• Hab ich gesehen bzw. auch gelesen. Die Zuordnung "gute Filme" verursacht mir direkt wieder das Unwohlsein, das mich konsequent auch beim gucken/lesen begleitet hat. Bin filmisch wirklich nicht zart besaitet, aber das war sehr heftig, vielleicht auch besonders aus Frauenperspektive. Für mich nicht wirklich ein "guter", zweifellos aber ein außergewöhnlicher Film. Werde ich aber sicher kein zweites mal gucken.

  • Ich habe den goldenen Handschuh angefangen als von Heinzer gelesenes Hörbuch zu hören. Ich bin Fan von wenigen Menschen, aber Heinz Strunk gehört ganz sicher zu den größten Schreibern unserer Zeit. Immerhin habe ich meinen letzten Hund nach ihm benannt. Fleisch ist mein Gemüse habe ich in den letzten 14 Jahren ohne Übertreibung hunderte Male gehört. Mit welcher Präzision, Kreativität und Ausnutzung der weiten Palette der deutschen Sprache er Sätze baut, beeindruckend.


    Wahrscheinlich ist aber auch das mein Problem mit dem goldenen Handschuh. Seine scharfe Formulierung ist in diesem Buch so ekelhaft detailliert dass ich es nicht ertrage. Den Film werde ich auch nicht versuchen. FimG war als Film erbärmlich, der goldene Handschuh lockt mich schon aus den genannten Gründen nicht.

    Gefällt Scotty bestimmt.

  • Ich bin ein Mann, filmtechnisch ebenfalls nicht zart besaitet und mag Fatih Akin sehr gerne. Diesen Film würde ich mir aber nicht ansehen.


    Irgendwo sehe ich dann auch keine deutliche Grenze mehr zwischen Leuten, die die Geschichte von Serienmördern kommerziell verwerten und Gestalten, die im Vorbeifahren Leichen an Unfallstellen filmen.

  • Gefällt Scotty bestimmt.

    Hatte ich auch in Erwägung gezogen aber wurde mir von abgeraten, sei nicht krass oder hart genug haben viele gesagt und zu Arthousig.


    Dafür hab ich den heute gesehen:


    Ein deutscher Film made in Braunschweig. :)

  • jetzt auf Netflix

    Die Kneipe kommt im Film richtig gut daher und die Typen die dort abhängen auch. Da möchte man auf jedenfall keinen Absacker trinken. Filmisch so gut umgesetzt, das es einem eher wie der Blick durchs Schlüsselloch vorkam und man vergessen hat einen Film zu gucken.

    Von daher,top.

  • Ich bin ein Mann, filmtechnisch ebenfalls nicht zart besaitet und mag Fatih Akin sehr gerne. Diesen Film würde ich mir aber nicht ansehen.


    Irgendwo sehe ich dann auch keine deutliche Grenze mehr zwischen Leuten, die die Geschichte von Serienmördern kommerziell verwerten und Gestalten, die im Vorbeifahren Leichen an Unfallstellen filmen.

    Ist das Dein Ernst?

    Ich finde es einen großen Unterschied, Kunst bzw einen Film über Serienmörder zu machen ( der Totmacher, etliche Jack the Ripper Filme usw.), als Leichen an Unfallstellen zu Filmen. :???:

    Hat für mich rein gar nix miteinander zu tun.

  • Der Film schafft es ausnehmend gut, das Verstörende an dem Menschen und seinen Taten zu transportieren.

    Nebenbei zeigt er aber auch ein gesellschaftliches Abbild der Zeit und des Milieus.

    Das macht ihn faszinierend und abstoßend zugleich - ich bin ganz selten mit dermaßen gemischten Empfindungen aus dem Kino gekommen.

  • Nee, das ist so eine Corona Langeweile, die mich zu sonst belanglosen Fragen treibt.

    Und ich dachte, hier wird ein neuer Streifen, und kein 2 Jahre alter, besprochenen.