Deutsche Nationalmannschaft

  • Weil der vierte Torhüter ganz normal beim Team bleiben könnte, der jetzt eingeladene Trainingstorhüter fährt halt zum Training hin und dann wieder nach Hause.


    Bei einer EM in Deutschland mag das funktionieren, bei einem Turnier im Ausland eher nicht.

  • Ich habe nur auf die These reagiert, dass Reichert nicht bei der EM eingesetzt werden darf.

    Der wird auch nicht bei der EM eingesetzt, wenn man einen Torwart nachnominieren muss, weil er dieser Torwart nicht sein wird.

  • Bin BVB-Anhänger und kann Deine Einschätzung nur teilen. Emre ist nur in Höchstform ein brauchbarer Sechser. Und davon ist er meilenweit entfernt.

  • Er ist nicht gerade der beste Bankdrücker. Aber vielleicht angenehmer als Goretzka. Kann ich nicht beurteilen. Würde beide liebend gern tauschen.

  • Ich dachte, man dürfe unter gewissen Unständen Torhüter nachnominieren.

    Ok, dann stimmt das nicht ganz, was ich schrieb. Man könnte also Reichelt unter bestimmten Umständen nachnominieren. Ich wollte nur klarstellen, dass er (zurzeit) nicht zum Kader gehört, sondern nur Traingsunterstützung leistet.

  • Im Grunde kritisiert Köster die "unglaublich militarisierte Sprache" in den 70er Jahren und beklagt das Fehlen jeglicher Art von Sensibilität. Diese Kritik wird aus der heutigen Perspektive geäußert, wo wir nicht nur beim Fußball einen ganz anderen Sprachgebrauch haben als vor 50 Jahren.

    Die ganze Sprache rund um den Fußball ist doch sowieso durchzogen von militärischen und dem nahen Ausdrücken. Man macht sie sich nur nicht mehr bewusst: Sturm, Angriff, Verteidigung, Schießen.

  • Das ist doch der Unterschied zwischen Spiel und Ernst, egal ob z.B. bei "Mensch ärger dich nicht" oder beim Fußball: Im Spiel kannst Du im begrenzten Rahmen mit klaren, begrenzenden Regeln die Sau rauslassen. Wichtig ist, dass der Respekt gegenüber den Mitspielern bzw. Gegnern nicht "auf der Strecke bleibt" (Übrigens: ein Euphemismus für erschossene Tiere aus der Jägersprache).

    Wenn das Spiel zu Ende ist, sollten auch die Regeln und die Sprache des Spiels nicht mehr die entscheidende Rolle spielen.

  • Klingt nach einer richtig schönen Masterarbeit für Kulturhistorik-Studierende: Wie umgehen mit der militaristischen Sprache im Fußballspiel? Ich hab schon mal angefangen:


    „Zunächst sollte man beginnen, die Spielenden anders zu benennen, z.b. Torspielende und Innen bzw. Außen-Torverhindernde. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob außen gegenüber innen nicht als diskriminierend wahrgenommen werden könnte. Besser wäre vielleicht Unmittelbar- und Indirekt-Torverhindernde. Hier muss natürlich auch klar sein, dass die Spielenden auch jederzeit nach eigener Gefühlslage heraus die Rollen tauschen können.“


    „Dem zu Folge spricht man im vorderen Bereich des Teams (Mannschaft ist selbstverständlich nicht mehr zu benutzen) von Torerzielungs-Beabsichtigenden. Analog zum hinteren Bereich wären es die Unmittelbar- und Indirekt-Torerzielungs-Beabsichtigenden.“


    „Spielende im mittleren Bereich muss man gesondert betrachten, da diese weniger eindeutig zugeordnete Aufgaben bewältigen müssen. Man könnte hier von Bedingt-Torerzielungs-Vorbereitenden und Indirekt-Torverhindernden Personen im hinteren, mittleren Bereich des Spielfeldes sprechen. Das schließt keinesfalls aus, dass sich diese Spielenden nicht auch überall anders bewegen dürfen. Ggf. sollte man aber in einem basisdemokratischen und freiwilligem Prozess festlegen, dass man übereinkommt, während des Spiels das Spielfeld nicht zu verlassen.“


    „Der Begriff des Ersatzspielers ist in mehrerlei Hinsicht nicht mehr zu tolerieren. Neben der offensichtlichen toxischen Männlichkeit impliziert er das hier nur etwas minderwertiges auf der Bank sitzt. Besser wäre hier: Wertvolle Auf-den Einsatz-Wartende.“


    „Bisher wenig zur Sprache gekommen ist das uniformistische Auftreten der Teams, das doch sehr militaristisch daherkommt. Man sollte das dringend ändern und den Spielenden überlassen, wie sie sich dem Anlass entsprechen kleiden wollen. Manchen Menschen stehen harte Farbkombinationen wie schwarz und weiß einfach nicht. Warum nicht auch mal einen schicken Rock, wenn man möchte? Bei der individuellen Haar- und Bartmode ist man hier ja glücklicherweise bereits sehr weit. Aus praktischen Gründen sollte man sich möglicherweise farblich innerhalb des Teams abstimmen, ohne jedoch das mitspielende Team dabei auszuschließen.“

  • Oder: Jeder Spieler wird als Spieler bezeichnet.


    Aber nachher kommt noch jemand der um die Ecke und wird behaupten, dass man "Spieler" auch mit Spielsüchtigen am einarmigen Banditen assoziieren könnte.