2. Bundesliga

  • Drei Tore sind doch schon drei Minuten. Dazu Zeitspiel von Ingolstadt. Ich fand fünf Minuten in Ordnung.

  • Ich habe erst zur 73. Minute eingeschaltet. Da sagte Hyballa, Ingolstadt hätte sich mental dadurch aufgeputscht, daß sie sich selbst und den Gegner pausenlos angebrüllt hätten. Und sie hätten Fouls provoziert, um aus den Standards Tore zu machen. Klingt wie Adrenalin als Matchplan und sonst nichts. Find ich ja nicht so sympathisch. Was ich gesehen habe, war ein planloses Gekicke bis zur 90. Minute. Dann gab's 5 Minuten oben drauf, von denen eine Minute am Boden gelegen wurde, auf Zeit gespielt wurde oder Mathenia nicht der Ball zum Abstoß gegeben wurde. Das Karma hat in der sonst so sattsam bemühten allerletzten Sekunde ein Stochertor aus dem Ärmel gezogen. Das Karma hatte vielleicht Recht, wenn ich mir das peinliche Gepöbel nach dem Schlußpfiff auf dem Platz so ansehe.


    Nürnberg traue ich jetzt pauschal erstmal eine wesentlich bessere Saison 2020/21 zu. Einfach weniger Führungen verdaddeln.

    Dafür, dass die jetzt zig englische Wochen hintereinander hatten und Nürnberg 9 Tage Pause vor der Relegation, fand ich ein legitimes Mittel, alles was man hat in den Kampf zu werfen.


    Zumindest sympathischer als den Dresdner, der sich heulend ins Fernsehen stellt.

  • Oh, ich habe nichts dagegen, wenn eine Menge Herzblut dabei ist. Ich mag Leidenschaft. Aber es kann halt auch assig wirken, wenn man es übertreibt.

  • Und ich kann irgendwie beides ganz gut nachempfinden. Der eine heult, der andere haut etwas kaputt. Ich finde, das macht sie dann doch wieder authentisch. Also, weil es ihnen dann doch nicht so ganz egal ist.

    Asig hätte ich eher gefunden, wenn sie schulternzuckend in ihre Autos gewackelt wären.

  • Drei Tore sind doch schon drei Minuten. Dazu Zeitspiel von Ingolstadt. Ich fand fünf Minuten in Ordnung.


    Die Minute/Tor ist meines Wissens nicht festgelegt und wird doch auch keineswegs konsequent eingehalten. So führt z.B. ein 3:3 nicht immer zu sechs (mindestens) Minuten Nachspielzeit. Vor Beginn der Nachspielzeit empfand ich auch kein arges Zeitspiel Ingolstadts. Wobei ich dazusagen muss, nicht immer ganz aufmerksam gewesen zu sein und vielleicht auch in einem gewissen Maße dem Außenseiter mehr Zeitspiel zugestehe, auch wenn das objektiv nicht richtig ist.


    Ich fand die fünf Minuten (zu) viel, aber ein Skandal waren sie sicher auch nicht.

  • Die Schiedsrichter-Faustregel sind 30 Sekunden Nachspielzeit pro Ereignis (Tor/Auswechslung), plus Zeitspiel (letzteres natürlich nach Vorteilsregel).


    Die längeren Nachspielzeiten gibt es ja jetzt schon eine Weile und bei der Anzahl von Wechseln und Toren waren die 5 Minuten im Rahmen. Normalerweise preist man als Schiri in die Nachspielzeit schon ein bisschen Zeitspiel während der Nachspielzeit ein und pfeift pünktlich ab, aber wenn der Ingolstädter sich behandeln lässt, ist auch deine halbe Minute obendrauf noch in Ordnung.


    Überhaupt: Das Spiel geht solange, bis abgepfiffen ist. Ingolstadt hätte ja in der Zeit auch noch ein Tor erzielen können.