Politischer Zoff-Thread oder so

  • Ich bin ein desinteressierter Mitleser, der das hier als reines Amüsement betrachtet. Spezifische User habe ich besonders gerne. Euer verhalten ist so unterirdisch gegenüber einzelnen Usern, dass ich meine wertvolle Energie aufgebracht habe um Dvdscot Mut zuzusprechen.


    Vor allem gegen die einzigen hier, die kritisch und offen an Themen herangehen (mir fallen spontan nur Giftzwerg und TheMenace ein) wird eine Saul Alinsky like Gruppendynamik an den Tag gelegt, dass ich es einfach nicht mehr ertragen konnte. Gerade, weil Dvdscot nicht die rhetorischen Fähigkeiten hat sich eurer anzunehmen. So ein unmenschliches Verhalten von denen, die überall behaupten "die Guten" zu sein ist das schäbigste was es gibt.

    Solche Jammerlappen habe ich gern.


    Tausend Versuche von zig Foristen die versuchen auf Dvdscott einzugehen, ihm zu helfen, trotz der 100%igen Ignoranz auf diese Angebote.

    Und dann erdreistest du dich hier solch einen verschwurbelten Scheiß zu hinterlassen und denen an die Hosenbeine zu pissen, die nach Jahren die Faxen dicke haben?

    Wo warst du Lappen denn, wenn Dvdscott täglich nach Rat gefragt hat?

    Hast fein mitgelesen und dir Notizen gemacht? Aber deine Zeit ist ja zu wertvoll...

    Was bist du nur für eine Träne!

  • Für interessierte Mitleser, ein Interview mit Piketty:

    Pikettys Grundthese lautet in etwa so: Solange Einkommen aus Vermögen schneller wächst als Einkommen aus Arbeit – wie es in Westeuropa seit Langem der Fall ist –, muss die Ungleichheit zwangsläufig zunehmen.


    https://www.freitag.de/autoren…chockierende-ungleichheit

    Eigentlich so einfach und auch simpel. Geld arbeitet nicht, das heißt ja auch das Einkommen aus Vermögen muss irgendwie erwirtschaftet werden. Da reicht das globale Wirtschaftswachstum bei weitem nicht.


    Gibt es eigentlich wirtschaftliche Theorien die diesen Zusammenhang irgendwie noch versuchen zu widerlegen? Tripple down dürfte ja eigentlich in der Mottenkiste sein? Was gibt es da sonst noch so an neoliberal Theorien die uns sagen, dass das so in Ordnung ist? Irgendwas was nicht ein plumper Versuch ist das zu verschleiern? Ernste Frage ...

  • Massaker in Libyen: Miliz tötet mehr als 30 Migranten


    Zitat

    Für den Menschenrechtsaktivisten Younis Issa ist das Massaker ein Indiz dafür, dass die Lage auf der Migrationsroute aus dem Sudan und Niger durch Libyen außer Kontrolle geraten ist: „Für viele bewaffnete Gruppen bietet sich die Möglichkeit, Geld mit dem Transport, der Vermittlung oder der Entführung der Migranten zu verdienen. Die Durchreisenden füllen als Tagelöhner eigentlich die Lücke der geflohenen Gastarbeiter aus Tunesien und Ägypten, mit oder ohne Bezahlung. Doch seit der militärischen Eskalation der vergangenen Wochen werden viele Migranten einfach entführt.“

  • Tripple down

    Trickle down war von Anfang an eine Erfindung. Auf den Zug sind dann aber erstaunlich viele aufgesprungen, weil es ihnen in den Kram gepaßt hat. David Stockman heißt der Erfinder. Er hat sich das einfach ausgedacht, damit Reagans Steuersenkungen klug erschienen. Ausgedacht war die These schnell, zum wissenschaftlichen Widerlegen hat es mehrere Jahre gedauert. Aber das ist ja immer so. Behauptungen sind immer leichter als Beweise. Widerlegt ist Trickle down mitterweile tatsächlich. Bloß ist das Stichwort bekannter als dessen Widerlegung. Ich könnte mir vorstellen, in einer Talkshow wie Anne Will käme man damit noch durch. Schlimmstenfalls widerspricht einer, dann steht Aussage gegen Aussage, und der Zuschauer glaubt dem Sympathischeren.


    Ein weiterer Klassiker der neoliberalen Theorie ist der Arbeitsmarkt, bei dem Arbeitslosigkeit einfach nur Ausdruck zu hoher Löhne wäre. Was die Herrschaften dieser Theorie nicht wissen oder sagen: Die klassischen Marktvorstellungen mit dem Kreuz im Diagramm (wo sich Angebots- und Nachfolgekurve schneiden) funktionieren nur, solange Angebot und Nachfrage unabhängig voneinander sind. Da Lohnempfänger aber auch Kunden sind, klappt die Theorie nicht. Für einen Talkshowauftritt hat ein solches widerlegtes Scheinwissen dennoch schon oft gereicht.


    Ein echter Evergreen ist die Inflationsangst. Geldmenge erhöhen = Inflation erzeugen. Das schaffen die Japaner seit 30 Jahren nicht. Das schaffen die Europäer und die USA auch seit 10 Jahren nicht. Für Inflationsangst ist dennoch immer noch Platz in der Presse. Was hier wieder nicht gewußt oder gesagt wird: Eine Geldmengenerhöhung ist vielleicht notwendig für einen Inflationsimpuls, aber nicht hinreichend. Wenn das Geld nicht bei den Leuten ankommt, steigen die Preise nicht. Das ist wie in der Bundesliga. Der Markt kann ruhig durch Fernsehgelder geflutet werden. Die Preise steigen aber nur, weil diese Extraknete auch an die Klubs weitergegeben wird. Die DFL bleibt da nicht drauf hocken. Das klingt banal. Aber die Löhne steigen nun mal nicht mit der Geldmenge. Sie steigen in Deutschland seit 20 Jahren auch nicht mehr mit der Produktivität. Daher lohnt es sich dann doch, das Banale mal laut zu sagen.


    Ach, man könnte Bücher schreiben über Wirtschaft. Also von der inhaltlichen Menge her getze. Ich re-poste noch einen Blogeintrag von Norbert Häring und dann soll es gut sein. Häring schreibt fürs Handelsblatt. Da hat er mal einen Artikel über ein aktuelles Herbst- oder Frühlingsgutachten der Wirtschaftsweisen geschrieben. Beim Recherchieren hat er mehr Material gefunden als Platz im Artikel war. Da hat er den Rest in seinen privaten Blog geschrieben. Inhalt: Die argumentativen Wendehälse der Wirtschaftsweisen über 17 Jahre hinweg. Erst was fordern, die Umsetzung loben und dann bei Problemen wegducken. Nicht zum ersten Mal hier verlinkt. Aber ich habe es auch mehrfach gerne gelesen. https://norberthaering.de/news…aftsweise-merkantilismus/

  • Frankreichs Versuch in der nahen Vergangenheit und Gegenwart mitbekommen?


    In manchen Ländern gibt es noch Erinnerungen an die Geschichte und die Auswirkungen von zuviel Macht für bestimmte Strukturen. So z.B. Leiharbeit.

    Ich meinte eher was passiert wenn alle Länder um uns herum die gleichen oder ähnliche Arbeitsmarktreformen einführen wie wir. Ob es sich dann ausgleicht und wir dann noch krasser werden müssen um wieder einen Vorteil zu haben.


    Das Beispiel von dir finde ich heftig, so ähnlich hab ich das auch des öfteren im Fernsehen verfolgt. Ich bin von sowas zum Glück verschont geblieben. Ich wollte zwar gerne auch über Leiharbeit oder Arbeitnehmerüberlassung in einen Job aber geklappt hat das nicht. Einmal wurde ich von einem Vermittler weggeschickt als ich gezeigt habe dass ich studiert habe. Da kam ich dann nicht mehr in Betracht.


    Tja der Lindner, ich hab ja seit Klaus Kinkel alle FDP Vorsitzenden persönlich getroffen. Die Partei finde ich in Ordnung, also das Grundprinzip Liberalismus. Nun ist er der Vorsitzende der Partei, ich fand ihn in den Talkshows oft nicht schlecht. Nun ist das immerhin sein Beruf, ich hab einen anderen und verfolge das nur aus der Ferne. Vielleicht sollte ich wieder zu Wahlveranstaltungen hingehen und zu den Ständen wenn Wahlkampf ist.


    Aber ihr seht, der Lindner ist schlimmer als ich und ist in so einer Position, was sagt das aus? Genau. :lookaround:

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  • Trump nutzt die Situation jetzt für den ersten kleinen Testbürgerkrieg. Das Hochrüsten der Polizei zu Paramilitärs, sowohl physisch als auch psychisch, funktioniert ganz gut (das hat schon vor Trump begonnen, ich weiß).


    Edit, ein paar Bilder dazu:

    https://twitter.com/rob_bennet…/1266894785375240193?s=19

    https://twitter.com/JordanUhl/…/1266917228752056320?s=19

    https://twitter.com/tkerssen/status/1266921821653385225?s=19

    Einmal editiert, zuletzt von Fanta ()

  • Abgesehen vom letzten Link, wo ich nicht genau weiß, was da passiert, ist in den Links jetzt nichts zu sehen, was ich so nicht auch schon in Deutschland gesehen habe oder selbst erfahren durfte, was es natürlich nicht besser macht.

  • Zu der Aktion gibt es aber auch wiedersprüchliche Berichte. Die Polizei soll dort auf dem Weg zu einem Notfall gewesen und wurde von dem "Mob" blockiert, ist dann auch keine glückliche Situation.


    Aber ganz grundsätzlich kann man solche Sachen auf allen Demos beobachten wo es zu Gewalt kommt.


    Donnergott, die deutsche Polizei hat auch Räumpanzer mit solchen Gittern/Schilden vorne dran und die werden auch gerne vorgeschickt um Barrikaden und blockierte Kreuzungen aufzulösen, wenn die anrücken gehen die Leute aber freiwillig aus dem Weg. Bei dem Video scheint es so als wenn die Leute absolut nicht mit der Kraft des Autos gerechnet zu haben.


    Grundsätzlich ist es aber schon erschreckend wie da die Situation eskaliert momentan und man muss wohl leider befürchten dass sich das noch weiter hochschaukelt und von der Bundesexekutive noch angeheizt wird. Eine Lösung des Problems ist wohl nicht auf die schnelle zu erreichen. Leider.

  • Bronco

    In Minneapolis/St. Paul gibt es eine Ausgangssperre ab 20h die besagt, dass die Menschen "zu Hause" bleiben sollen. Das bezieht sich aber nur auf dein Grundstück. Auf Anfragen ob man im Haus sein muss oder etwa im Garten sitzen darf kam eine ganz klare Antwort, dass man nicht im Haus sein muss, sich sehr wohl auch draußen auf seinem Grundstück aufhalten darf.

    Nun stehen diese Leute auf ihrem Grundstück und werden (mit Gewalt) aufgefordert in's Haus zu gehen.


    Was aus diesem Land wird ist unfassbar. Einst ein tolles Land, mittlerweile würde ich da nicht mal mehr Urlaub machen. Schlimm

  • Übel... :doh:


    In dem letzten Link geht es wohl um das Durchsetzen der Ausgangssperre abends, wobei die Leute im Video sich nicht mal auf der Straße aufhalten, sondern lediglich auf der Veranda ihres eigenen Hauses.

  • Riskante Manöver mit Polizeifahrzeugen seien es Autos, Wasserwerfer oder Hubschrauber.

    Ja? Ich kann mich nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal in Deutschland von einem Streifenwagen überfahren wurde.

    Unbenommen, dass die Militarisierung der Polizei auch in Deutschland auf dem Vormarsch ist, insbesondere auch bei den Spezialeinheiten. Aber die Qualität ist noch eine andere.

  • Mich wundert etwas bei den Bildern aus den USA: Die Bullen kommen da auf Fahrrädern her geradelt, praktisch im Freizeitlook. Oder sie fahren mit den klassischen Ami-Bullenkarren und die Demonstranten sind nicht großartig vermummt. Gibt es in den USA keine Wasserwerfer und so gepanzerte Autos, die Tränengas abfeuern? Und was ist mit den Einsatzbussen? Wahrscheinlich ist das alles Neuland für alle Beteiligten.