heute Risse im Minutentakt. Jetzt steht auch noch im Raum, dass es in den Fleischfabriken dieses Landes eklatante Mängel gibt. Das war nun wirklich nicht zu erahnen.

  • Aber doch sicher nicht bei dem Hoeneß und dem Tönnies ihnen ihre Fabriken, oder?
    Weil die sind ja Menschenrechtsverteidiger und Ehrenmänners!

  • prickelpit96

    Ja, in die DDR konnte man so ohne weiteres gehen, umgekehrt nicht. :)


    Ja, man macht seinen eigenen auf, aber ob der erfolgreich wird ist die Frage. Könnte ja sein dass man Knüppel zwischen die Beine bekommt weil man es so macht wie man selber will (und nicht wie viele andere).


    Gary96

    Kann in der Tat sein dass wir andere Zeitungen lesen. Ich gucke neben den öffentlich rechtlichen auch reine Online Videos/News. Ab und zu schaffen es die Macher/Teilnehmer von dort auch mal ins Fernsehen.

    Die Talkshow Gäste sind mir mittlerweile zu eintönig, immer wieder Lauterbach, Altmaier und die bekannten Virologen. Im Ösi Fernsehen und auch in einigen englisch sprachigen Youtube Debatten waren exotischere Gäste da. Exotisch im Sinne von eher bei uns unbekannt.

    An Günter Jauchs Talk mochte ich dass dort auch mal ein paar krassere Leute eingeladen wurden, die man heute nicht mehr in Talkshows findet. Vielleicht lag es daran dass Jauch von RTL kam.


    blue valentine

    Was wird denn in der Tierschutzpartei noch so vertreten? Aber Splitterparteien sind generell nichts für mich. Ich finde dass viele wichtige Anliegen in den Volksparteien und auch den kleineren demokratischen Parteien Gehör finden sollten, damit man eben keine Splitterparteien für nur diese Anliegen braucht (die dann sowieso nichts bringen).

  • prickelpit96

    Ja, in die DDR konnte man so ohne weiteres gehen, umgekehrt nicht. :)

    Nee, so ohne Weiteres konnte man nicht nach drüben gehen. Die DDR war alles andere als ein Einwanderungsland, dass die potentiellen Neubürger aus der BRD mit offenen Armen empfangen hat.

    Zwar wurden "Bundesrepubliblikflüchtlinge" propagandistisch ausgeschlachtet, aber die DDR stand jedem davon erstmal sehr mißtrauisch gegenüber. Die kamen wochenlang in knastähnliche Lager und wurden von der Stasi intensiv durchleutet. Wer verdächtig war Krimineller, "Taugenichts" oder Spion zu sein, wurde natürlich wieder abgewiesen.

  • Man muss indes auch konstatieren, dass selbst unter denen, die im Westen vom Sozialismus träumten, es nur sehr wenige probiert haben. Es ist eben doch viel angenehmer, Sozialist im Kapitalismus zu sein als im Sozialist im Sozialismus.

  • Man muss indes auch konstatieren, dass selbst unter denen, die im Westen vom Sozialismus träumten, es nur sehr wenige probiert haben. Es ist eben doch viel angenehmer, Sozialist im Kapitalismus zu sein als im Sozialist im Sozialismus.

    Damals war es aber schon noch so, dass die BRD aufgrund des Wettbewerbs im Kalten Krieg durchaus sozialstaatlich aufgerüstet hat. Seitdem der Systemkampf entschieden ist, wird munter abgebaut, privatisiert und nach oben verteilt.


    Clinton, Blair, Schröder.

    Allesamt more or less Sozialdemokraten.:trinken:

    Einmal editiert, zuletzt von guntingel ()