Gestorbene Berühmtheiten

  • Ich habe mir gestern die 15 Minuten über das Begräbnis in London auf N3 angesehen. Ich kann schon verstehen, warum so viele Menschen an der Monarchie hängen, gerade in diesen sog. modernen Zeiten. Unabhängig vom traurigen Anlass, das ist schon immer sehr stilvoll.

    Empfand ich auch so

  • Ich finde es tatsächlich immer befremdlich, wenn um manche Menschen so ein Gewese gemacht wird.
    Mir will es nicht wirklich nachvollziehbar erscheinen, warum der Tod eines Königinnenehemannes etwas anderes sein soll, als der von Opa Konnopke.

    Ein bisschen ist das immer wie der Pförtner, der nach 40 Betriebsjahren mit einer Urkunde und einer Uhr in den Ruhestand entlassen wird, während für den Manager, der nach vier Jahren wieder geht ,ein riesiges Abschiedsevent veranstaltet wird und Reden geredet werden.
    Ich mag das nie einsehen.

  • Ein Staatsbegräbnis oder eine aufwändige Trauerfeier als "Gewese" zu bezeichnen, finde ich hingegen als befremdlich.


    Mal unabhängig davon, dass ein Staatsbegräbnis ein protokollistischer Akt ist und lange Traditionen hat (also "dazugehört"), gibt es in der Tat Unterschiede in der Ausgestaltung und im Umfang von Trauerfeiern.


    Ich würde nie auf die Idee kommen, die Trauerfeier für z.B. Robert Enke als "Gewese" bezeichnen. Obwohl diese eine ganz andere Dimension hatte als z.B. die von Werner Biskup.


    Um es ehrlich zu sagen, @Stephan: Ich bin doch ein wenig pikiert von deiner Aussage.

  • Ein Staatsbegräbnis war es nun gerade nicht. Und es war mehr als eine Trauerfeier. Es war eine Inszenierung, bei dem jedem Detail symbolische Bedeutung zukam.

    Das kann man in toto schon als ein bisschen zuviel empfinden.

  • Ich lese aus dem Beitrag von Stephan535 nicht heraus, dass eine Trauerfeier an sich als Abschiedsritual ein Gewese ist.


    Aus meiner Sicht geht es vielmehr darum, die Ungleichheit der Würdigung menschlichen Lebens auf den Prüfstand zu stellen.

  • So ist es.


    Man muss das natürlich (!) nicht so sehen wie ich. Ich aber sehe das das durchaus so.
    Natürlich gibt es Unterschiede in der Menge der trauernden Menschen - je nach Bekanntheitsgrad.
    Quantitativ.

    Qualitative Unterschiede - oder eben "mehr Pomp" - finde ich eben unangemessen.

  • Warum wird , wenn Publikum zugelassen ist, vor einem Spiel Hannover 96 - Untersandhausen ein sehr getragenes Lied massenhaft angestimmt, was bei Stk Eilvese gegen Mühlenfeld nicht der Fall ist, obwohl auch deren Spieler in ihrer subjektiven Leistung den Profis in nichts nachstehen? Und charakterlich erst recht nicht.

    Fan-Gewese, da (GB) wie dort (NDS).


    Edit: Zur Klarstellung, ich habe gegen beides nichts, im Gegenteil.

    Einmal editiert, zuletzt von 4no1 ()

  • Ja.



    (Vielleicht sollte mich auch einfach darauf beschränken froh zu sein, dass diesmal wenigstens keine:r dem Verstorbenen wünscht, "dass der Krebs ihn richtig zerfressen hat".)

  • Na ja, zwischen “wünschen“, also zu Lebzeiten, und hoffen das, posthum, ist für mich tatsächlich ein Unterschied. Und im hier angesprochenen Fall des Rush L. bleibe ich zumindest dabei.

  • Ich finde es tatsächlich immer befremdlich, wenn um manche Menschen so ein Gewese gemacht wird.
    Mir will es nicht wirklich nachvollziehbar erscheinen, warum der Tod eines Königinnenehemannes etwas anderes sein soll, als der von Opa Konnopke.

    Ein bisschen ist das immer wie der Pförtner, der nach 40 Betriebsjahren mit einer Urkunde und einer Uhr in den Ruhestand entlassen wird, während für den Manager, der nach vier Jahren wieder geht ,ein riesiges Abschiedsevent veranstaltet wird und Reden geredet werden.
    Ich mag das nie einsehen.

    Tatsache ist, vor Gott sind wir ja alle gleich. Die Unterschiede bestimmt jedoch der Mensch. Was willste da machen.

    Jedenfalls, lang und glücklich sollen se leben, die Opas Konnopke :daumen:

  • Tatsache ist, vor Gott sind wir ja alle gleich.

    Wieder andere behaupten dass sich genau an dieser Stelle der denkende vom glaubenden Menschen unterscheidet.

    Also das Gott als Tatsache nunmal schwer zu beweisen bleibt, und "er/sie/es eher einspringt, wenn Argumente dünn werden.

    Aber vielleicht hat hier einer etwas neues in dieser Richtung vorzudringen, was Gott jetzt zumindest wahrscheinlich erscheinen lässt?

  • Tatsache ist, vor Gott sind wir ja alle gleich.

    Wieder andere behaupten dass sich genau an dieser Stelle der denkende vom glaubenden Menschen unterscheidet.

    Also das Gott als Tatsache nunmal schwer zu beweisen bleibt, und "er/sie/es eher einspringt, wenn Argumente dünn werden.

    Aber vielleicht hat hier einer etwas neues in dieser Richtung vorzudringen, was Gott jetzt zumindest wahrscheinlich erscheinen lässt?

    Schicke doch nicht immer die Anderen vor, Du selbst könntest vielleicht mal genauer über eine mögliche Symbiose aus Glauben und Denken spekulieren, sich etwas mehr zu öffnen hat noch nie jemandem geschadet.

    Einmal editiert, zuletzt von Lakritze ()

  • Idriss Déby, Präsident des Tschad (seit 30 Jahren).


    Gerad sagten die vorläufigen Wahlergebnisse, dass er seine sechste Amtszeit mit 80% der Stimmen erlangt hat, da stirbt er während eines Kampfes mit Rebellen.

    Die Regierung soll nun ein Militärrat übernehmen.

  • Walter F. Mondale, VP unter Jimmy Carter und späterer Präsidentschaftskandidat der Demokraten. 93 ist er geworden.