Politischer Zoff-Thread oder so

  • Auf jeden Fall tut man den Menschen einen Gefallen, die unter katastrophalen Verhältnissen in den Camps hausen müssen

  • Aber die Hauptproblematik in meinen Augen ist eher die schlechte Nachvollziehbarkeit der Einsätze und der offensichtliche Mangel an Transparenz beim Einsatz der Drohnen.

    Sascha Lobo hat unter anderem zum Thema Drohnen und/oder moderne Kriegsführung mal einen tollen Vortrag im Pavillon gehalten. Was mir in Erinnerung geblieben ist, dass es auch schwer werden würde mit der Transparenz weil die Menschen die die Angriffe befehligen teilweise die Menschen gar nicht mehr kennen die sie wegbomben. Dafür würden auch schon reine Metadaten genommen, also Menschen die mit Ihrem Telefonverhalten (oder anderen Metadaten) wie potentielle "Kämpfer"/"Terroristen" aussehen. Dann wird einfach der Standort der SIM-Karte weggebombt und fertig. Wer da drumherum steht oder aktueller Inhaber der SIM-Karte ist, soll immer seltener eine Rolle gespielt haben.


  • Kiebitz

    naja, egal, was richtig oder falsch ist, für mich ist es leider nur die logische Konsequenz unserer Systematik. Da sind wir mit offenen Auges drauf los, so sehe ich das. Und ja, ich nehme mich als Beweis, dass das erkennbar war. Ich bin nur ein kleines Licht in dieser Welt. Aber ich war sicher, dass sowas passiert, schon lange vorher.

    (Man empfahl mir, wenn ich darüber sprach, mir das Leben nicht so schwer zu machen, aber ich musste feststellen, es zu verdrängen, machte mich krank in der Seele)


    Damit müssen wir dann leben.


    Ich sag immer, erst nachdenken, dann reden/handeln. Dass Menschen sich nur zu gern manipulieren lassen und das noch viel lieber leugnen, hey, that's life, also durch durch die Scheiße, nicht jammern, wenn Menschen zu Menschlichkeit aufrufen, entscheiden, was man meint zu sein. Ehrlich dazu stehen und die Konsequenzen nicht bejammern, sondern damit klar kommen.


    Ach ja, ich steh schon lang nicht mehr hinter irgendeiner Regierungsentscheidung. Ich geh zwar wählen, aber ich wähl nicht gegen mich, auch wenn mir das gern Menschen einreden wollen, die immer das geringere Übel wählen.


    Ich bin radikal und steh dazu. Aber ich zwinge niemanden, es mir gleich zu tun.


    Ihre inneren Zwiespälte müssen alle für sich selbst lösen.


    Ich hab hier vor Jahren geschrieben, dass es an der Zeit ist, Stellung zu beziehen, was für ein Leben Mensch will.


    Ich hab mich schon lange entschieden.

    Und was ich will, kann ich niemandem vorenthalten, nur weil ich es dann kurzzeitig leichter bekomme.


    Ich weiß nämlich, was davon das Ende ist. Ich werde dann genau das gleiche bekommen wie die, denen ich vorher vorenthalten habe. Unfreiheit, Würdelosigkeit, kein Leben!

    Und ich werde nicht sehr allein sein dann, da bin ich mir sicher.

  • juk96

    Genau. Und dennoch wäre es ein Trugschluss zu glauben, diese 'Kollateralschäden' (schlimmes Wort, es geht um menschliche Opfer!) wären zahlenmäßig auch nur vergleichbar mit denen einer konventionellen Kriegsführung

  • prickelpit96 Ahhh okay .... einen Vergleich zu konventionellen Kriegen hatte ich bei stscherer nicht heraus gelesen. "Riesig" kann sich ja auch auf den Anteil der Kollateralschäden zur Gesamtmenge beziehen. Ich würde es nur nicht Krieg nennen was mit den Drohnen passiert ... das ist für mich klassisches "Recht des Stärkeren" und hat mit Krieg, Völkerrecht etc. nichts zu tun.

  • prickelpit96

    Ich versuche die Antwort mal kürzer:


    1. Afghanistan

    Wir sind uns einige, dass wir nicht wissen, wie man die Scheisse da wider in den Griff bekommt. Das ändert nach meiner Einschätzung aber nichts daran, dass wir schon eine Verantwortung haben, diejenigen dort zu schützen, die nichts für die Scheisse können. Aber das haben wir ja schon in Ex-Jugoslawien gründlich versaut... und die Verantwortung liegt da nicht beim Militär!


    2. Kollateralschäden

    Natürlich sind Drohnenangriffe keine Flächenbombardements oder Panzerschlachten... aber letztendlich ist es inzwischen willkürliches Töten und nichts Anderes als die Verbreitung von Terror


    3. Piraterie

    Warum sparst Du Dir diese provokanten Äußerungen nicht? Natürlich bin ich persönlich nicht davon betroffen, aber das liegt daran, dass ich nie den Mut und die Kraft aufgebracht habe, mein Hamsterrad hier endgültig zu verlassen und mal die Welt zu umsegeln. Dies ändert aber nichts daran, dass ich sehr viele Yachties via Internet, Vortrag, Buch etc. verfolge, die genau dies tun. Und eines der größten Probleme auf den Meeren ist inzwischen das der Piraterie... wobei die vielen Überfalle auf Yachten ja überhaupt keinen Nachhall in den Medien finden. Und glaub mir, Präsenz von Militär in besonders gefährdeten Gebieten schützt nicht nur die Wirtschaftsinteressen der Ölgesellschaften....


    4. Umwelt

    Wir haben gerade mit Überfischung ein riesiges Problem auf den Weltmeeren - genau so wir mit der Verschmutzung insbesondere durch Öl und Mikroplastik. Aber rechtfertigt das Piraterie? Und macht es deshalb militärische Einsätze zum Schutz vor Piraterie falsch?


    5. Interessen

    Es ist letztendlich auch die Aufgabe von uns Bürgern, dafür zu sorgen, dass unsere Politik und die von der Politik angeordneten Militäreinsätzen den richtigen Sinn haben.

  • juk96


    Zitat von stscherer

    ...Gerade deswegen bin ich halt für wirklich sinnvolle Einsätze... und gegen die Verbreitung von Terror durch Drohnen...


    Hier sehe ich schon einen Vergleich zwischen einem konventionellen Einsatz und einem Einsatz von Drohnen.

    Auch wenn wir hier schick von 'Einsatz' sprechen, bleibt es doch dabei, dass Menschen vor Ort diesen Einsatz durchführen.

  • 1. Afghanistan

    Wir sind uns einige, dass wir nicht wissen, wie man die Scheisse da wider in den Griff bekommt. Das ändert nach meiner Einschätzung aber nichts daran, dass wir schon eine Verantwortung haben, diejenigen dort zu schützen, die nichts für die Scheisse können. Aber das haben wir ja schon in Ex-Jugoslawien gründlich versaut... und die Verantwortung liegt da nicht beim Militär!

    Der Verantwortung können wir aber offensichtlich militärisch nicht gerecht werden. Wenn Du das anders siehst, wäre ich für Beispiele für nachhaltig positive Auswirkungen in Afghanistan dankbar.


    2. Kollateralschäden

    Natürlich sind Drohnenangriffe keine Flächenbombardements oder Panzerschlachten... aber letztendlich ist es inzwischen willkürliches Töten und nichts Anderes als die Verbreitung von Terror

    Wir sollten unterscheiden zwischen dem Einsatz von Drohnen als militärisches Mittel und der Befehlskette, die dazu führt. Letztere leidet unter Intransparenz und oftmals fehlender Legitimation (nach meiner Einschätzung).

    Wenn ich einen Truppenverband in eine Region schleuse, der dann dort einen gegnerischen Führer ausbombt, mache ich dasselbe wie bei einem Drohneneinsatz, ggf. mit mehr zivilen Toten. Auch das ist dann Verbreitung von Terror.

    3. Piraterie

    Warum sparst Du Dir diese provokanten Äußerungen nicht? Natürlich bin ich persönlich nicht davon betroffen, aber das liegt daran, dass ich nie den Mut und die Kraft aufgebracht habe, mein Hamsterrad hier endgültig zu verlassen und mal die Welt zu umsegeln. Dies ändert aber nichts daran, dass ich sehr viele Yachties via Internet, Vortrag, Buch etc. verfolge, die genau dies tun. Und eines der größten Probleme auf den Meeren ist inzwischen das der Piraterie... wobei die vielen Überfalle auf Yachten ja überhaupt keinen Nachhall in den Medien finden. Und glaub mir, Präsenz von Militär in besonders gefährdeten Gebieten schützt nicht nur die Wirtschaftsinteressen der Ölgesellschaften....

    Weil ich kann, weil ich kann. Und weil Du es haben wolltest. :D

    Und weil Du das abkönnen solltest, weil Du das alle naselang selber so hältst.


    Dass Yachten jetzt ins Visier geraten, ändert nix an den Ursachen der Armut der Bevölkerung an den Küsten.

    Und wie gesagt: Trittbrettfahrer sind sozusagen die Kollateralschäden der von mir geschilderten Entwicklung.

    4. Umwelt

    Wir haben gerade mit Überfischung ein riesiges Problem auf den Weltmeeren - genau so wir mit der Verschmutzung insbesondere durch Öl und Mikroplastik. Aber rechtfertigt das Piraterie? Und macht es deshalb militärische Einsätze zum Schutz vor Piraterie falsch?

    Was rechtfertigt denn die Überfischung und Ausbeutung der Ressourcen vor Ort? Und siehst Du die Kette bis hin zur Piraterie wirklich nicht?

    5. Interessen

    Es ist letztendlich auch die Aufgabe von uns Bürgern, dafür zu sorgen, dass unsere Politik und die von der Politik angeordneten Militäreinsätzen den richtigen Sinn haben.

    Aber nicht durch das stumpfe Nachbeten der uns vorgesetzten Gründe.

  • Wie cool, da wird über Jahrzehnte eine politische und mediale Islamhetze betrieben ind nun überlegt man Konzepte zur Eindämmung der Islamfeindlichkeit, weil man plötzlich feststellt, dass Islamfeindlichkeit nicht nur schlecht für die unter uns lebenden Moslems ist sondern generell gesellschaftsschädigend. :schraube:


    Gegen das „Gift des Rechtsextremismus“: Bundesregierung beruft Expertenkreis gegen Islamfeindlichkeit


    Zitat

    Der UEM soll „praxisorientierte Ansätze“ ausarbeiten, „um Muslimfeindlichkeit zu identifizieren, zu bekämpfen und vorzubeugen“, kündigte Seehofer an. Er selbst war lange Zeit für den Satz kritisiert worden, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. In zwei Jahren soll der UEM einen Abschlussbericht vorlegen. Untersucht würden auch Schnittmengen mit antisemitischen Haltungen und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, heißt es. „Muslimfeindliche Haltungen sind nicht nur eine Bedrohung für Muslime“, so Seehofer, „sondern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt.“

  • Wie cool, da wird über Jahrzehnte eine politische und mediale Islamhetze betrieben ind nun überlegt man Konzepte zur Eindämmung der Islamfeindlichkeit, weil man plötzlich feststellt, dass Islamfeindlichkeit nicht nur schlecht für die unter uns lebenden Moslems ist sondern generell gesellschaftsschädigend. :schraube:


    Gegen das „Gift des Rechtsextremismus“: Bundesregierung beruft Expertenkreis gegen Islamfeindlichkeit


    Zitat

    Der UEM soll „praxisorientierte Ansätze“ ausarbeiten, „um Muslimfeindlichkeit zu identifizieren, zu bekämpfen und vorzubeugen“, kündigte Seehofer an. Er selbst war lange Zeit für den Satz kritisiert worden, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. In zwei Jahren soll der UEM einen Abschlussbericht vorlegen. Untersucht würden auch Schnittmengen mit antisemitischen Haltungen und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, heißt es. „Muslimfeindliche Haltungen sind nicht nur eine Bedrohung für Muslime“, so Seehofer, „sondern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt.“

    Da steht aber Muslimfeindlich, es geht um die Menschen nicht den Islam an sich.

  • Das ist klar, aber was meinst du denn, wie die entstanden ist?


    Eine lange Zeit der "Gehirnwäsche" und dann wird der einzelne Mensch gehasst.


    Differenzieren ist so out.


    Davon ab, der Islam ist genauso wenig "an sich" wie das Christentum.

  • Derweil findet in Berlin eine Hausdurchsuchung statt, bei einer Imbissbesitzerin, die der Volksverhetzung bezichtigt wird, weil sie Bibelverse an der Wand ihres Ladens hat.


    Die unabhängigste Behörde der Welt bei der Arbeit im rotrotgrünen Berlin...

  • Derweil findet in Berlin eine Hausdurchsuchung statt, bei einer Imbissbesitzerin, die der Volksverhetzung bezichtigt wird, weil sie Bibelverse an der Wand ihres Ladens hat.


    Die unabhängigste Behörde der Welt bei der Arbeit im rotrotgrünen Berlin...

    Halte ich für Fake-News!

  • Konnte man aber auch nicht mit rechnen.

    Wichtig ist jetzt vor allem, dass man die linksextremen Polizisten aufspürt und eliminiert, sonst hat das alles keinen Wert.

  • Derweil findet in Berlin eine Hausdurchsuchung statt, bei einer Imbissbesitzerin, die der Volksverhetzung bezichtigt wird, weil sie Bibelverse an der Wand ihres Ladens hat.


    Die unabhängigste Behörde der Welt bei der Arbeit im rotrotgrünen Berlin...

    Halte ich für Fake-News!

    https://www.queer.de/detail.php?article_id=37076

    Du hast natürlich die Hälfte weggelassen. Der Bibelvers ist Homophob und sicherlich nicht zufällig an der Wand angebracht gewesen.