Politischer Zoff-Thread oder so

  • Aber doch sicher nicht bei dem Hoeneß und dem Tönnies ihnen ihre Fabriken, oder?
    Weil die sind ja Menschenrechtsverteidiger und Ehrenmänners!

  • prickelpit96

    Ja, in die DDR konnte man so ohne weiteres gehen, umgekehrt nicht. :)


    Ja, man macht seinen eigenen auf, aber ob der erfolgreich wird ist die Frage. Könnte ja sein dass man Knüppel zwischen die Beine bekommt weil man es so macht wie man selber will (und nicht wie viele andere).


    Gary96

    Kann in der Tat sein dass wir andere Zeitungen lesen. Ich gucke neben den öffentlich rechtlichen auch reine Online Videos/News. Ab und zu schaffen es die Macher/Teilnehmer von dort auch mal ins Fernsehen.

    Die Talkshow Gäste sind mir mittlerweile zu eintönig, immer wieder Lauterbach, Altmaier und die bekannten Virologen. Im Ösi Fernsehen und auch in einigen englisch sprachigen Youtube Debatten waren exotischere Gäste da. Exotisch im Sinne von eher bei uns unbekannt.

    An Günter Jauchs Talk mochte ich dass dort auch mal ein paar krassere Leute eingeladen wurden, die man heute nicht mehr in Talkshows findet. Vielleicht lag es daran dass Jauch von RTL kam.


    blue valentine

    Was wird denn in der Tierschutzpartei noch so vertreten? Aber Splitterparteien sind generell nichts für mich. Ich finde dass viele wichtige Anliegen in den Volksparteien und auch den kleineren demokratischen Parteien Gehör finden sollten, damit man eben keine Splitterparteien für nur diese Anliegen braucht (die dann sowieso nichts bringen).

  • prickelpit96

    Ja, in die DDR konnte man so ohne weiteres gehen, umgekehrt nicht. :)

    Nee, so ohne Weiteres konnte man nicht nach drüben gehen. Die DDR war alles andere als ein Einwanderungsland, dass die potentiellen Neubürger aus der BRD mit offenen Armen empfangen hat.

    Zwar wurden "Bundesrepubliblikflüchtlinge" propagandistisch ausgeschlachtet, aber die DDR stand jedem davon erstmal sehr mißtrauisch gegenüber. Die kamen wochenlang in knastähnliche Lager und wurden von der Stasi intensiv durchleutet. Wer verdächtig war Krimineller, "Taugenichts" oder Spion zu sein, wurde natürlich wieder abgewiesen.

  • Man muss indes auch konstatieren, dass selbst unter denen, die im Westen vom Sozialismus träumten, es nur sehr wenige probiert haben. Es ist eben doch viel angenehmer, Sozialist im Kapitalismus zu sein als im Sozialist im Sozialismus.

    Damals war es aber schon noch so, dass die BRD aufgrund des Wettbewerbs im Kalten Krieg durchaus sozialstaatlich aufgerüstet hat. Seitdem der Systemkampf entschieden ist, wird munter abgebaut, privatisiert und nach oben verteilt.


    Clinton, Blair, Schröder.

    Allesamt more or less Sozialdemokraten.:trinken:

    Einmal editiert, zuletzt von guntingel ()

  • Für eine lebenswerte Zukunft dieser Welt braucht es eh ein neues Konzept.


    "Könnte ja sein dass man Knüppel zwischen die Beine bekommt weil man es so macht wie man selber will (und nicht wie viele andere)."


    Tjoa.... Einem Verein um kleine Kätzchen zu ersaufen gehören Knüppel zwischen die Beine geworfen, z B, auch wenn man selber sooo gerne kleine Kätzchen ersäuft. Dvdscot

  • Damals war es aber schon noch so, dass die BRD aufgrund des Wettbewerbs im Kalten Krieg durchaus sozialstaatlich aufgerüstet hat. Seitdem der Systemkampf entschieden ist, wird munter abgebaut, privatisiert und nach oben verteilt.


    Clinton, Blair, Schröder.

    Allesamt more or less Sozialdemokraten.

    So nämlich.


    Die Leistung der von theMenace etwas lächerlich gemachten 'Sozialisten', also eigentlich der Menschen, die das Schlagwort der Sozialen Marktwirtschaft ernstgenommen und mit Leben zu füllen versucht haben, hat viel mit dem Gegenpol DDR zu tun.


    Dvdscot:

    Bei Dir weiß ich weiterhin nicht, ob Deine hier zur Schau getragene Naivität real ist, oder ob Du uns alle verarscht.

    Du hast doch ein Studium hinter Dir, oder? Und lesen kannst Du augenscheinlich auch. Und dennoch wirkst Du auf mich immer so, als ob Du gestern aus einer Zeitmaschine gepurzelt bist bei dem Quatsch, den Du verzapfst.


    Schneppe :

    Zumindest Tönnies wurde in einem Beitrag im DLF ganz klar unterstellt, das pervertierte System der Leiharbeiter zu nutzen/fördern.

  • Man muss indes auch konstatieren, dass selbst unter denen, die im Westen vom Sozialismus träumten, es nur sehr wenige probiert haben. Es ist eben doch viel angenehmer, Sozialist im Kapitalismus zu sein als im Sozialist im Sozialismus.

    Die, die tatsächlich in den Osten "rübergemacht" haben, waren selten sozialistische Träumer.


    Bei der Migration von der BRD in die DDR muss man dabei in zwei Phasen unterscheiden: Vor dem Mauerbau und nach dem Mauerbau. Obwohl; das ist nur vereinfacht ist. Eigentlich müsste man sich die SBZ-Phase 1945 bis 1949, die DDR-Phasen 1949 bis 1953, 1953 bis 1957, 1957 bis 1961 und 1961 bis 1989 gesondert anschauen.


    Auf jeden Fall war politische Überzeugung bei den Motiven der DDR-Zuwanderer in allen Phasen unterrepräsentiert. Familiäre Bindungen, Heimweh (es gab bis 1961 auch oft die Migrationsbewegung Ost-West-Ost), Liebe oder eine zeitlang in den 1950ern tatsächlich materielle Verlockungen des Ostens (Recht auf Wohnung und Arbeitsplatz, außerdem war in den 1950ern noch nicht so klar, welches Deutschland am Ende das "Bessere" sein wird). Ferner gab es Migranten, die sich Strafverfolgung oder finanziellen Verpflichtungen im Westen entziehen wollten.


    Die wenigen Überzeugungszuwanderer wurden fast immer von der politischen und gesellschaftlichen Realität in der DDR enttäuscht.

    Sowohl der Staat als auch die neuen Mitmenschen (Nachbarn, Kollegen) beäugten die Migranten aus dem Westen langfristig kritisch. Dass jemand freiwillig in der DDR leben wollte (spätestens ab 1961), war für die Bürger und insgeheim selbst für die Repräsentanten des Staates höchst suspekt. Interessant ist, dass für die Fremdenfeindlichkeit Motive wie Ethnie, Religion oder Sprache entfallen. Dennoch wurden die Migranten mit etlichen Vorurteilen bedacht, mit denen auch bis heute Flüchtlinge aus anderen Kulturkreisen konfrontiert werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Schneppe ()

  • Wegen Aktenallergie hab ich mir gestern mal wieder querbeet den Karl-Eduard v. Schnitz auf YT reingezogen. U.a. die Sondersendung vom 13.8.1961 und dann Teile einiger 1989er-Folgen. Er legt doch den Finger in so manche BRD-Wunde, verklärt die DDR aber meist in einer Weise, dass man mutmaßt, er ist nur zum Kauf des Neuen Deutschland mal kurz aus Wohnung und Studio gegangen.

  • Seitdem die DKP zugelassen war, wird jedenfalls unter ihren Mitgliedern, die letztlich für einen Systemwechsel in Richtung "real existierender Sozialismus" eintraten, eine Übersiedlung in die DDR verpönt gewesen sein, da sie sich im Westen entsprechend engagieren sollten.

  • verklärt die DDR aber meist in einer Weise, dass man mutmaßt, er ist nur zum Kauf des Neuen Deutschland mal kurz aus Wohnung und Studio gegangen.

    Sein viertes Eheweib hingegen ging auch mal im KdW Damenstrümpfe stehlen.

  • In der Entnazifizierung wäre er trotzdem als Mitläufer eingestuft worden. Entlastend außerdem: Österreicher, und deren Staat war im Ausland bekanntlich das erste Opfer der Nazis.

  • Hitler soll ja Nazi gewesen sein.

    Blödsinn, kann gar nicht sein! Der hat am 30.4.1945 sogar den schlimmsten Nazi ever getötet!

    Dazu fällt mir ein, dass der europäische "Dreißigjährige Krieg" des 20.Jahrhunderts 1914 mit einer Pistolenkugel in Sarajevo begann und 1945 mit einer Pistolenkugel in Berlin endete. Und es gab nur eine Person, die beide Männer am Abzug persönlich kannte. Dabei handelt es sich um den späteren Literaturnobelpreisträger Ivo Andric. Entsprechend interessant ist dessen Biografie.