Bayern München

  • Ihr seid so fies.

    Ohne den Kaiser kein Sommermärchen, Ihr undankbaren Schweine.

    Jetzt wird er zwei Monate lang medizinisch stabilisiert, therapiert und rehabilitiert, um noch ein letztes Mal für 2 x 45, äh, 6 x 15 Minuten seine geliebten Bayern zu sehen, und nicht mal das gönnt Ihr ihm.

    Dabei wurde doch der Uli dafür gleich mit ans Kreuz genagelt.

  • Ich glaube, die gerne verwendete Bezeichnung "Lichtgestalt" trifft es für mein persönliches Empfinden ganz gut. Ich habe ihn immer als unnahbar, lange aber eben auch als unfehlbar und erhaben erfahren. Was er anpackte, das war erfolgreich. Da war dann aber auch soviel Distanz dabei, dass ich nie Sympathie empfinden konnte. Dieses positive Image hat dann in den letzten Jahre aber doch reichlich gelitten.

  • Ja. Als Spieler in Deutschland unerreicht. Hatte natürlich oft was Divenhaftes, kam in Schalke und Dortmund daher nicht so an. Und hier steht man ja auf Dortmunder Auffassungen. :mundzu:

    Als Trainer mit sehr viel Fortune.

    Als Funktionär ...

    Traurig, dass er mit zunehmenden Alter seine beispiellose Reputation mehr und mehr verlor und verliert.

    Die Kaiser-Verehrung hab ich nie so ganz mitmachen können und wollen, aber seine Leistungen als Spieler und Trainer kleinmachen zu wollen - auch im Lichte des Bestechungsdrecks - zeugt von fußballerischer Totalahnungslosigkeit und billigstem Nachlaufen des Forumsmainstreams.

  • Lichtgestalt war aber auch eine Konstruktion. Da traf die Selbstinszenierung auf die willfährigen medialen Helferlein.

    Ganz vorne die Springer-Presse.

  • 4no1,

    ich erlebe den Faden hier nicht so, dass dem Kaiser ihm seine Leistungen als Spieler und Trainer abgesprochen werden. :ahnungslos:
    Habe aber mein subjektives Empfinden nicht anhand der letzten 300 Seiten verifiziert bzw. objektiviert.


    Edit

    In der Tat, der Verlust der Reputation ist atemberaubend.

    Aber die Großkopferten schützen ihn ja noch (und offenbar auch recht effektiv).

  • Lichtgestalt war aber auch eine Konstruktion. Da traf die Selbstinszenierung auf die willfährigen medialen Helferlein.

    Ganz vorne die Springer-Presse.

    Der Draxler will ihn ja immer noch reinwaschen.

    Fast schon untypisch für den Stil dieses Mediums, haben sie ihn auch in den letzten Jahren nicht fallen gelassen.

    Ich glaube der Draxler hat sogar über die Verfahrenseinstellung geschimpft, weil es jetzt Leute geben wird, die weiterhin behaupten, dass da schon irgendwas gewesen sein wird und die Anschuldigungen nicht aufhören.

  • Der Franz hat das gemacht, was man von ihm verlangt hat. Er hat die WM nach D geholt. Das bei der Vergabe von WM, EM und Olympia nicht alles korrekt läuft sollte jedem mittlerweile klar sein. Wahrscheinlich wurde 1930 bei der ersten WM auch jemand bestochen. Und sei es er hat 10 Brötchen gekriegt.

  • Dann braucht man aber nicht das Gegenteil behaupten, wie die Offiziellen es getan haben und tun. Inklusive Beckenbauer.

  • Schwierig, wenn man von allen Seiten hört, dass man ein Halbgott ist, auf dem Boden zu bleiben und Selbstkritik üben zu können. Wie sasa richtig bemerkte, alles, was er anpackte, war erfolgreich. Dann muss man schon einen stählernen Charakter haben, um Versuchungen wie der, mit Bestechung auch noch die WM nach Deutschland zu holen, zu widerstehen. Denn es wird nix rauskommen, denkt man, es läuft - wie immer - perfekt. Man wird wieder gefeiert werden. Diesen Charakter hatte er nicht.

    Dass man ihm als einen der ganz Großen im Verein Bayern M. - den ich wirklich nicht mag - ermöglicht, im Stadion dabei zu sein, ist eine Geste. Hat wenig mit der verdammten Einstellung des Verfahrens zu tun.

    Bei 96 könnte man Siemensmeyer oder Peter Anders oder Pinto auf die Tribüne setzen, wäre ok für mich. Ersterer und 96 sind m.W. zur Zeit miteinander überkreuz. Spricht nicht gegen Bayern als Verein, dass sie es mit Beckenbauer nicht sind.

  • Jetzt wo ich die Bilder aus Liverpool gesehen habe, möchte ich den Bayernfans noch ein großes Lob aussprechen.

    Toll, wie diszipliniert sie die Deutsche Meisterschaft gefeiert haben. Obwohl der Titelgewinn ihres Herzensvereins sicher ein wahnsinnig emotionaler Moment war, wurde München nicht spontan in eine Partymeile verwandelt und somit vorbildlich zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 beigetragen.


    Mit etwas Glück gelingt den Bayern vielleicht die Titelverteidigung und dann können die Bayernfans nächstes Jahr umso größer feiern (vorausgesetzt das Infektionsgeschehen lässt es dann wieder zu).