Unglaubliche Schlagzeilen

  • In Amerika war das viel unregulierter. Anbauen in kleinem Maßstab war möglich und deshalb gab es - lt. dem Guardian-Artikel - enge Feedback-Loops zwischen Produzenten und Patienten, die zur Entwicklung wirksamer und sinnvoller Produkte beitrugen.


    In Deutschland wird das ganze schon wieder so aufgezogen, dass nur die Industrie anbauen kann. (Die Anforderungen an das Personal z.B. gehen über das, was der Vice-Artikel anführt, hinaus. Hatte dazu mal ein Interview mit einem medizinischen Grower gelesen, welches ich jetzt aber nicht suchen möchte.) Von daher ist eigentlich auch egal, ob hier angebaut wird oder aus Holland importiert wird.


    Nach dem, was ich gehört habe, liefern die Holländer schon sehr wirksames, sinnvolles Zeug und haben auch eine große Produktbreite für die medizinische Anwendung.


    Wie das alles bei einer kompletten Legalisierung hier aussähe, ist eine andere Frage. Unter Umständen würde sich medizinisches Cannabis verteuern, weil der legale Freizeit-Anbau den medizinischen verdrängt, wie es in den USA passiert ist. Das ist nicht nur für die Krankenkassen relevant. So, wie ich das verstanden habe, werden für einige Indikationen die Kosten - bis auf einen Selbstbeteiligungssatz - übernommen, für andere muss der Patient selber zahlen.

  • Für Interessierte hier mal der Link zur Cannabis-Ausschreibung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte: ;)


    https://www.evergabe-online.de…4322DFC5488F7?0&id=206953
    Die Einfuhr von Medizinalcannabis aus Kanada wird dadurch erschwert, dass die Blüten jedenfalls dann als Arzneimittel eingestuft werden, wenn sie entweder direkt zur Abgabe an den Patienten bestimmt sind oder nach der Einfuhr vor der Abgabe an den Verbraucher lediglich noch in einer Apotheke z.B. zerkleinert werden. Für letzteren Fall wird insbesondere das TCM-Urteil des BVerwG aus 2011 (BVerwG 3 C 8.10) als Begründung für die Einstufung herangezogen. Grundsätzlich ist eine Medikamenteneinfuhr aus Kanada zwar recht unbürokratisch möglich, da es zwischen der EU und Kanada ein Mutual Recognition Agreement gibt, nach dem im Arzneimittelbereich die Produktionsstandards gegenseitig anerkannt werden; dieses ist allerdings auf Cannabis nicht anwendbar, weil Kanada hier nach einem abweichenden Sonderstatus zertifiziert, welcher nicht unter das Abkommen fällt und demzufolge eben nicht anerkannt wird (ich weiß gerade nicht, ob dies nun tatsächlich ein Cannabis-Sonderfall ist oder generell für pflanzliche Arzneimittel gilt).



    2011 wurde übrigens das erste THC-haltige Arzneimittel in Deutschland zugelassen.


  • Deswegen aber bin ich (auch) gegen Pauschal-Diffamierung. Wer die Leute hinter den Argumenten nicht ernst nimmt, verliert sie komplett.


    Das konnte man vor einem Jahr noch so sagen. Mittlerweile haben wir doch eine massive Verschärfung in der Flüchtlingspolitik und auch der diesbezüglichen Sprache, so dass man sagen muss, die Leute werden von der Politik mehr als ernst genommen - dennoch bewirkt es das Gegenteil: Die AfD gibt sich mit dem Erreichten nie zufrieden, die Aufmerksamkeit von Teilen der Wählerschaft wird auf das Thema Flüchtlinge gelenkt, und die Zustimmungswerte für die AfD steigen.
    Überdies sollte man sich nicht nur auf die Menschen konzentrieren, die man eventuell gänzlich verlieren kann, sondern auch auf diejenigen, die wenig begründete Ängste schüren (wie auch Du mit Deinem Beitrag in diesem Forum, wo Du ohne Belege dem Bremer Bamf unterstellt hast, "massenweise" falsche Bescheide ausgestellt zu haben).

  • Versuch's mal ohne den üblichen Tritt vor's Schienbein.
    Ich prophezeie, dass Deine Aussage, die ja durchaus Hand und Fuß hat und diskutiert werden kann, dann eine gewisse Akzeptanz erfährt.

  • Ich schleiche mich auch am Wochenende als links-versiffter Gutmensch auf das Fährmannsfest, um zum richtigen Zeitpunkt AfD-Parolen zu grölen.

  • Eben. Nichts anderes erwartet man von ihm. Und ich muss es wissen, schließlich gehöre ich doch quasi auch hinein in diese sinistre Abteilung.

  • Nur dass es damals die AfD nicht gab bzw. diese Leute sich nicht in einer ihr entsprechenden Partei organisierten - DAS ist der Unterschied bzw. einer der Unterschiede zu dem von Dir benannten Phänomen.

  • Ich krieg die zeitliche Einordnung nicht mehr hin,aber vor vielen vielen Jahren wurde auch schon wegen der Unfallserien überm Dreieck Nord an der A 7 Wünschelrutengänger eingesetzt um Wasseradern mit schlechter Energie aufzuspüren.


    Wenn das ganze im Rahmen einer sowieso stattfindenden Begehung ohne weiteren Aufwand gestaltet wird.......so what,schaden kanns nix.
    Nette Anekdote.

    Einmal editiert, zuletzt von Welfenprinz ()

  • Ich krieg die zeitliche Einordnung nicht mehr hin,aber vor vielen vielen Jahren wurde auch schon wegen der Unfallsetien überm Dreieck Nord an der A 7 Wünschelrutengänger eingesetzt um Wasseradern mit schlechter Energie aufzuspüren.

    Das war im Raum Großburgwedel, wie ich mich zu erinnern glaube, da hat es eine zeitlang gekracht wie nix Gutes. Da ging es dann auch um "Erdstrahlen"vermessung und sowas, aber herausgekommen ist dabei nix. Wann das war, weiß ich nicht mehr, vor 20 Jahren, würde ich grob schätzen.