• Aus Katastrophenerfahrung weiß ich, dass es sehr wichtig ist, Bier, Gras und Schokolade zu Hause zu haben. Nudeln und Reis gibt es immer irgendwo.

  • Das ist mittlerweile das kleinste Problem. Immer weniger Schulen, die medizinische Versorgung, wenig Geschäfte, Nahverkehr, ... sind das viel größere Ärgernis.

  • Mein Freund aus Sierra Leone hat mir schon öfter vom Harmatan erzählt.

    Ein unangenehmer, trockener, austrocknender Wind in Westafrika, auftretend in der Zeit Ende November bis März.


    Nun scheint der gerad da zu sein.

    Ja, unangenehm, sehr die Atemwege reizend. Asthmatiker haben keine Freude. Häufiges Schnäutzen mit gelegentlich Blut im Taschentuch.

    Gegen die Reizung im Hals nuckel ich an einer halben Limone mit viel Salz draufgestreut, was tatsächlich hilft.

    Mir löste er zu Beginn auch eine schöne Migräne aus.

    Tagsüber ist es immer noch warm, aber keine pralle Sonne.

    Der Wind treibt uns ins Haus, zuviel Sand und Sturm.

    In dieser Zeit ist sicher große Buschfeuergefahr.


    Am Abend wird der Wind schwächer, aber dafür gehen die Temperaturen runter, was mich dann auch wieder schneller reintreibt.

    Die Menschen laufen mit Masken vorm Gesicht rum, ich vermute, das zeigt sich seit Corona.

    Alte traditionelle Versionen sind auch häufig anzutreffen, das Tuch im Baye Fall-Stil um den Kopf gewickelt.

  • Das sind Berichte aus einer anderen, für mich völlig fremden Welt.

    Danke dafür. Es gibt eben ganz andere Lebensumstände, ganz andere Erfahrungen mit der Natur, ganz andere Wahrnehmungen und Empfindungen.

    Solche Berichte können vielleicht helfen, aus Fremdheit ein gewisses Verständnis zu erzeugen.

  • Immer wieder wurde mir von den Einheimischen erzählt, wie scheißen kalt es in der Kaltzeit ist und ich habe immer gelacht, wusste ich doch so ungefähr die Temperaturen. Hab Dinge gesagt wie: "Nicht für mich, für mich sind das angenehme Sommertemperaturen. Das macht mir gar nichts."

    Und jetzt, hatte die wärmste Jacke von allen an und wunder mich bei (laut Handy) 26°C um 22:45 Uhr, wie scheißen kalt das ist und verzieh mich in die kuschlige Hütte.


    Nächste Woche, wenn ich dann schon wieder in der richtigen Kälte bin, sollen die Höchsttemperaturen dann auf 30°C absinken. Noch liegen sie bei 34°C.


    Es ist echt Kaltzeit und vor zwei Jahren war es um diese Zeit noch nicht so kalt. Dafür war es in der Anfangszeit allerdings auch nicht so heiß, wie dieses Jahr.

  • Holla - der leichte Sprühregen hat es aber ordentlich glatt gemacht. So um 10 war es noch entspannt - eben auf dem Parkplatz vom Netto hier war Eiskunstlauf angesagt.