Alltagsfragen



  • Außerdem sollte man aber nicht die zusätzlichen Leistungen und Vorteile im ÖD vergessen.

    Welche Leistungen und Vorteile sollen das sein?


    Die Endstufe von 3200 Brutto erreicht man übrigens erst nach 21 Jahren durchgehender Beschäftigung auf der E6-Stelle.

  • Nach 15 (oder gibt es im kommunalen Bereich eine 7. Stufe?) und es muss nicht durchgängig die E6 sein. Noch nicht einmal durchgängig ÖD.

  • Nach 15 (oder gibt es im kommunalen Bereich eine 7. Stufe?) und es muss nicht durchgängig die E6 sein. Noch nicht einmal durchgängig ÖD.

    Wie kommst du auf 15?
    Man muss 1 Jahr in Stufe 1 sein

    Dann 2 Jahre in Stufe 2

    Dann 3 Jahre in Stufe 3

    Dann 4 Jahre in Stufe 4

    Usw.

    Ich komme da bei 6 Stufen auf 21 Jahre.

    Ich bin auch noch nicht in Stufe 6, obwohl ich seit über 16 Jahren in EG 8 bin.
    Zeiten außerhalb des ÖD werden im mittleren Dienst kommunalen Bereich idR nicht anerkannt.
    Aber Eingruppierung ist so ein Thema für sich..

  • Weil du die sechste Stufe nicht durchlaufen musst um in die sechste Stufe zu kommen. Mit Abschluss Stufe 5, also nach 15 Jahren kommst du da rein.

    Wieso das bei dir anders ist kann mehrere Gründe haben.

    Du bist möglicherweise irgendwann mal aus einer niedrigeren EG gekommen und deine Stufenlaufzeit („neues“ Verfahren) hat von vorne begonnen oder du wurdest zurückgestuft (altes Verfahren). Oder aufgrund der gezeigten Leistungen wurde die Hochstufung verzögert (zumindest bin ich der Meinung, dass es die Möglichkeit gibt).

  • Also bei uns haben die im Bürgerbüro immer 8 gekriegt, weil sonst keiner da hin wollte mit Zwangsanwesenheit zu "Dienstleistungszeiten", also auch Samstag und lange Donnerstage.


    Waren immer die Lieblingsstellen für frischgebackene A1-Angestellte, schön schnell ganz oben angekommen (da gab es 9a noch nicht).

  • Weil du die sechste Stufe nicht durchlaufen musst um in die sechste Stufe zu kommen.

    Stimmt. Mein Denkfehler.

    Muss die Maske sein...:kichern:

    Von Verweigerung der Hochstufung habe ich allerdings noch nie gehört..

    Einmal editiert, zuletzt von Insane96 ()

  • Also bei uns haben die im Bürgerbüro immer 8 gekriegt, weil sonst keiner da hin wollte mit Zwangsanwesenheit zu "Dienstleistungszeiten", also auch Samstag und lange Donnerstage.

    In Hannover ist es auch E8, weil die halt auch tausend Sachen und Arbeitsschritte erledigen und wissen müssen. Mehr als in kleinen Gemeinden.

    Kommt trotzdem keiner hin..

    wie allgemein in der öffentlichen Verwaltung.
    Attraktiv ist der ÖD schon lange nicht mehr..

  • Die Anerkennung von Berufserfahrung bzw. Vorerfahrungen woanders als ÖD ist bei uns auch abhängig von Bedarf und Angebot und dann eben auch Verhandlungssache.


    Ist in den unteren Bereichen natürlich seltener Notwendigkeit bei der Arbeitgeberseite.


    Weiter oben gibt es dann durchaus AT-Verträge oder AT-Zulagen.

  • Die Anerkennung von Berufserfahrung bzw. Vorerfahrungen woanders als ÖD ist bei uns auch abhängig von Bedarf und Angebot und dann eben auch Verhandlungssache.


    Ist in den unteren Bereichen natürlich seltener Notwendigkeit bei der Arbeitgeberseite.


    Weiter oben gibt es dann durchaus AT-Verträge oder AT-Zulagen.

    Korrekt. Tatsächlich besteht aber auch massiver Bedarf im mD.

    Wie von der AG-Seite nicht anerkannt.

    Entsprechend laufen die aktuellen Verhandlungen mit Angeboten unter der erwarteten Inflationsrate, ergo Reallohnverlust.

  • ich bin bei meiner Höhergruppierung damals ja zur Einrichtung der neuen Entgeltgruppe dabei gewesen.


    Dass bedeutete, Einstufung nach bisherigen Gehalt. So landete ich in Stufe 4.

    Ab Januar ist es dann 5, knapp vor der Rente 6. So die letzten 17 Monate.


    Wäre ich nicht von Anfang an dabei gewesen sondern irgendwann später (ab ein Monat), wäre ich nach den Regeln direkt in Stufe 6 gelandet :erstaunt:


    Die wissen schon, was sie tun.


    @Insane ja, es wird schon gemunkelt, die Coronakosten sollen wir bezahlen :ja:



  • Außerdem sollte man aber nicht die zusätzlichen Leistungen und Vorteile im ÖD vergessen.

    Welche Leistungen und Vorteile sollen das sein?

    38,5 Stunden-Woche, Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub,Teilzeitregelungen/Arbeitszeitregelungen, ziemlich unkündbar, Krisensicher, ZVK, Vergünstigungen bei Versicherungen und Banken, Tarifvertrag, Jobticket... das mal auf die Schnelle

    Ich möchte auch überhaupt kein ÖD Bashing betreiben, sehe aber die Tätigkeiten/Berufe differenzierter.



  • Außerdem sollte man aber nicht die zusätzlichen Leistungen und Vorteile im ÖD vergessen.

    Welche Leistungen und Vorteile sollen das sein?

    38,5 Stunden-Woche, Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub,Teilzeitregelungen/Arbeitszeitregelungen, ziemlich unkündbar, Krisensicher, ZVK, Vergünstigungen bei Versicherungen und Banken, Tarifvertrag, Jobticket... das mal auf die Schnelle

    Ich möchte auch überhaupt kein ÖD Bashing betreiben, sehe aber die Tätigkeiten/Berufe differenzierter.

    - Laut TVÖD sind es 39h, in Ostdeutschland sogar 40h (nur in Hannover NOCH 38,5h bis 31.10.20)

    -Sonderzahlung wurde mit letztem Tarifvertrag um 1/3 gekürzt

    -Mittlerweile besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Teilzeit

    -„Krisensicher“ kommt auf den Bereich an. Es gab außerhalb Hannovers massiv viele Privatisierungen und betriebsbedingte Kündigungen. Das lässt der Tarifvertrag auch ausdrücklich zu. Auch erfolgen 2/3 der Neueinstellungen Im ÖD nur befristet (Privatwirtschaft 40%)

    - Regelungen für private Renten, Jobticket und Tarifverträge gibts auch in der Privatwirtschaft.

    - Vergünstigungen bei Versicherungen u.ä. für ÖD gibt es schon lange nicht mehr.


    Mich stört diese Mär vom ÖD, wo man angeblich alles hinterhergeworfen bekommt. Das war vielleicht vor 30 Jahren mal so. Seit es den TVÖD gibt ist das alles vorbei

  • Ja, Das mit der Absenkung der Sonderzahlung hat kaum einer wirklich realisiert.


    Eingefroren für einige Jahre, angeblich soll danach dann der sich ergebenden prozentuale Anteil für die Zukunft gelten.


    Daran glauben aber auch nur die, die nicht wissen (wollen), wie die AG-Seite agiert.

  • +1 zu Insane96 s Ausführungen und ergänzend:

    Im ÖD kommt noch eine extrem eingeschränkte Flexibilität für den AG dazu, selbst wenn man es wollte, vom Tarifvertrag zu Gunsten der Beschäftigten abzuweichen. Das ist dann so kurios, dass selbst "kleinere" Vergünstigungen für die Beschäftigten nicht einzurichten sind, die nicht im Tarifvertrag stehen. ZB nur so simple Dinge wie das Bereitstellen von Getränken, Obst usw, ist nicht möglich, liefe auf Untreue zu Lasten der Leitung hinaus.

    Und noch zu blue valentine s Verweis auf die AT-Regelungen: da muss man wieder sehr unterscheiden zwischen den Arbeitgern und deren Größenordnungen. Im kommunalen Bereich ist das bei kleineren Gebietskörperschaften eher kein Thema, AT heißt dann Auslagern in Eigenbetrieb oder kommunale GmbH, gerne noch als sog. ppp-Gesellschaft mit anderen Partnern, und dann ausserhalb des TvÖD, versteht sich.

    Alles heute etwas anders, als man es so von "früher " zu kennen meint. ;)

  • Bei uns sind ATler i.d.R. Spezialisten, die benötigt werden, aber zu unseren Konditionen nicht bei uns arbeiten würden, meist begründet in der fehlenden formalen Qualifikation, die für die gewünschte Bezahlung nötig wäre.

    Darf natürlich nicht über der Vergütung des Präsis liegen ;)

  • Hatte ich ja glaube ich schon mal geschrieben: aus Sicht der Umlandkommunen seid ihr bei der RH immer ein bisschen "auf einem anderen Stern"... ;)

    Können die Beschäftigten natürlich nichts für... :daumen:

  • - Selbstverständlich gibt es bei Versicherungen Vergünstigungen für den ÖD (z.B. bei der VGH), genauso wie günstigere Darlehen/Kredite bei Banken

    - Zum Thema Krisensicherheit: In Hannover wurde betriebsbedingt niemanden im HCC gekündigt, noch gab es Kurzarbeit!

    - Genauso wie hier die Mär vom ÖD kritisiert wird, geht mir das gejammer auf die Nerven, dass der ÖD so viel schlechter dran ist

    - Natürlich gibt es auch Regelungen in der Privatwirtschaft, aber bei Weitem nicht in jedem Unternehmen


    Ein Großteil der Leute die ich im ÖD kenne, würden kein Jahr in der privaten Wirtschaft überleben.

    Und ich bleibe dabei dass 2.800 - 3.000 € (plus die o.g. Leistungen) für einen Sachbearbeiter im Bürgeramt völlig in Ordnung sind.

    Am Ende ist es wie immer, Augen auf bei der Berufswahl, positiv wie negativ.

  • @wutzi Könnte in den Fällen allerdings auch an dem Aufgabenzuschnitt bei uns liegen.


    Der Sinn der Sache Region ist ja, Dinge für die Kommunen zu bündeln und zu erledigen. Die Kommunen werden sicher dementsprechend weniger teure Spezialisten benötigen. Also im Optimalfall.